Test - American Conquest : American Conquest

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American Conquest
Indianer beschießen den gegnerischen Hafen mit Feuerpfeilen.

Auf Dauer vergeht einem aber auch der Spaß an diesem Spielmodus recht schnell. Man benötigt sehr viele Versuche, um eine Mission erfolgreich abzuschließen, da der Computergegner schon auf leichten Schwierigkeitsstufen eine harte Nuss ist. Die Einheiten werden sehr klein dargestellt, damit der Spieler das Geschehen besser überblicken kann. So ist die Grafik allerdings nicht allzu berauschend. Außerdem könnt ihr auch nicht feststellen, um welchen Einheitentyp es sich handelt, wenn ihr euch diese bloß anseht. Dazu müsst ihr immer auf die Symbole achten, die angezeigt werden, wenn ihr das entsprechende Regiment oder die Einheit anwählt. Außerdem greifen die Einheiten näher kommende Gegner nicht an, sondern warten, bis ihr ihnen den Befehl zum Schießen gebt. Das stört schon etwas, besonders weil man sich nicht um alles gleichzeitig kümmern kann.

American Conquest
Viel Getümmel im indianischen Dorf.

Was hat sich sonst noch verändert?
Neben den neuen Kampagnen, den neuen Völkern und dem neuen Schlachtfeld-Modus gibt es es aber auch noch einige kleinere Änderungen und Neuheiten, die nicht sofort ins Auge fallen. Zum einen wurde laut Angaben der Entwickler die KI der vom Computer gesteuerten Einheiten verbessert. Diese rennen jetzt nicht mehr völlig planlos auf den Gegner zu, sondern gehen taktisch vor.

Neu ist auch das Kampfmoral-System. Durch Schlachten, Nahrungsversorgung, Ausrüstung und Bezahlung steigt oder sinkt die Kampfmoral der Truppen. Somit kommt es beim Spielen nicht immer nur auf die Masse der Einheiten an, sondern auch auf ihre Moral. Es kann also schonmal vorkommen, dass eine Armee voller demoralisierter Soldaten von einer kleineren, hoch motivierten Truppe aufgerieben wird.

American Conquest
Die Indianer kämpfen mit ihren kleinen Boten gegen russische Kriegsschiffe.

Gameplay und Grafik haben sich wie erwartet nicht geändert. Etwas störend ist weiterhin, dass manchmal einige Einheiten einer großen Gruppe einfach stehen bleiben, wenn man der Gruppe befiehlt, einen Gegner anzugreifen.

Vor allem der Multiplayermodus ist noch besser geworden. Das liegt daran, dass man durch die größere Auswahl an Völkern und somit auch mehr Einheiten ganz andere Strategien spielen kann. Auch wie bei ’American Conquest’ können maximal sieben Spieler an einem Spiel teilnehmen. Eine Spieldauer von mehreren Stunden ist dann schon fast garantiert, vor allem, weil die Karten, auf denen mit sieben Spielern gespielt wird, sehr groß sind. Bei den großen Gefechten kann das Spiel auf weniger leistungsstarken Computern doch schon gewaltig ins Ruckeln geraten.

 

Fazit

Patrick Schröder - Portraitvon Patrick Schröder
’American Conquest - Fight Back’ wird für die alten Hasen, die schon den Vorgänger spielten oder noch immer spielen, sicherlich eine nette Abwechslung sein. Es gibt viele neue Kampagnen durchzuspielen und neue Völker und Einheiten zu entdecken. Wer aber bislang an ’American Conquest’ keinen Gefallen finden konnte, der wird mit dem neuen Add-on bestimmt auch nicht glücklich werden. Das Spiel wird eben lediglich, wie für Add-ons üblich, um einige Features erweitert. Grafik und Sound sind wie bisher nicht besonders herausragend, sondern eher mittelmäßig. Die Storys hingegen sind immer sehr interessant, sicherlich besonders für Spieler, die etwas historisches Interesse haben. Wie auch bei ’Empire Earth’ und ’Age of Empires 2’ kommen einem manche Szenen doch aus Filmen oder Geschichtsbüchern recht bekannt vor.  

Wertung

  • PC
    70
    %

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