26.01.2012 - Christian Kurowski
In Paris gab es neben einer ausführlichen Präsentation auch die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen und den teambasierten Third-Person-Shooter anzuspielen. Während die ersten drei Abschnitte mehr dazu dienten, die Steuerung zu verinnerlichen und sich mit den einzelnen Spielmechaniken vertraut zu machen, hatten wir im letzten spielbaren Ausschnitt reichlich Möglichkeiten, das zuvor erlernte Wissen selbstständig einzusetzen und einen großen Teil des Spielkonzepts auszuprobieren.
Serienveteranen hatten in den Vorgängern Advanced Warfighter 1 & 2 genügend Zeit, sich an den Wechsel der Perspektive von First- zu Third-Person zu gewöhnen. Auch der neueste Ableger bleibt der Sicht über die Schulter treu. Allerdings haben die Entwickler einige Veränderungen an der taktischen Spielmechanik vorgenommen. Nun ist es nicht mehr möglich, wie früher einzelne Team-Kameraden durch die Gegend zu schicken. Die Kollegen reagieren nun völlig autonom. Game Director Eric Couzian begründet diesen Schritt mit der Tatsache, dass Spezialeinheiten, wie die Navy Seals, wissen, wo sie zu stehen haben. Schließlich sind sie Profis. "Es geht vielmehr um die Lösung des Problems als darum, vorher umständlich Vorbereitungen zu treffen und Leute zu dirigieren."
Doch wer befürchtet, Ubisofts neuester Taktik-Shooter verkommt zum dumpfen Action-Geballer, liegt falsch. Nach wie vor lassen sich Gegner flankieren oder Überraschungsangriffe starten. Neuerdings könnt ihr Feinde markieren und per Knopfdruck ähnlich wie in Splinter Cell: Conviction ausschalten. Nur dass jeder aus eurem Team ein Ziel übernimmt. Deswegen variiert die Zahl der gleichzeitig eliminierbaren Feinde je nachdem, wie viele Leute in eurem Squad sind. Die vom Computer gesteuerten Soldaten agieren dabei clever und suchen sich selbstständig eine freie Schussbahn. Auch sonst stellen sie sich alles andere als dumm an, geben Auskunft über entdeckte Widersacher und handeln verdeckt.
Ein zusätzlicher Begleiter ist die Drohne, die ihr per Knopfdruck losschickt. Entweder fliegend oder fahrend lässt sich damit die nähere Umgebung inspizieren. Außerdem könnt ihr Gegner markieren oder aus der Nähe betäuben. Doch Vorsicht: Wird der kleine Helfer zu oft getroffen, muss er für eine kurze Reparaturpause aussetzen. Außerdem gab es einige Stellen beim Anspielen, an denen wir ohne ersichtlichen Grund nicht auf die Drohne zurückgreifen konnten. weiter...
Der Third-Person-Shooter spielt sich schon jetzt überzeugend, was gerade der aufmerksamen Computer-Intelligenz geschuldet ist. Shooter-Anhänger mit einem gewissen Grad an Anspruch dürfen sich schon mal freuen.
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Kommentare
Vorbestellt
Hab' mir das Teil glaub ich schon im März 2010 vorbestellt, weil es damals 30% Discount auf alle Online-Bestellungen gab. Bin froh, wenn das Teil im Mai 2012 mal rauskommt :-p Vorallem freu' ich mich auf die Kinect-Steuerung - falls diese gut funktioniert.
Auf jeden Fall mal interessanter als das 16. CoD
Hoffentlich kommt ne Demo.
Hm, nicht schlecht, aber weniger als erwartet. Grade nach diesem coolen Live-Action-Trailer.
Es sieht auf Jedenfall interessant aus.
Die Teammitglieder nicht mehr durch die Gegend scheuchen zu müssen ist ein riesiger Fortschritt.
Stattdessen die Ziele vorzugeben und damit "Todesaufträge" zu verteilen macht das Gameplay dynamischer und für viele Taktikfans noch attraktiver.
Ich bin gespannt auf diesen Titel und wie das Endprodukt aussehen mag.
Eine komplett selbstständig agierende KI? Das soll gut gehen? Ein richtiges Squad-Gefühl will sich bei mir bei solchen Dingen irgendwie nie richtig einstellen. Irgendwie habe ich so meine Zweifel...lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren!
Ansonsten warte ich mal auf die Kritiken und auf jeden Fall auch bis der Preis fällt. Die Entwicklung der Reihe ging meiner Meinung nach definitiv in die falsche Richtung, also weg vom reinen Taktikshooter zum simplen 3rd- Person- Arcade- Geballer. Mehr ist bei GR AW 2 am Ende nämlich nicht geblieben.