11.06.2011 - Jens Quentin
Es ist doch immer dasselbe: Da will man mal in Ruhe mit der Lebensabschnittsgefährtin Urlaub in einem tropischen Urlaubsparadies machen, und dann kommt was dazwischen. Allerdings sind dieses Mal nicht Baustellen vor dem Hotelfenster oder Kakerlaken im Bad das Problem. Es sind durchgedrehte Banditen, die alles umbringen, was ihnen auf der Insel vor die Machete kommt.
Wie ist Jason Brody auf dieser Insel gestrandet? Und wo ist seine Freundin? Am Anfang der Präsentation stehen viele Fragezeichen, welche die Entwickler von Ubisoft aber bewusst im Raum stehen lassen. In Far Cry 3 geht es darum, die Insel des Schreckens zu erkunden und sich die Natur im Kampf gegen die brutalen Banditen zunutze zu machen. Also starten wir auf einer Lichtung neben einem Flugzeugwrack und latschen durch dicht bewachsenen Dschungel. Über unserem Kopf flattern bunte Papageien davon und schwirrende Insekten sind unsere ständigen Begleiter. Nach kurzer Zeit erreicht Jason einen Hügel. Der ideale Platz, um sich einen Überblick über die Insel zu verschaffen. Mit dem Zoom seiner Kamera sucht der Protagonist das Gebiet ab und entdeckt Schreckliches: In einem Dorf wütet einen Gruppe maskierter Banditen.
Die Einwohner werden wie Vieh zusammengetrieben und mit Schlägen und Tritten traktiert. Am Boden liegende Frauen werden mit Kopfschüssen umgebracht. Fassungslos will Brody weiterziehen, als er selbst überwältigt wird und in die Fänge der kranken Meute gerät. Im Stützpunkt der Gesetzlosen murmelt einer der Brutalos einen Monolog vor sich hin, in dem erschreckend häufig der Begriff „verrückt" fällt. Unsere Versuche, in einer Art Minispiel mit dem A-Knopf unsere Fesseln zu lösen, scheitern. Bevor wir auf die wirren Sätze unseres Bewachers antworten können, stößt dieser einen Stein in eine Unterwasserhöhle. Wäre nicht so wild, würden wir nicht mit den Füßen an denselben Stein gefesselt sein. Nach dem Sturz ins Wasser versuchen wir uns panisch zu orientieren.
Um uns herum bietet sich ein schreckliches Bild. Am Boden des Gewässers treiben zahlreiche Leichen, alle mit einem Stein am Bein. Wir versuchen erneut, durch Hämmern auf den A-Knopf unsere Fesseln zu lösen. Dieses Mal mit Erfolg. Kurz bevor uns die Luft ausgeht, erreichen wir die Oberfläche. Wir sehen einen Höhlenausgang an der Seite und schwimmen dorthin. Kurz nachdem wir wieder Land unter den Füßen haben, erreichen wir einen Wasserfall. Hinter diesem dreht eine Wache der Banditen ihre Runde. Wir nutzen den Wasserfall als Schutz, schleichen uns von hinten an den Typen ran und erledigen ihn. Jetzt wird Far Cry 3 zum FPS. Jason schnappt sich das Gewehr des erledigten Feindes. Vorsichtig schleicht er nun unter der sengenden Sonne durchs Unterholz. Wir entdecken eine weitere Leiche. Die Machete, mit der die Einwohner massakriert wurden, steckt noch im Körper. Wir ziehen die Machete heraus, schließlich müssen wir mit dem auskommen, was wir auf dem Weg finden. Da darf man nicht zimperlich sein.
Das Radar unten links im Bild hilft bei der Orientierung und dem Aufspüren von Gegnern. Nach einem kurzen Feuergefecht mit einer weiteren Wache gelangen wir in den Besitz eines Scharfschützengewehrs. Mit dem Zielfernrohr suchen wir das vor uns im Tal gelegene Dorf ab. Verteilt um die Hütten steht mindestens ein Dutzend Banditen, ein direkter Angriff wäre Selbstmord. Da kommen die roten Fässer mit der explosiven Flüssigkeit, die unter einer Brücke stehen, gerade recht. Ein gezielter Schuss und schon bricht nach einer gewaltigen Explosion unter den Gegnern Verwirrung aus. Mit Schüssen aus dem Scharfschützengewehr schalten wir weitere Feinde aus, bevor wir mit einem Haken an einem Seil direkt ins Dorf gleiten.
Wir suchen Deckung hinter einer Hütte und liefern uns ein wildes Feuergefecht mit den Banditen. Mit der Maschinenpistole ballert Jason blind aus der Deckung heraus. Das sieht zwar äußerst cool aus, allerdings sinkt dadurch die Trefferquote erheblich. Granaten haben da schon eine bessere Wirkung. Nachdem wir uns eine Schneise freigesprengt haben, hetzten wir zum Fluss und springen ins Wasser. Wir tauchen ab und sind somit für die fluchenden Banditen nicht mehr sichtbar. In sicherer Entfernung tauchen wir auf, gehen zurück an Land und sehen in der Nähe einen Hubschrauber. Die Chance zur Flucht von dieser verdammten Insel!
Wir klettern in den hinteren Teil und halten dem verdutzten Piloten unsere Knarre an den Kopf. Kurz nach dem Start ballern wir aus dem fliegenden Hubschrauber auf unsere Verfolger, die uns inzwischen entdeckt haben. Plötzlich sehen wir etwas auf uns zufliegen. Eine Rakete streift den Hubschrauber, der gerät ins Trudeln und stürzt ab. Als wir aus der Ohnmacht erwachen, sehen wir den Piloten tot hinter dem Steuerknüppel. Bevor wir uns die Pistole vor uns schnappen können, erscheint unser Bewacher aus dem Dorf und kickt die Wumme aus unserer Reichweite. Der Albtraum geht weiter.
Die Zutaten für einen weiteren erfolgreichen Ego-Shooter im traumhaften Inselambiente hat Far Cry 3 auf jeden Fall beisammen.
Far Cry 3 - Video Interview mit Magnus Jansén
Video Interview mit Magnus Jansén
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Kommentare
Nice Kannte ich auch noch nicht ;-)
aller guten dinge sind cry, oder vertue ich mich da ;-)
Also wenn ihr den Trailer seht werdet ihr erstmal etwas erstaunt sein und ich denke das sich diese Faszination im Spiel "fest tritt"
mann, hört sich wirklich gut an.
hoffentlich wird's vom spielprinzip so wie der anfang bei far cry 1 (das mir übrigens am besten gefällt): viel freiraum und viele verschiedene möglichkeiten die gegner zu erledigen.
Ein Shooter durch den man sich auch Schleichen kann? Dat klingt interessant. Wär dann vielleicht ja tatsächlich auch was für mich.
Einfach die besten Eigenschaften des ersten und zweiten Teils nehmen, die schlechten wegnehmen (Respawning, doofe KI, zu lange Wege) und fertig ist der Far Cry 3-Hit.
Warum sollte Crysis das auch bieten? du kämpfst schießlich gegen Aliens und sollst nicht Köfferchen oder sonst irgendeinen Mist sammeln.
Ich fand Far Cry 2 samt Macken besser als Far Cry 1 oder Crysis. Ich brauche in Spielen dieses Sammeln und Entdecken in Spielen. Und genau das bieten die beiden letzt genannten Titel garnicht.
Gefällt mir sehr gut. Kann was werden.