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Allgemeine Informationen

Titel:
Amy
System:
PC PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
VectorCell
Publisher:
Lexis Numérique
Genre:
Action-Adventure
USK/PEGI:
- / -
Spieler:
Offline: - / Online: -
Release:
-
Off. Seite:
Watchlist:
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Amy - Review

Entgegen der durch den Titel erweckten Erwartungen, schlüpft ihr nicht in die Rolle von Amy. Im Jahr 2034 begleitet ihr, als scheinbarer Vormund Lana, das titelgebende kleine Mädchen auf einer Zugfahrt. Das verstörte Kind leidet offensichtlich unter einer Sprachblockade und einer Form von Autismus. Außerdem scheint sie bis kurz vor dem Geschehen in einer Anstalt gelebt zu haben, aus der ihr sie erlöst habt. Die genauen Hintergründe bleiben vorerst ungeklärt. Nachdem ihr der ängstlichen Kleinen ein elektronisches Tablet zum Zeichnen geschenkt habt, beginnt sie Bilder von Monstern und Leichen zu krakeln. Plötzlich ist eine Explosion am Himmel zu sehen. Kurz darauf werdet ihr vom inzwischen zum Zombie mutierten Schaffner niedergeknüppelt. Als ihr wieder erwacht ist Amy verschwunden und ihr findet euch an einem düsterem Bahnhof wieder.

Eine Frau wie ein Schlachtschiff

Dann beginnt der wahre Horror. Und damit meinen wir nicht, dass ihr euch fürchten werdet. Selbst mit offensichtlichen Schockelementen ist nicht zu rechnen und man kann sich nach kurzer Zeit entspannt zurück lehnen. Wirklich gruselig ist vor allem die Spielmechanik. Die zierliche Blondine lenkt sich nämlich überaus schwerfällig durch den verwaisten Bahnhof. Dafür habt Gesellschaft von einer überschaubaren Horde Zombies. Ein mysteriöser Virus hat die Menschen an diesem Ort befallen und auch ihr seid von der rätselhaften Seuche betroffen. Mit vom Boden aufgesammelten Spritzen könnt ihr den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Nachdem ihr das verängstigte Mädchen wieder gefunden habt, könnt ihr sie mit RB/R1 rufen und an die Hand nehmen, damit sie euch nicht wieder entwischt. Aber wenn ihr euch erhofft, dass Amy sich genauso folgsam abrufen lässt wie Epona bei The Legend of Zelda: Ocarina of Time, müssen wir euch leider enttäuschen. Sich mit Amy durch das sehr dunkele, verpixelte Setting zu bewegen ist wirklich kein Kinderspiel. Dafür könnt ihr Amy durch Schächte kriechen lassen, durch die Lana von ihrer Größe her eigentlich auch selbst kriechen könntet.Tür-Verriegelungs-Programme kann die Kleine Gott sei Dank auch hacken! Es ist schon ein etwas skurriler Moment wenn ihr jedes Mal gelangweilt neben Amy wartet und Däumchen dreht, während sie auf der Tastatur eines Türensystems herumhämmert.

Außerdem geht von eurem Schützling eine mysteriöse Heilkraft aus, die euch am Leben hält solange sie sich in eurer unmittelbaren Nähe befindet. Das erspart euch die mühselige Suche nach unzähligen Spritzen. Ein wirklich gut umgesetztes Spielelement kommt zur Geltung wenn ihr Amy an der Hand haltet: Durch die Rumble-Funktion des Controllers wird Amys Puls simuliert. Sobald sich ein Gegner nähert, erhöht sich die Geschwindikeit der pochenden Vibrationen. Im Laufe des Spiels kann euer kleines Nervenbündel mit Hilfe ihres Möchtegern-Ipads Spezialfähigkeiten erlernen, die durch das Abzeichnen mysteriöser Symbole erworben und wieder aufgeladen werden können. Gemeinsam schlagt ihr euch durch unzählige, ähnlich aufgebaute Aufgaben in denen ihr immer wieder nach Schlüsselkarten für verschlossene Räume sucht und euch durch die monotone Bahnhofs-Szenerie schlagt.

Amy - Video Preview

Ein weiteres unfreiwilliges Horror-Element von Amy ist die Grafik. Auch wenn die Charaktere stellenweise ansprechend animiert sind, ist der Gesamteindruck mies. Die Texturen sind matschig, es ruckelt was das Zeug hält und hinzu kommt auch noch unerträgliches Tearing. Wichtige Gegenstände und Schalter sind schwer zu erkennen und anzusteuern. Ständig müsst ihr die Karte auf der Suche nach einer neuen Button-Animation ablaufen. Es fühlt sich an als würdet ihr in einem alten Point&Click-Adventure den gesamten Bildschirm mit der Maus, auf der Suche nach dem nächsten Gegentand, abfahren. Lediglich die mysteriöse Hintergrundgeschichte lässt euch am Ball bleiben all das zu ertragen. Trotz der interessanten Story entwickelt man keinen emotionalen Bezug zu den Charakteren. Die Dialoge sind träge und teilweise stimmen Namen in den Untertiteln nicht mit der Synchronisation überein.

Checkpoints des Grauens

Ihr habt immer wieder die Möglichkeit, zu anspruchsvollen Gegnern auszuweichen indem man sich vorbeischleicht oder versteckt. Lana wirkt durchgehend sehr unbeeindruckt, zeigt in etwa so viel Emotionen wie eine Voodoo-Puppe und hält zudem nicht wirklich viel aus. Zu allem Überfluss verliert ihr beim Bildschirmtod leider alle eure gesammelten Items. Als wäre das noch nicht genug, sind Checkpoints so selten gestreut, dass ihr immer wieder in den Genuss von zumeist nicht überspringbaren, langweiligen Animationen kommt. Selbst wenn ihr überaus aufmerksam spielt, werdet ihr laufend in Trial- and Error-Situationen geraten. Beendet ihr das Spiel zwischendurch, müsst ihr immer wieder am Anfang des jeweiligen Kapitels beginnen obwohl bereits Checkpoints erreicht wurden. Die unzähligen Schalterrätsel sind zudem unlogisch und ermüdend. Warum sollte sich der Schalter eines Aufzugs am gegenüberliegenden Ende eines Raums befinden? Ihr müsst schon überaus motiviert sein um euch durch die sechs langwierigen Kapitel zu schlagen. weiter...

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Kommentare

  • Zitat von »ZorroAK«

    [i]Den[/i] Bewertungen würde ich ebenso wenig über den Weg trauen wie denen im PSN. Auf beiden Plattformen soll schließlich etwas [i]verkauft[/i] werden.


    Naaaaja... schlechte Spiele haben auf dem Xbox-Marketplace durchaus weniger Sterne, in der Regel 3,5 :)
    Aber das pendelt sich erst mit der Zeit ein.

  • Na, dann mea culpa! 8)

  • Zitat von »ZorroAK«

    Quark. Ich bin froh über jeden GW-Redakteur, der ein Spiel, das er schlecht findet, dann auch wirklich entsprechend schlecht bewertet, anstatt letztlich doch 65 % zu vergeben.


    Deshalb ja auch der Smiley am Ende des Satzes ;)

  • >> Lasst Nina lieber "Hello Kitty" Spiele testen <<

    Quark. Ich bin froh über jeden GW-Redakteur, der ein Spiel, das er schlecht findet, dann auch wirklich entsprechend schlecht bewertet, anstatt letztlich doch 65 % zu vergeben. Selbstverständlich ist das nämlich nicht. Außerdem war sie, wenn man sich so im Netz umschaut, sogar noch recht großzügig. ^^

    >> auf dem xbox live marktplatz hat es immerhin fast 4 von 5 sternen...also eigentlich ganz ordentlich <<

    [i]Den[/i] Bewertungen würde ich ebenso wenig über den Weg trauen wie denen im PSN. Auf beiden Plattformen soll schließlich etwas [i]verkauft[/i] werden.

  • erstaunt mich irgendwie die harte kritik. also ich habs selbst nicht gespielt aber auf dem xbox live marktplatz hat es immerhin fast 4 von 5 sternen...also eigentlich ganz ordentlich

  • Aus irgendeinem Grund tut mir das kleine französische Studio leid.

  • Hm... http://www.metacritic.com/game/xbox-360/amy Und was sagt uns die Metacritic-Wertung? Das Nina eine recht durchschnittliche Meinung hat.
    Cheers ;)

  • Als vor ein oder zwei Wochen Amy hier schon einmal vorgestellt wurde, war ich eigentlich recht angetan. Dieses Review hingegen trübt meine Stimmung und lässt mich zweifeln.

    Hm...

    Was sagt uns das?

    Lasst Nina lieber "Hello Kitty" Spiele testen :D

  • Ich habe es auch gekauft und es gefiel mir auch super, aber Meinungen sind halt verschieden, gut das ich nicht auf ein Review höre ;) sondern es nur nutze um ein ersteindruck zu gewinnen. Wobei ich den Titel schon voher hatte

  • scheint wieder ein Spiel zu sein, dass die Geister ein wenig spaltet, hab erst gestern ein Review gelesen, wo es auf 79% kam ... die dort erwähnten Kritikpunkte waren dieselben wie hier, allerdings scheint es hier ja ein Totalreinfall zu sein. Ich werds mir vorläufig auch nicht holen...

  • Erinnert mich irgendwie an Resident Evil 2 wo die kleine Cheryl auch öfter mal Alleingänge hatte.

  • ich fand die demo super gelungen und die atmosphäre wird gut rübergebracht. und dazu is es erschwinglich ^^

  • ich fande das spiel eigentlich sehr gut aber jeder hat seine eigene meinung es ist recht billig für 800 ms points und ich finde sie gut investiert

  • Schade,wollte mir noch die Demo anschauen.Leider wieder ein Titel mit potenzial wo sie nix drauss machen. Hoffen Wir das Ubisoft mit I am Alive nicht den selben fehler machen.

  • Schade, schade. Hatte mir auch mehr erhofft. Aber nachdem ich mir n paar Walkthrough-Videos auf Youtube angeschaut habe, war ich nicht mehr so überzeugt von. Die kleine Amy scheint doch eher lästig als nützlich zu sein. Die Grafik find ich eigentlich gar nicht sooo schlimm (für ein DL-Spiel) ;)

    Und anstatt dass die Protagonistin stirbt, wenn sie zu lange von Amy fort ist, hätten sie dafür eine andere Gameplay-Mechanik einbauen sollen/ können (seit wann stirbt man, wenn man zu nem Zombie wird - laufen ja genug wandelne Tote im Game herum :D).

    Sehe es wie xRAZORx: Wenns preiswerter wird, denk ich mal drüber nach.

Der Redakteur meint...

Nina Schild Portrait

Amy ist in der Tat ein gruseliges Spiel. Nur leider werden Gänsehaut-Momente nicht durch Stimmung oder Effekte, sondern durch grauenhafte Grafik und eintönige Rätsel erzeugt.

Nina Schild

Informationen

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  • multi Icon Amy

    05.01.2012

    Termin für PSN & XBLA steht

  • PS3 Icon Amy

    16.12.2011

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    08.04.2011

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