19.03.2010 - Andreas Philipp
Die Handlung von Dragon Age: Origins - Awakening findet einige Zeit nach den Ereignissen des Hauptspiels statt. Zu Beginn habt ihr die Wahl, einen neuen Charakter zu erstellen oder eure Spielfigur aus Origins zu importieren, wobei ihr euch direkt aussuchen könnt, welcher Spielstand es denn sein darf. Natürlich wird dabei geflissentlich ignoriert, dass ihr euch möglicherweise am Ende der damaligen Ereignisse geopfert habt. Aber es liegt ja bei jedem selbst, wie er die neuen Abenteuer erleben will.
Wie auch immer, euer Recke ist mittlerweile Kommandant der Wächter von Ferelden geworden und damit eine große Nummer im Königreich. Wer allerdings erwartet hat, dass nach dem Ableben des Erzdämons endlich Ruhe einkehrt, sieht sich getäuscht. Die Dunkle Brut hat sich zwar zurückgezogen, aber nur um neuen Ärger zu machen. Im nördlichen Bezirk Amaranthine rund um die Festung Vigils Wache häufen sich die Übergriffe der Dunklen Brut, die überraschend koordiniert vorgeht. Alles weist auf eine neue Macht hinter den Fieslingen, die mittlerweile sogar beginnen zu sprechen, hin.
Große Überraschung: Es liegt an euch, die Hintergründe aufzuklären. Dies geschieht im Rahmen einer erneut interessant gestrickten Hauptgeschichte. In dieser trefft ihr nicht nur einige alte Bekannte wieder, sondern zudem einen ganzen Batzen neuer und sehr farbiger Charaktere auf beiden Seiten der Front. Ebenso schließen sich euch im Verlauf der Geschichte neue und alte Persönlichkeiten an. Den Zwerg Oghren kennt ihr noch, aber Figuren wie der Magier Anders oder der mysteriöse Krieger „Gerechtigkeit" sind neu im Team. Dabei ist es nicht gesagt, dass bestimmte Figuren sich euch wirklich anschließen. Wie schon im Hauptspiel habt ihr fast immer die Wahl.
Überhaupt gibt es erneut die Bioware-typische Entscheidungsfreiheit. Immer wieder werdet ihr vor moralische Entscheidungen gestellt, bei denen es nicht nur um die Begleiter geht, sondern das Wohl und Wehe der ganzen Region. So haltet ihr Gericht und verteilt eure Truppen zur Stadtverteidigung oder zum Schutze der Landbevölkerung - mit dramatischen Auswirkungen auf das Ende der Erweiterung. Das Zusammenleben mit den Charakteren der Gruppe und der Spielwelt ist abermals von großer Bedeutung, zumal es diesmal auch gilt, mit potenziellen Feinden zusammenzuarbeiten. Wie üblich gibt es also nicht nur Schwarz und Weiß, sondern ausgeprägte Grauschattierungen. weiter...
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Kommentare
Swar
Ich persönlich bin mit dem Addon sehr zufrieden und ich werde es sicher noch ein zweites oder drittes mal durchspielen.
Srange
Ehrlich gesagt ich bin enttäuscht vom Addon.
Die angegebenen 15h Spielzeit sind wirklich inklusive aller Nebenquests. Für ein Addon eigentlich gar nicht so schlecht, gemessen am Umfang des Hauptspiels allerdings sehr sehr wenig.
Der Schwierigkeitsgrad ist weiterhin sehr niedrig, selbst auf "Alptraum" gibt es keinen schweren Mob (mal abgesehen vom Endkampf, der aber entsprechend vorbereitet gut machbar ist). Wie bereits im Hauptspiel ist die KI strunzdumm und man kann fast jeden Kampf buggen (Splits von Mobgruppen, abschießen einzelner Gegner im Fernkampf ohne Gegenwehr, etc).
Viele weitere spielerische Negativpunkte hat Acatane weiter oben beschrieben. Ich kann seinen Post nur unterschreiben. Wirkliche Neuerungen (was ich bei einem Addon erwarte) dagegen gibt es nicht. Nicht das ich eine Revolution erwarte, aber Evolution wäre schon nett gewesen. Abgesehen von ein paar neuen Spells gibt's nicht. Diese sind nicht mal notwendig, sondern im Gegenteil sogar eher schädlich fürs Spiel, da der eigene Char noch mehr Möglichkeiten hat durchs Spiel zu kommen. Was das Gameplay weiter trivialisiert.
Mein persönliches FAzit: Alles in allen ein kurzweiliger Zeitvertreib (mit Betonung auf KURZ), allerdings komplett ohne Neuerungen. Und somit vom Preis Leistungsvergleich weit hinter dem Hauptspiel und damit leider viel näher am Niveau der überteuerten DLCs.
gonia_kr
Das mit den fehlenden Romanzen ist echt schade. Ich hoffe mal das Morrigan im 2. teil wieder auftaucht. Trotzdem ist das Addon für mich jeden Cent wert. Story ist nach wie vor super. Viel Action wird auch geBoten.
Acatane
Review
Tut mir leid, aber ich finde nicht, dass die negativen Aspekte in der Review auch nur annähernd ausreichend beleuchtet werden.
Romanzen wurden ersatzlos gestrichen, bis auf einige Items aus RtO werden DLC-Items nicht übernommen, mit Begleitern (von denen aus DA:O nur einer wiederkommt) kann man sich im Camp überhaupt nicht mehr unterhalten, sondern Gespräche werden nur noch unterwegs getriggert.
Bis auf das Ergebnis des Landthing gibt es kaum Anknüpfungen an frühere Entscheidungen und die hochgelobten Konsequenzen im Add On stellen sich bei mehrfachem Durchspielen größtenteils als Mogelpackung heraus.
Es gibt viel vom "Billigen" wie neue Skills, Zauber und Gegner, die aufwendige Sozialkomponente die Bioware-Spiele auszeichnet wurde aber bösartigst kastriert.
Nek
Weiß nicht was das Grafikgemecker soll.. aber was solls, hauptsache ein geiles Add-On das sein Geld wert ist und kein DLC Mist.
Scherub
Schade, aber danke fuer die Antwort.
Nope, nichts neues für das Grundspiel.
Scherub
Ohne den Test schon gelesen zu haben stelle ich einfach mal ganz dumm die Zwischenfrage: Wenn man das Hauptspiel noch nicht durchgespielt hat und irgendwo mittendrin steckt (oder vielleicht noch einmal von vorn anfaengt), hat das Addon dann auch Auswirkungen auf das Hauptspiel?
Ajo, bin halt davon ausgegangen, dass die Spieler den Unterschied schon vom Hauptspiel kennen. Aber ich bau das mal rein, guter Hinweis.
xRAZORx
Den Test finde ich sehr gut Andreas, aber so richtig rauslesen warum die PC-Version 3% mehr hat kann man nicht. Nur bei der Grafik wird der PC überhaupt kurz erwähnt, ansonsten im gesamten Test nicht. Ich kann mir schon vorstellen warum es am PC besser bewertet wurde weil ich beide Versionen kenne, aber so manch anderer Leser vielleicht nicht.