20.01.2012 - Gameswelt Redaktion
Ich sehe schon, wie das Herz der Zombie- und Infizierten-Schnetzler einen gewaltigen Hüpfer macht angesichts des Resident-Evil-6-Trailers. Ich muss gestehen, dass mich die im Grunde wenig überraschende Ankündigung eher kalt lässt, da ich nie ein großer Verfechter der Reihe war und die Jubelarien auf die Reihe nie so ganz verstanden habe. Und dass mich der fünfte Teil mit seiner furchtbar trägen und altbackenen Spielmechanik endgültig abgeschreckt hat. Ebenso wenig haut mich der erste Trailer aus den Latschen. Sicher, das alles sieht nett und filmreif inszeniert aus, aber ich mag diese Art von Spielen einfach nicht besonders. Für die Fans hoffe ich jedenfalls, dass die Entwickler sich ein bisschen mehr einfallen lassen, als nur ein neues Setting und das eine oder andere neue Monster. Vor allem, dass die Spielmechanik mal etwas frischen Wind und Modernität verpasst bekommt. Oder noch besser einen Schritt zurück zu alten Horror-Tugenden, ohne im derzeit leider viel zu modernen 0815-Action-Sumpf zu vergammeln. Allerdings macht mir der Trailer da trotz schicker Zwischensequenzen recht wenig Hoffnung. Call of Evil: Resident Warfare anyone?
Unverhofft kommt oft, oder so. Okay, es war ja schon irgendwie abzusehen, dass Capcom die Resident-Evil-Serie fortsetzt, aber dass alles so plötzlich geht? Nun gut, gemunkelt wurde ja schon länger. Die gezeigten Szenen im Trailer haben auf jeden Fall meine Neugier geweckt, der fünfte Teil war schließlich überaus unterhaltsam, auch wenn von Horrorelementen jede Spur fehlte. Das sechste Kapitel vereinigt nicht nur Chris, Leon und ein paar andere bekannte Charaktere, sondern scheint auch wieder etwas gruseliger zu werden. Das gefällt mir. Jedoch ist in meinen Augen viel wichtiger, dass die Spielmechanik endlich den Weg ins 21. Jahrhundert gefunden zu haben scheint: Man kann zielen, schießen und laufen gleichzeitig. Sogar liegend lassen sich Zombies nun von Blei durchsieben. Es grenzt schon fast an ein Wunder. Nun bleibt abzuwarten, wie die Handlungsfäden verknüpft werden. Aber solange Resident Evil 6 einen kooperativen Spielmodus besitzt, bin ich dabei.
Ich gebe zu, nie der größte Resident-Evil-Fan gewesen zu sein. Teil 4 war damals zwar ein Paukenschlag, aber RE5 vor allem in Sachen Spielmechanik einfach nicht mehr zeitgemäß. Was erwarte ich mir also von Resident Evil 6? Zunächst bin ich positiv überrascht, dass es sich um einen vollwertigen Trailer mit reichlich Gameplay handelt und nicht bloß um einen nichtssagenden Teaser. Die Hauptcharaktere Chris Redfield und Leon S. Kennedy können nun endlich laufen und schießen, was hoffentlich mit dazu beiträgt, dass RE6 dynamischer und packender wird. Auch die Atmosphäre im Trailer stimmt. Hoffentlich findet das Spiel eine gute Mischung aus reiner Panik und echtem Horror. Natürlich bleiben viele Fragen offen: Wer ist der dritte spielbare Charakter? Wie sind die Schauplätze miteinander verknüpft? Wer ist die mysteriöse Frau, die nach eigener Aussage an allem Schuld ist? Und werden wir wieder käsige Dialoge und unelegantes Storytelling ertragen müssen? Alles in allem bin ich zwar nicht gehyped, aber Resident Evil gehört zu den klassischen Videospiel-Reihen, die man meiner Meinung nach einfach spielen muss. weiter...
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Kommentare
Das bezweifel ich
Schade!
Ich habe mir RE6 (leider)gestern gekauft. Ich habs dann ca. 45 Minuten gespielt und weis nun schon, dass es im Regal verstauben wird.
Es ist wirklich schade was für ein trauriges ende diese tolle Serie gefunden hat. Ich wolle es als RE Fan nicht warhaben. Aber leider ist es so.
Note: Durchgefallen
@ Climbu
.
. Zu viel Action, ich mag eher Horrorspiele wie eben traditionelle Survival Horro wie "Resident Evil 1-3", "Dino Crisis 1" und das etwas neuere "Siren Blood" bzw. "Forbidden Siren". Ich grusel mich nur, wenn ich wirklich Angst vor den Monstern haben muss, wegen zu wenig Muni, keine Waffen, man muss schleichen, sowas ist gruselig. Für mich. Und das geht nicht mehr bei den neueren Resi's. Es sind keine schlechten Spiele, haben aber überhaupt nichts mehr mit Horror zu tun.
Solche Leute wie dich, muss ich ehrlich sagen, mag ich überhaupt nicht. Von sich aus auf andere Menschen schliessen. Nur weil du dich nicht mehr Gruselst, heißt das noch lange nicht, dass es andere nicht tun. Und die Kommentare hier scheinen dies zu bestätigen.
Ich bin seit Jahren ein Gamer 100%, Horrorspiele- und Filme sind mein 2. Liebstes Genre, und trotzdem grusel ich mich noch genügend. Besonders bei Filmen wie "Paranormal Activity". Jetzt nicht unbedingt bei diesem Film, aber bei dem Genre, "Found Footage" . Als letztes habe ich mich beim Kanadischen "Grave Encounters" so dermaßen gegruselt, ich konnte garnicht mehr rausgehen, ohne mich ständig umsehen zu müssen. Was auch gut so ist
Wobei ich sagen muss, "Dead Space", das so gruselig sein soll, fand ich eher nervig als alles andere, und überhaupt nicht gruselig
Gehennah, wenn du vor ner Horde Zombies in ein Haus flüchten musst und du dann von denen darin umzingelt bist und du kaum Muni und Zeit hast, empfinde ich das nicht als gruselig, sondern eher stressig. Gruselig ist, wenn eben nichts ist und du denkst dass etwas ist. Grusel erzeugt man, indem man die Fantasie der Konsumenten so anregt, dass sie das Gefühl haben, es sei was. Wenn in einem Monsterfilm schon zu Beginn das Viech gezeigt wird, ist der Film nicht mehr gruselig. So lange aber immer nur angedeutet wird bleibt der Grusel bestehen.
Wenn die Steuerung nicht besser wird, kann es sein wie's will, dann fasse ich es nicht an. RE5 war für mich abschreckend.
Was kann man nach dem Trailer erwarten von RE6?
Natürlich ein RE5 mit noch mehr Action, mehr badass, mehr und größere Gegner, eine noch abgedrehtere Story, neuen Wummen usw. usf. Werde ich es als RE-Fan der ersten Stunde kaufen? Ja klar! Aber ich werde es mit einem lachenden und einem weinenden Auge zocken denn seit Teil 4 ist es eher eine neue Horror-Action-Reihe geworden die halt RE heisst, mit dem ursprünglichen Survival-Horror der einem richtig Angst macht hat das leider nichts mehr zu tun.
Ich kann nur für mich Sprechen aber ein kleines Beispiel:
"Ich fliehe vor ner Horde Zombies in ein Haus, werde dort Umzingelt, habe kaum Zeit und muss ein Ausweg finden"
Je nach Inzenierung würde ich das schon ziemlich Gruselig finden.
"Ich fliege vor ner Horde Zombies in ein Haus und habe 2 Schrotflinten, ein Sturmgewehr und eine Pistole"
Joa pff hau ich die Viecher halt mal eben um. Ich weiß noch wieviel "schiss" ich bei Penumbra vor diesen Hunden hatte weil ich mich fast nicht wehren konnte, hätte ich da eine Pistole gehabt wäre ich da durchgelaufen und es hätt mich nicht gekratzt.
@Climbo:

Nö, also ich grusel mich auch heute mit 27 noch gerne. Klar ist man schon etwas abgestumpft und ich krieg davon auch keine Alpträume mehr wie damals als kleiner Knirps... aber die Dead Space Spiele haben mich trotzdem das Fürchten lehren können und sowas wie Project Zero mag ich auch nicht länger als 'ne Stunde spielen, obwohl ich die Spiele richtig gut finde
Wenn dich also nix mehr beeindruckt, ist das toll für dich ... oder vielleicht eher traurig. Dann aber doch bitte nicht gleich auf alle anderen schließen.
Genau das wurde unten ja auch gesagt wenn man sich nicht darauf einlässt taugt Amnesia nichts, wenn man immer neu Anfangen müsste beim tot wäre es sogar noch intensiver.
Aber dann würde das Spiel niemand mehr kaufen!
Weil eh keiner mehr Bereit ist sich auf ein Spiel einzulassen, entweder man wird vom Spiel "getragen" oder ein hauch non Mainstream und schon brechen die Verkaufszahlen ein.
Mittlerweile werde ich bei dem Thema immer mehr auf die Innovations Schreier Sauer als auf die Entwickler oder geldgeilen Publisher.
Als ob Amnesia so viel anders wäre? Wenn du erwischt wirst, was passiert? Du startest am Anfang des Raumes erneut. Hui.
Am meisten Angst, wenn man das so nennen kann, hatte ich übrigens mit den Silent Hills 2 und 3. Wie Amnesia hat das Spiel teilweise Ängste verursacht, obwohl eigentlich nichts zum Fürchten da war. Allerdings war das Speichern nur in Speicherräumen möglich - und das übt etwas Druck auf den Spieler aus.
Ich habe keine Angst, wenn ich maximal zwei Minuten Spielzeit verliere.
Ich fand's langweilig. Es fehlte mir bei dem Spiel einfach die Konfrontation mit den Monstern um bei mir Spannung und Angst zu erzeugen.
Ist das nicht das Problem? In Zeiten wo man mit der Kettensäge durch Millionen von Monstern durchrennt und selbst bei RE mal total gemütlich jedem Zombie selbstverständlich im Nahkampf mit dem Messer antritt (ich würd mir da in die Hose pissen!).
Jedenfalls finde ich Amnesia millionenfach "grusliger" als RE, klar auch nur beim ersten mal aber wenn man sich nicht ständig erwischen lässt bleibt die spannung länger oben als wenn man rein rennt und dann sagt, mehh das dritte mal Checkpoint laden...
Kurzum hatte mit 10 Jahren weniger Angst bei RE als mit 25 bei Amnesia.
Jens' in jeder Hinsicht treffendem Kommentar ist an sich nichts mehr hinzuzufügen. Es ist nicht nur das "Fürchten" vor einzelnen Zombies statt dem Nonstop-Niermähen von Zombiehorden, es kommt viel mehr auf die Atmosphäre und die Iszenierung an. Immerhin deutet der erste Teil des Trailers (Leon) auf altbekannte düstere Racooncity-Atmo, ich wette das freut jeden RE-Fan mehr als Sonnenschein in Afrika. Der erste, spannungsaufbauende, langsam erzählte und düstere Teil der Trailers gefällt mir persönlich nocht am meisten. Den Rest kann man als hektischst geschnittene Action ohne Ende bezeichnen, welche die RE-Gemeinde spaltet. Chris in China (soll das sein glaub ich) im Kampf gegen Menschen/Söldner/Gangster oder was auch immer und der neue Char bei Tageslicht über Dächer springend, auf der Flucht vor dem Nemesisverschnitt mit haben mein "Resident Evil"-Interesse jetzt nicht unbedingt geweckt.
Ich fand's langweilig. Es fehlte mir bei dem Spiel einfach die Konfrontation mit den Monstern um bei mir Spannung und Angst zu erzeugen.
@Dr.Satan:

Dead Space 2 (Teil1 ging komplett an mir vorbei) ist ein sehr, sehr gutes Beispiel (warum bin ich nicht gleich darauf gekommen?). Ich fand das Game völlig lahm, habs nach ner halben Stunde ausgemacht. Total vorhersehbar wann Gegner auftauchen, und ne verkorkste Steuerung.
Ein RE in der Manier will ich ganz sicher nicht. Glücklicherweise scheint Capcom genauso zu denken.
@AndyDaFunkmasta:
Der Film ist wirklich gut, stimm ich dir zu, kein Wunder bei dem Regisseur. Aber ich hab mich da nicht gegruselt, sondern der Film hat einfach einen interessanten Ansatz, James bietet eben einen anderen Blickwinkel auf die Dinge, genau wie damals mit Saw.
Klar lässt sich Spannung auch ohne Knallerei erzeugen, bin ich gern dabei, aber in einem RE kann man nicht unsichtbare Gegner 10 Stunden lang gegen die Wände klopfen lassen und hoffen, das der Spieler Angst bekommt. Da muss heute einfach mehr passieren.
Und Paranormal Activity, naja...also nen echten Filmfreak schocken keine klappernden Türen und Bratpfannen, um es milde auszudrücken.
@ Climbu
Du hast wohl noch nie "Amnesia- The Dark Descent" gespielt? In dem Spiel bekommt jeder Angst!!
Edit: Scherub war schneller