Test - Astro A20 Wireless Headset : Der Brückenschlag zwischen A10 und A50

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Bislang war Astro eigentlich eher Freunden teurerer Headsets ein Begriff, insbesondere dank des Wireless-Flaggschiffs Astro A50. Doch seit dem A10 widmet sich der Hersteller auch anderen Preisklassen. Das kabellose Astro A20 sucht sich für 169 Euro ein Plätzchen in der goldenen Mitte, bekommt es dort allerdings mit harter Konkurrenz zu tun. Kann sich der Frischling der Astro-Familie gegen Turtle Beach Stealth 700 oder LucidSound LS30 durchsetzen?

Das Astro A20 Wireless Headset gibt es in zwei Varianten, nämlich für PS4 und Xbox One, wobei beide Modelle auch am PC einsetzbar sind. Wie üblich machen die Lizenzen der beiden Konsolenhersteller einen Strich durch den Traum eines kabellosen Allrounders. Grundsätzlich sind aber beide Modelle baugleich, sie unterscheiden sich nur durch die Chat-Technologie der Konsole und die farbliche Gestaltung (grün = Xbox One, blau = PS4). Wir haben uns die Xbox-One-Variante des Astro A20 vorgeknöpft.

Der Lieferumfang besteht aus dem Headset selbst sowie einer kleinen Basisstation, die per USB am PC oder optischem Kabel an der Konsole angeschlossen wird, was uns natürlich in den Genuss von Windows Sonic oder Dolby Atmos bringen kann. Das USB-Anschlusskabel wird zudem dazu genutzt, um die Basis bei Konsolenanschluss mit Strom zu versorgen. Weiterhin ist ein recht kurzes USB-Ladekabel enthalten, mit dem ihr das Headset selbst auftanken könnt. Selbiges hätte gern etwas länger sein können für den Fall, dass der Akku im laufenden Spiel mal schlappmacht und nach Energie dürstet. Da es sich um Standardanschlüsse handelt, kann dem aber schnell abgeholfen werden.

Das Headset selbst macht auf den ersten Blick nicht unbedingt einen hochwertigen Eindruck dank der Masse an verbautem Plastik. Das täuscht aber, darunter verbirgt sich ein robustes Metallband. Im direkten Vergleich wirkt das Stealth 600/700 vergleichsweise klapprig. Die geräumigen Ohrpolster haben einen flauschigen Veloursbezug und schmiegen sich sanft um die Ohren. Das Kopfpolster mit seinem Gummibezug wirkt hingegen eher billig, erfüllt aber seinen Zweck. Mit seinem Gewicht von 320 Gramm nebst geringem Seitendruck gehört das Astro A20 auf jeden Fall zu den komfortablen Headsets. Nur wer einen wirklich dicken Schädel hat, könnte Probleme bekommen.

Die Bedienelemente sind sparsam gehalten. An der Basis befindet sich lediglich ein Schalter für den Wechsel zwischen PC und Konsole. An der rechten Ohrmuschel entdecken wir einen An-/Ausschalter, eine Wahltaste für die drei möglichen EQ-Presets sowie einen Drehregler für die Lautstärke. Der wiederum ist eingebettet zwischen zwei Tasten für die Regelung der Balance aus Spiel- und Chatsound. Nach kurzer Eingewöhnung hat man die Positionen im Griff.

Das Astro A20 ist mit 40-mm-Treibern ausgestattet, die den üblichen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz bei einer Impedanz von 32 Ohm abdecken. Die Wireless-Übertragung funktioniert im Bereich der 5,8-GHz-Frequenz bei einer Reichweite von angegebenen neun Metern. Das kommt in etwa hin, ab circa zehn Metern hatten wir im Testbetrieb die ersten Aussetzer. Die Akkulaufzeit ist mit 15 Stunden angegeben, ebenfalls ein Wert, der ungefähr der Realität entspricht. Insgesamt also alles in einem Bereich, den man von einem kabellosen Headset dieser Preisklasse erwarten kann.

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