Test - Brothers in Arms DS : Spektakulärer Krieg im Kleinformat

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Nach wie vor versorgen Publisher uns mit diversen Shooter-Spielen rund um den Zweiten Weltkrieg. In ’Brothers in Arms DS’ müssen nun auch die Hobby-Rekruten unter den DS-Anhängern ran. Ihr lest im Test, weshalb sich Action-Fans den Kriegseinsatz nicht entgehen lassen sollten.

(Nicht) wie die Großen

Auch wenn nicht wenige Videospieler (und Journalisten) über das vermeintlich längst ausgelutschte Szenario des Zweiten Weltkriegs klagen und die unzähligen Shooter rund um diesen historischen Konflikt nicht mehr sehen können, scheinen die Publisher mit solchen Titeln nach wie vor ordentlich Kasse zu machen. So überrascht es denn auch nicht, dass die Handhelds von den bekannten Franchises nicht verschont wurden: Sowohl ’Medal of Honor’ als auch ’Call of Duty’ und ’Brothers in Arms’ sind im Hosentaschenformat anzutreffen. Aktuell ist es allerdings vor allem die PlayStation Portable, die mit solch klassischer Shooter-Kost ausgestattet wird. Zumindest wird auch im Kleinformat versucht, die cineastisch angehauchten Gefechte à la ’Der Soldat James Ryan’ zu vermitteln und gleichzeitig spielerisch zu überzeugen, was nur selten wirklich gut gelingt. Mit ’Brothers in Arms DS’ geht der Krieg also nun auch auf Nintendos Handheld zur Sache. Während ’Brothers in Arms’ auf den stationären Konsolen allerdings eher einen anspruchsvollen Mix aus Echtzeitstrategie und Ego-Shooter darstellt, gibt sich der DS-Ableger bescheidener: Die Entwickler haben sich stärker an ’Call of Duty’ & Co. orientiert, sodass euch ein typischer Shooter ohne nennenswerte taktische Tiefe oder Freiheiten erwartet.

Gut gemacht

Das klingt nun vielleicht öde. Dazu kommt die Tatsache, dass Gameloft und Gearbox jeglichen Steuer-Schnickschnack und sonstige Finesse über Bord geworfen und sich ganz auf die Kriegsaction konzentriert haben. Tatsächlich ist die "konservative" Action aber sehr gut gelungen. Ihr steuert einen Soldaten durch drei Kampagnen, die sich wiederum in zahlreiche Levels aufteilen. Ihr versucht, in den Gefechten in der Normandie zu überleben, stellt euch Rommels Panzern in Tunesien und bekämpft schließlich die Feinde in den Ardennen. Zwar seht ihr euren Helden meist aus der Third-Person-Ansicht, die Steuerung orientiert sich aber komplett an ’Metroid Prime: Hunters’ und funktioniert sehr ordentlich. Gezielt wird per Touchscreen und Stylus, während ihr das Digi-Kreuz oder die Buttons zum Gehen benutzt. Geschossen wird per Schultertaste, Waffenwechsel, Granatenwurf und sonstige Aktionen unternehmt ihr ebenfalls über den Touchscreen. Sobald ihr euch einer Mauer oder einem Hindernis nähert, geht ihr dahinter in Deckung. Außerdem könnt ihr zum besseren Zielen die Perspektive zoomen. Klingt simpel, ist es auch – und das ist gut so.

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