Test - Bundesliga Stars 2001 : Bundesliga Stars 2001

  • PC
Von Kommentieren

Alle Jahre wieder beglückt uns EA Sports mit einem neuen Titel aus der 'FIFA'-Reihe. Seit 1999 aber kommt mit 'Bundesliga Stars' ein Konkurrenzprodukt aus dem eigenen Haus, das die Wartezeit zwischen den einzelnen 'FIFA'-Titeln verkürzen soll. Schlagkräftigstes Argument für einen Kauf ist die exklusive Bundesliga-Lizenz, die dafür sorgt, dass alle 18 Vereine mit Original-Namen und den echten Stadien enthalten sind.

Wie bereits der Vorgänger, ist 'Bundesliga Stars 2001' mehr auf einfache Action als auf eine ansprechende und von Taktik geprägte Simulation aus. Dementsprechend wurde die Steuerung vereinfacht, die gegenüber dem 'grossen Bruder FIFA' abgespeckt wurde. Das muss aber nicht heissen, dass Anfänger dadurch einen leichteren Einstieg geniessen dürfen. Ganz im Gegenteil, wer nicht auf ein Gamepad zurückgreifen kann, wird sich bei den ersten Versuchen erst einmal fast die Finger auf der Tastatur brechen. Die Belegung ist äusserst ungünstig gewählt und lässt sich leider auch nicht von Hand konfigurieren, ein ganz klarer Minuspunkt, der nicht hätte sein müssen.

Auch andere Einstellungen, um sein Team anzupassen, werdet ihr zumeist vergebens suchen. Einzige Möglichkeit, etwas zu variieren, ist das Spielsystem zu ändern. Es gibt keine Chance, gewollt auf Abseits zu spielen oder seine Mannschaft zum Pressing anzuspornen.

Bundesliga Stars 2001

So startet man vor der eigentlich Saison erst einmal einige Freundschaftsspiele und das Training, um sich mit der Handhabung vertraut zu machen. Bei ersteren dürft ihr euch über die von EA Sports gewohnte Qualität freuen. Ob Spiellänge, Wetter, Schiedsrichter, Stadion, es bleiben hier kaum Wünsche offen. Bei der Auswahl der Teams erfreut sich der gepflegte Fussball-Fan der Original-Namen die dank der exklusiven DFB-Lizenz vertreten sind. So findet ihr nahezu alle bekannten Kicker wieder, dazu sämtliche Original-Sponsoren. Dieses mal hat es Electronic Arts auch geschafft, nicht nur zwölf, sondern wirklich alle 18 (!) Bundesliga-Stadien nachzubilden, und das in einem wirklich hohen Detailgrad. Da findet ihr echte Werbebanden, Nachbildungen der kompletten Anzeigetafeln und andere charakteristische Merkmale der deutschen Stadien, wie zum Beispiel das Hänge-Dach des Münchner Olympiastadions. Äusserst gute Ansätze also, um einen hohen Grad an Realismus zu schaffen, und dafür ist letztendlich die DFB-Lizenz da.

Bundesliga Stars 2001

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. EA Sports hat sich zu viele kleine Fehler geleistet, die nach und nach offensichtlich werden und so der anfänglichen Begeisterung einen kleinen Dämpfer versetzen. Das fängt damit an, dass tatsächlich zeitweise wirkliche Leistungsträger fehlen. So sucht ihr als Dortmunder Borusse vergeblich nach Heiko Herrlich und als Schalker vermisst ihr den Kapitän Thomas Waldoch. Diese Schwächen erstrecken sich dann aber auf mehr als "nur" fehlender Spieler. Seit wann trägt Andreas Möller die Nummer 8? Seit wann ist Christian Fiedler Stammtorhüter der Berliner Hertha? Warum heisst Youri Djorkaeff im Spiel No. 14? Hat Thomas Epp Eintracht Frankfurt nicht schon seit geraumer Zeit verlassen? Fragen über Fragen, die eigentlich klipp und klar durch die teure Lizenz beantwortet werden sollten. Will EA mit 'Bundesliga Stars 2001' wirklich die echten Fans der deutschen Liga ansprechen, sollten solche Detail-Fehler Mangelware sein.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel