Test - Comanche 4 : Comanche 4

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'Comanche', die erfolgreichen Serie aus dem Hause Novalogic, wird endlich weitergeführt. Stellt euch vor, mit dem neuesten Kampfhelikopter - dem Boeing-Sikorsky RAH-66 Comanche - durch die Gegend zu fliegen. Dieser ist so neu, dass ihn die US-Army erst ab 2006 regulär in ihr Geschwader aufnehmen wird. Im nunmehr vierten Teil könnt ihr nun genau in dessen Cockpit steigen und atemberaubende Luftkämpfe bestreiten.

Comanche 4
Ein Drogenhändlerschiff greift euch an.

Falls ihr noch nie einen Helikopter geflogen seid - das wird wohl der Grossteil von euch sein - könnt ihr euch in der Trainingsmission das nötige Rüstzeug dazu beschaffen. Dort werdet ihr von einem Instruktor mit den nötigen Steuerungsbefehlen und den vorhanden Waffen bekannt gemacht. Danach geht es dann aber bereits ab in die sechs verschiedenen Kampagnen mit jeweils fünf zu erfüllenden Aufträgen. Bei diesen wurde sehr darauf geachtet, dass ihr nicht immer das Gleiche machen müsst. So befreit ihr etwa einmal ein Schiff aus der Hand von Drogenhändlern, unterstützt das nächste Mal den Begleitschutz für einen Personentransport oder zerstört die Silos feindlicher Abschussrampen. Vermisst habe ich aber eine Schwierigkeitseinstellung, so dass Profis und Amateure die gleich schweren Einsätze zu erfüllen haben.

Somit kommen wir auch schon gleich zur Bestückung des Comanche: Euch stehen eine 20mm Bordkanone, die Luft-Luft-Stinger Missiles, die Luft-Boden-Hellfire Missiles, die Luft-Boden-Hydra Rockets und die Boden-Boden-Artillerie-Unterstützung zur Verfügung. Wobei euch die ersten beiden Waffen noch ein Begriff sein sollten, kennt man doch die Hellfire vor allem durch den Golfkrieg. Dies sind nämlich die lasergesteuerten Bomben, deren Aufnahmen ihr damals auf den TV-Stationen mitverfolgen konntet. Die Hydras sind einfach gesagt effektivere Kugeln in Stinger-Form, da sie nur geradeaus fliegen können. Interessant ist hier der Einsatz der Artillerie, diese könnt ihr als Unterstützung anfordern, und sie wird dann eigenständig das von euch bezeichnete Ziel angreifen.

Obwohl ihr sehr effektive Feuerwaffen habt, solltet ihr euren Gegner niemals unterschätzen: So ist beispielsweise bereits ein einfacher Buggy mit einem Maschinengewehr und ein Schneemobil mit einer tragbaren Stinger-Rakete ausgerüstet, zudem treffen sie meistens auch noch erstaunlich gut. Dass dadurch das Spiel nicht gerade einfach wird, sollte damit wohl klar sein. Eure Taktik müsst ihr deshalb sowieso darauf ausrichten, dass ihr möglichst das Terrain ausnützt und knapp über dem Boden fliegt, damit euch die Feinde und dessen Radar nicht sehen und erfassen können.

Comanche 4
Der RAH-66 Comanche.

So gesehen wurde die Aufgabe eines Hubschraubers, der ja eher in Bodennähe operiert, überzeugend umgesetzt. Leider müsst ihr aber eure Gegner immer aus einer grossen Distanz abballern, da ihr im direkten Zweikampf meistens verliert. Schade ist dabei zudem noch, dass sich eure Widersacher immer am gleichen Ort aufhalten. Gut wäre hier sicherlich auch noch der Einsatz eines möglichen Feldstechers gewesen, den ich aber leider umsonst gesucht habe.

Comanche 4
In diesen sechs Kampagnen müsst ihr euch beweisen.

Bei der Grafik wurde nicht gerade gekleckert, das zeigt sich spätestens, wenn ihr über dem Wasser schwebt und sich durch den Auftrieb leichte Wellen bilden oder bei einem Flug über Land Staub aufgewirbelt wird. Auch die einzelnen Landschaften haben es in sich, da sie sehr unterschiedlich und aufwendig gestaltet wurden. So fliegt ihr Einsätze über der Küste, in der Arktis, der Wüste oder in einer Grossstadt, um nur einige der Szenarien aufzuzählen. Auch eure Gegner wurden sehr gut gestaltet und mit allen Details ausgestattet. So könnt ihr etwa eine MIG-29 schon von weitem an ihren Seitenruder sehr gut erkennen, das heisst wenn ihr wisst, wie ein solches Gerät aussieht - sonst könnt ihr es im Handbuch immer noch nachschauen. Beeindruckend waren auch die Explosionen, da euch die einzelnen Teile der zerstörten Gegner geradezu um die Ohren fliegen, oder die Schiffe, die auch wirklich untergehen und die ehemalige Besatzung dann im Wasser schwimmt.

 

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