Preview - C&C: Alarmstufe Rot 3 : Online-Schlacht mit Adrenalin

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In bewährter 'C&C'-Manier errichten wir zunächst einen Generator, um alle folgenden Gebäude mit Energie zu versorgen. Kurze Zeit später stampfen wir eine Raffinerie in der Nähe einer bereits erschlossenen Mine aus dem Boden. Wie schon bei 'Command & Conquer: Generäle' fahren die Transporter automatisch zur Mine und bringen die begehrten Erze zurück zur Basis - das Geld fließt. Es folgen Kaserne und Waffenfabrik, immerhin wollen wir uns nicht nur als Architekt, sondern vor allem als geschickter Kriegsherr beweisen. Einige Minuten ziehen ins Land und wir haben unsere ersten Einheiten ausgebildet. So tummeln sich vor unserer Basis einige Infanteristen samt Tesla-Gewehr sowie einige Kriegsbären in ihrer dicken Panzerung. Ja, richtig gehört; solche skurrile Einheiten (es gibt auch Hunde, Delphine etc.) prägen das leicht abgedrehte Bild von 'Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3', ohne dass es albern wirkt. Nun ja, ein bisschen schon. Dennoch auf eine erfrischende Art und Weise.

Einige der Bären schicken wir voraus und stoßen wenig später auf einen Beobachtungsturm. Nimmt man diesen ein, deckt man die gesamte Karte auf - inklusive der Stellung der feindlichen Basis. Doch dazu kommt es nicht, denn schon folgt der erste Angriff meines Gegners. Er hat sich für das "Reich der aufgehenden Sonne" entschieden und schickt mir eine kleine Armee, bestehend aus Mech-Kriegern entgegen. Wo hat er die denn so schnell her? Der geballten Feuerkraft haben wir wenig entgegenzusetzen, versuchen dennoch die Roboter in ein Scharmützel zu verwickeln.

Action nonstop

Der Grund für diese Taktik ist simpel: Wir wollen etwas Zeit gewinnen, um in der Basis größeres Geschütz aufzufahren. Eine kleine Gruppe von Spinnenrobotern flankiert den so genannten Apokalypse-Panzer. Dieses Gefährt zieht seine Feinde per Traktorstrahl an sich heran, ehe es sie mit einem lauten Knirschen verschrottet. Doch unser Triumph währt nur kurz, denn einige seiner Mechs verwandeln sich plötzlich und düsen über uns hinweg in Richtung der Basis. Verdammt, wir haben in der Hitze des Gefechts gar nicht an die Verteidigung gedacht. Dafür ist es auch schon zu spät, denn die Japaner haben mittlerweile Verstärkung erhalten und greifen von zwei Seiten an. Mist, blöder Fehler.

Die nächste Partie starten wir als Alliierte auf der Karte "Cabana Republic"; ein tropisches Inselparadies mit Palmen und allem, was dazu gehört. In der Kartenmitte finden wir nach dem Aufbau der Basis einige Bürogebäude, die wir mit unseren Raketenwerfersoldaten besetzen. Im nächsten Moment taucht unser Kontrahent mit einigen Bären auf - aha, er spielt die Russen. Die Bären sterben im Kreuzfeuer der Raketenwerfer und wir rüsten in der Zwischenzeit weiter auf. Gewarnt von der letzten Partie, mangelt es diesmal auch nicht an der Verteidigung. Um die Offensive zu verstärken, setzen wir auf dicke Guardian-Panzer und rollen auf die feindliche Basis zu.

Die ersten Widersacher haben keine Chance gegen die geballte Feuerkraft unserer Panzer, doch unser Jubelschrei erstickt wenig später angesichts einer neuen Gefahr. Unser Gegner hat sich auf dem Seeweg "angeschlichen" und setzt unserem nahe der Küste errichteten Stützpunkt heftig zu. Glücklicherweise können wir mittlerweile auf pfeilschnelle Flieger zurückgreifen, die ihren tödlichen Luftangriff entfachen werden. Nur noch wenige Augenblicke und... Disconnect. Argh! Szenen wie diese mussten wir leider öfter erdulden, als uns lieb war. Immer wieder kam es während einer packenden Partie zu Verbindungsabbrüchen - Beta eben.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Anstatt euch mit (teilweise schon bekannten) Fakten zu langweilen, haben wir euch an dieser Stelle lieber einen Erfahrungsbericht serviert. Dieser zeigt deutlich, was die Multiplayer-Partien in 'Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3' – aller derzeitigen Probleme zum Trotz – auszeichnet: Adrenalin pur. Das Schlachtengeschehen ist sehr actionreich inszeniert und man kommt kaum einen Augenblick zum Luftholen. Momentan gibt es noch einige gravierende Balancing- und Technikprobleme. Sollten diese aber bis zum Release verschwinden, gehören die Multiplayer-Gefechte von 'Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3' zum Pflichtprogramm eines jeden Strategen.

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