Test - Conflict: Desert Storm 2 : Conflict: Desert Storm 2

  • PS2
  • Xbox
Von Kommentieren

Ein gutes Jahr nach dem Erscheinen des Vorgängers, der bereits damals für reichlich Kontroverse sorgte, dürfen wir uns bei 'Conflict Desert Storm 2' für Xbox und PS2 erneut in Bagdads Krisengebiete stürzen und auch diesmal wieder mittels geballter Feuerkraft und taktischer Überlegenheit für Recht und Ordnung sorgen. Ob Pivotal Games ein ehrwürdiges Sequel geschaffen hat oder es sich lediglich um eine Aufbereitung des ersten Teils handelt, erfahrt ihr im Review.
 

Auch bei 'Conflict Desert Storm 2' geht es im Irak erneut in die Vollen. Für all jene, die sich nicht näher mit dem Vorgänger auseinandersetzten, bietet sich mit dem äußerst umfangreichen und in vier Levels unterteilten Training die korrekte Startmöglichkeit. Spieler, die hingegen schon einmal mit ihrem Team den irakischen Wüstensand aufgemischt haben, dürften auch ohne das Training zurechtkommen. Bevor es dann endgültig losgehen kann, müsst ihr euch noch für einen von drei Schwierigkeitsgraden entscheiden, wobei jedoch gesagt sei, dass bereits der leichte Schwierigkeitsgrad nicht ganz ohne Tücken auffährt und für das erste Durchspielen längst genügen sollte. Die Anzahl der möglichen Speicherungen pro Level ist dabei vom Schwierigkeitsgrad abhängig, wobei schon bei der leichten Schwierigkeitsstufe je Abschnitt nur eine Speicherung zur Verfügung steht, die, bei korrekter Benutzung, allerdings genügen sollte.

Bagdad zum Zweiten
Storymäßig befinden wir uns im Jahre 1991, inmitten den Geschehnissen des damaligen Golfkrieges. Gewählt wird anfangs wie im Vorgänger zwischen zwei Spezialeinheiten, den britischen SAS und den amerikanischen Delta Force, die sich optisch zwar unterscheiden, aber spielerisch dieselben Möglichkeiten bieten. Habt ihr eure Entscheidung getroffen, kann es auch schon losgehen. Vor jeder Mission bekommt ihr eure Ziele anhand von teils komplexen Karten zugeteilt, die aber erfreulicherweise auch während des Spielens eingesehen werden können und stets den aktuellen Stand eurer Mission preisgeben. Die Vorgehensweise ist dabei nicht zwangsweise so linear, wie es anfangs den Eindruck erweckt. Ihr habt zwar eure Befehle und meist keine andere Möglichkeit, als dem Levelverlauf linear zu folgen und die Missionen regelrecht abzuarbeiten, bekommt dafür allerdings in vielerlei Situationen wiederum die Möglichkeit, frei zu entscheiden, welche Aufgabe Priorität hat.

In den 14 Levels muss dabei auch keineswegs auf Abwechslung verzichtet werden, da die Aufgaben dem typischen 'Milsim-Standard' entsprechen und folglich vom gezielten Vernichten feindlicher Raketenstellungen, dem Entschärfen von chemischen Sprengköpfen, dem Befreien gefangen genommener Kameraden, bis hin zum Eindringen in streng geheime Basen eine Vielzahl an individuellen Missionen enthält, die sich selbst bei ähnlichem Inhalt dank der unterschiedlichen Begebenheiten stets anders spielen. Benutzer der Xbox-Version dürften sich erst recht freuen zu hören, dass per Xbox Live schon bald Content in Form neuer Levels zum Download bereitstehen und somit selbst nach dem Beenden zum erneuten Spielen locken sollte. Bis auf den Xbox Live-Support unterscheiden sich die beiden Versionen zumindest aus spielerischer Sicht jedoch nicht, auf die technischen Unterschiede kommen wir später noch zu sprechen.

Mehrspieleraction pur
Exakt wie beim Vorgänger enthält auch 'Conflict Desert Storm 2' wieder den sehr kurzweiligen 'Cooperative'-Spielmodus, der auf beiden Systemen zeitgleich bis zu zwei Spieler im selben Team in den Einsatz schickt. Gespielt wird dabei die Kampagne des Einzelspielermodus ohne jegliche Veränderungen. Praktisch auch, dass ihr Spielstände des Singleplayer laden könnt, um euch der aktuellen Mission zu zweit zu widmen und nicht erneut vorn beginnen zu müssen. Beide Spieler steuern dabei jeweils einen weiteren Kameraden und geben diesem Befehle. Leider lassen sich die Charaktere jedoch nicht tauschen, was bedeutet, dass der erste Spieler jeweils mit dem Spezialist für schwere Waffen und dem Team Leader unterwegs ist, während der zweite Spieler den Scharfschützen und den Sprengmeister zur Seite gestellt bekommt. Nichtsdestotrotz weiß der Modus auf ganzer Linie zu gefallen und kann besonders bei eingefleischten Mehrspielerfans trumpfen, da er sich ganz genau wie der Einzelspielermodus spielt.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel