02.07.2012 - Thomas Weise
Das Abenteuer beginnt für den Vogelfänger und Magiedilettanten Geron aus Andergast höchst unerfreulich: Er wird mit dem Kopf in einen Schweinetrog gesteckt! Doch das ist tatsächlich noch sein geringstes Problem. Denn ihm wird das Eichenblatt abgenommen, das er zum Gewinnen der königlichen Queste benötigt. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, lastet scheinbar auch noch ein Fluch auf ihm, der das ganze Königreich ins Unglück stürzen soll. Denn genau das hat ihm ein Seher vor 13 Jahren prophezeit, bevor dieser auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
Wenn die Andergaster Bewohner ihn auch deshalb meiden, so ficht es Geron doch nicht besonders an. Er will unbedingt die Queste gewinnen. Und dabei greift ihr ihm dann unter die Arme. Obwohl ihm dieser kleine Erfolg letztendlich beschieden ist, bringt er die folgenden unglücklichen Ereignisse erst ins Rollen. Geron wird verstrickt in eine abenteuerliche und gefährliche Suche, die ihn nicht nur bis in die von Orks bevölkerten Blutzinnen, sondern in noch viel seltsamere Gegenden führt. Schon zu Beginn muss er eine - möglicherweise fatale - Entscheidung treffen.
Denn im Auftrag seines Ziehvaters soll er eine Fee suchen, die er allerdings umbringen soll, wenn er sie gefunden hat. Geron weigert sich und so begleitet ihn Nuri, so der Name der Fee, durch den größten Teil des Spiels, während sie gemeinsam nach einer Alternative suchen, die zum Untergang verdammte Welt zu retten. Nuri steht Geron dabei mit Zaubern und ihrem naiven Charme zur Seite und während die beiden tiefer und tiefer in die Geschicke der Welt verstrickt werden, kommen sie sich immer näher.
Die Geschichte kommt zwar recht langsam in Gang, nimmt sich dadurch aber viel Zeit für die Hauptcharaktere, die dem Spieler so richtig ans Herz wachsen. Das ist auch einer der ganz großen Pluspunkte von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten im Vergleich zu anderen Adventures. Hier fiebert ihr nicht nur mit, wenn die Protagonisten in Gefahr geraten, sondern seid vor allem auch tief berührt, wenn Geron die gutgläubige Nuri wieder einmal, wenn auch zu ihrem eigenen Besten, anlügen muss. Neben der toll und detailreich erzählten Geschichte sind es vor allem diese Momente, die euch an den Bildschirm fesseln. Und mit guten 15 Stunden habt ihr da auch einiges zu tun.
Die Geschichte ist denn auch das, was DSA-Fans an diesem Spiel reizen kann. Es ist eher eine Umsetzung der Romane zur DSA-Reihe als des Pen-&-Paper-Rollenspiels. Dass die Entwickler aber Kenner der Materie sind, bemerkt ihr an allen Ecken und Enden. So fließen neben vielen bekannten Orten Aventuriens auch eine Menge Details, wie die Schweine in Andergast, dessen Wappen und die Götternamen nicht nur ins Spiel, sondern auch in die Rätsel ein. Sogar die Orksprache wurde in das Spiel integriert. Spieler, die nicht die geringste Ahnung von diesem altehrwürdigen Rollenspiel haben, können das Szenario einfach als Fantasy-Welt wahrnehmen und genießen. weiter...
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Kommentare zu Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten
ende
hmm das letzte n4s das ich gut fand war most wanted
die meisten anderen daedalic adventures hatte ja durchaus befriedigende abschlüsse. whispered world oder edna zb. ok deponia kommt ja noch ein teil wenn sie nicht bankrott gehen 8[...
Generell sind die Enden in Videospielen zu 95% absoluter Mist. Ich habe dieses Jahr einige durchgespielt und das beste Ende hatte - Achtung jetzt wirds lustig - Need for Speed The Run
Ja wirklich, da war das Ende wirklich gut gemacht und hatte einen längeren Abspann (Ingame-Grafik) und dann sogar noch 3min. Outro mit FMV-Sequenz und stimmiger Musik.
ende
ich stimme dem test in allen punkten zu. nur der "10 sekunden" abspann am schluss ist mist 8[ da hätten schon 3-4 standbilder mehr viel herrausgeholt. scheint das jahr der schlechten enden zu sein siehe masseffect 3. das hat mich etwas enttäuscht...