Test - Deus Ex : Deus Ex

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New York in gar nicht allzu ferner Zukunft. Grosse Teile der Menschheit wurden vom Grauen Tod, einem tödlichen Virus, dahingerafft und die Kriminalität nimmt überhand. J.C. Denton ist frisch gebackener Agent der UNATCO, einer staatlichen Sicherheitsorganisation, bei der auch sein Bruder Paul arbeitet. In deren Auftrag soll er den Handel der Droge Ambrosia und die Aktivitäten der Terrororganisation NSF unterbinden. Doch schon nach kurzer Zeit fallen ihm einige Ungereimtheiten auf, und auch Paul weckt immer mehr Zweifel in ihm, ob die UNATCO nicht doch ganz andere Ziele verfolgt.

Mit der Zeit stellt er fest, dass auch noch andere Organisationen ihre Finger im Spiel haben, wie Majestic-12, die angebliche Katastrophenschutzorganisation FEMA, aber auch andere Terrororganisationen, die weltweit operieren. Der Gedanke an eine Konspiration, auf welcher Seite auch immer, liegt also nicht fern. Wie schon ein gewisser Fox Mulder immer zu sagen pflegt: "Die Wahrheit liegt irgendwo da draussen", was in dem Falle New York, Hongkong, Paris, eine unterseeische Basis und sogar Area-51 bedeutet.

Deus Ex ist ein 3D-Action-RPG von Ion Storm und Eidos Interactive. Wie ihr sicher schon vermutet, übernehmt ihr die Rolle von J.C. Denton. Gleich zu Beginn des Spieles lernt ihr auch gleich einen Teil des Rollenspielaspektes von Deus Ex kennen. Dort legt ihr den ersten Grundstein für die weitere Entwicklung von J.C., indem ihr sein Aussehen verändert und einige Punkte seine Fähigkeiten zuteilen könnt. Diese bestehen sowohl aus Waffenfertigkeiten als auch anderen, wie z. B. Elektronik oder Computerwissen. Diese erste Auswahl ist nicht ganz unwichtig, denn Deus Ex kann auf unterschiedliche Art und Weise gespielt werden.

Ihr könnt euch euren Weg mit Waffengewalt bahnen, aber dazu gleich eine Warnung: Die Gegner schiessen gut, Munition und Medikits sind sehr knapp. Shooter-Freunde werden hier nicht viel Freude dran haben. Die andere Alternative ist, sich den Weg unter Umgehung der Feinde zu erschleichen, Computer zu hacken und so des Rätsels Lösung näher zu kommen. Allen dazwischen liegendenden Varianten steht ebenfalls nichts im Wege, ganz nach euren persönlichen Vorlieben.

Und da sind wir gleich schon bei dem faszinierendsten Aspekt von Deus Ex. Für alle Probleme und Aufgaben gibt es grundsätzlich mehrere Lösungen und Wege. Ob ihr ein Gebäude durch den Vordereingang stürmt oder heimlich die Schlösser und Sicherheitseinrichtungen austrickst, oder einen alternativen Weg ins Gebäude sucht, alles ist möglich. Dazu trägt auch bei, dass die Spielwelt sehr realistisch und interaktiv dargestellt wird. Nahezu alle Gegenstände können bewegt oder benutzt werden, Scheiben können eingeschlagen und Türen gesprengt werden.

15 Hauptmissionen mit vielen Sekundärzielen habt ihr im Verlauf der spannenden und dichten Story zu lösen, die übrigens jederzeit logisch und nachvollziehbar ist. Die Missionen sind dabei sehr abwechslungsreich und teilweise recht knifflig. Gegner ausschalten, Geiseln befreien, Sicherheitsanlagen ausschalten oder umgehen, Informationen beschaffen, um nur einige wenige zu nennen. Die Art und Weise, wie die Missionen gelöst werden, hat erfreulicherweise ebenfalls Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Spieles.

Auch die Gespräche mit den vielen NPCs, die eigentlich immer in Bewegung sind und ihrem Tagewerk nachgehen, spielen eine grosse Rolle, denn auch von ihnen erhält man den einen oder anderen interessanten Hinweis. Die Gespräche, die zum Teil mit Multiple-Choice-Antworten gewürzt werden, haben mitunter aber auch ihre Auswirkungen innerhalb der Geschichte. Die deutsche Version verfügt übrigens über eine exzellente englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Einige Dialoge laufen automatisch als Zwischensequenz in der Spiel-Engine ab.

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