Test - Enemy Territory: Quake Wars : Shooter mit Multiplayer-Schwerpunkt

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Fast ein Jahr hat es gedauert, bis der Team-Shooter 'Enemy Territory: Quake Wars' für die aktuelle Konsolengeneration umgesetzt wurde. Ob der Zahn der Zeit unerbittlich an dem Actionspiel genagt hat oder der alte Glanz erhalten werden konnte, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Wir erinnern uns kurz: Im Vorfeld der PC-Veröffentlichung standen die Vorzeichen für eine Machtübernahme im Genre gar nicht mal so schlecht. Immerhin haben die Jungs von Splash Damage ihre Finger im Spiel, die in der Vergangenheit mit 'Enemy Territory' unter Beweis gestellt haben, dass sie ihr Handwerk verstehen. Die PS3-Fassung portierte jedoch das Team von Underground Development (ehemals Z-Axis) mit Splash Damage als Beobachter und helfender Hand. Zudem ist das Spiel im beliebten 'Quake'-Universum angesiedelt, wo bekanntermaßen im Hintergrund die Shooter-Gurus von id Software die Strippen ziehen. Was soll da eigentlich noch schief gehen? Verpacken wir die Antwort mal in eine abgedroschene, aber dennoch sehr treffende Phrase: Zu viele Köche verderben den Brei. Okay, der besagte Brei ist immer noch sehr wohlschmeckend. Jammern auf hohem Niveau? Schauen wir uns das mal näher an.

Enemy Territory: Quake Wars

Intergalaktische Schlachten

Wie bei den Genre-Konkurrenten 'Battlefield 2' & Co. gibt es auch in 'Enemy Territory: Quake Wars' keine tief greifende Story. Im Blickpunkt steht der blutige Konflikt zwischen den Streitkräften der Menschen (GDF) und den grotesk wirkenden Alien-Invasoren - auch Strogg genannt. Mehr braucht es eigentlich auch nicht, um ein halbwegs solides Fundament für zahlreiche Schlachtfelder zu bieten. Von denen gibt es insgesamt ein Dutzend, die über den gesamten Erdball verteilt sind. Je nach Spielmodus sind die Karten zu vier Kampagnen gepackt worden, die euch auf einen konkreten Kontinent wie Nordeuropa oder Nordamerika führen.

Nun ja, Kampagne klingt im ersten Moment sehr gehaltvoll, doch das täuscht. Es handelt sich dabei lediglich um die Aneinanderreihung von drei Karten, die ihr nacheinander abklappert - mehr ist da nicht. Mehr war auch schon beim Vorgänger nicht zu holen. Schade, dass die Entwickler von Underground Development die zusätzliche Zeit nicht genutzt haben, um zumindest für die PS3-Version etwas für Solisten zu bieten. Teilweise ist sogar das Gegenteil der Fall: Nicht selten hatten wir beim Spielen das Gefühl, dass die Bot-KI einen Tick dämlicher agiert als noch in der PC-Fassung. Immerhin geht die Steuerung per Controller erfreulich gut von der Hand und entspricht von der Belegung her dem Shooter-Standard. Vor allem das Anvisieren der Gegner fällt sehr leicht, was in hektischen Situationen hilfreich ist.

Bleiben wir kurz noch bei der Kampagne: Egal, ob ihr diese mit beziehungsweise gegen KI-Soldaten oder via Netzwerk und Internet mit anderen Spielern in Angriff nehmt - das Prinzip bleibt stets gleich. Die Fraktion, die mehr Siege davonträgt, gewinnt auch die Kampagne. Eine weitere Besonderheit der Kampagne ist die Verwaltung von Erfahrungspunkten. Jeder Soldat erhält durch bestimmte Aktionen wie zum Beispiel getötete Feinde, geheilte Kameraden oder eroberte Einstiegspunkte Erfahrung. Je mehr ihr davon sammelt, desto höher steigt ihr im Rang auf und schaltet auf diese Weise neue Fähigkeiten frei. Dazu zählt unter anderem die Fähigkeit, länger zu rennen oder mit dem Raketenwerfer einen Gegner schneller in die Zielerfassung zu nehmen. Das bringt zusätzliche Motivation ins Spiel. Jetzt zum angesprochenen Unterschied: Im Verlauf der Kampagne werden die Erfahrungspunkte und Ränge bis zur letzten Karte beibehalten. Bei dem Spielmodi "Ziele" und "Stopwatch" verfallen diese nach jeder Partie. Im ersten Momentan klingt das nach einem Ärgernis, sorgt aber auf der anderen Seite stets für ausgeglichene Startbedingungen.

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