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Final Fantasy XIII-2 - Review

Zu Beginn werden alle alten Fans für ihre Treue belohnt: Findet Final Fantasy XIII-2 einen Speicherstelle des Vorgängers auf der Konsole, erhaltet ihr unter anderem spezielle Raritäten im Spiel. Serieneinsteiger sollten vor dem Start den Menüpunkt ″Vorgeschichte″ auswählen. Darin könnt ihr die gesamte Vorgeschichte Kapitel für Kapitel nachlesen, begleitet von den jeweils passenden CGI-Szenen – allerdings sehr unspektakulär präsentiert.

Weitaus atemberaubender legt das Hauptspiel los: Die actionreiche Einstiegssequenz in Walhalla – einem surrealen Ort am Ende der Zeit – kannten wir bereits aus der E3-Demo und den Anspielsitzungen der letzten Monate, von denen wir bereits ausführlich berichteten. In von Square Enix gewohnt hochklassigen CGI-Szenen kämpft die frühere Hauptfigur Lightning gegen den neuen ″Bösewicht″ Caius. Ein langhaariger Antagonist, der mit seinem unbestreitbaren Charisma eine der größten Lücken des letzten Teils stopft: Endlich wieder ein interessanter Gegner. An Legenden wie Sephiroth oder Kefka kommt er zwar nicht heran, im XIII-2-Reigen stellt er jedoch neben Lightning den markantesten Charakter dar.

Verzweifelt gesucht: Spannung

Leider wird Lightning nach der spektakulären Auseinandersetzung auf die Ersatzbank geschickt und ihre weitaus konturlosere Schwester Serah rückt ins Schweinwerferlicht. Zusammen mit dem ähnlich blassen Neuzugang Noel, der 700 Jahre aus der Zukunft kommt, macht sie sich auf die Suche nach Lightning. Unterwegs werden ein paar Probleme in der Zeitlinie gelöst, aber ansonsten war das bereits alles, was Final Fantasy XIII-2 an Handlung zu bieten hat. Die Geschichte plätschert größtenteils so uninspiriert vor sich hin, dass selbst die spärlichen Wiedersehen mit alten Bekannten wie Hope oder Snow seltsam emotionslos vorüberziehen.

Einzig das typisch japanische, kitschig-übertriebene Schauspiel vermag Fans dieses Stils noch ab und an zu motivieren. Wer sich aber schon mit der Geschichte des Vorgängers nicht anfreunden konnte, der wird von dem simplifizierten Geschehen im Nachfolger ebenso wenig mitgerissen. Ein Glück, dass die guten (englischen) Sprecher und die hervorragende Musikuntermalung viele Szenen aufwerten und Dramatik selbst dort zu vermitteln vermögen, wo es die Handlung versäumt. Stilistisch werden alle Fesseln gesprengt und euren Ohren wird sowohl mit traditionell klassischen als auch angenehm poppigen und harten elektronischen Tönen geschmeichelt.

Final Fantasy XIII-2 - Clash of Time Gameplay Trailer

Rollen-Spiel

Die Kampfmusik besitzt zwar nicht den kultigen Wiedererkennungswert alter Final-Fantasy-Teile, schlägt sich aber gut und geht vor allem niemals auf die Nerven. Die Kämpfe selbst wurden hingegen mutig erweitert: Feinde tauchen nun zufallsgesteuert auf und fordern von euch, sie möglichst schnell mit einem Hieb eurer Waffe anzugreifen. Eine Art Uhr, Mogronometer genannt, zeigt euch, wie gut ihr wart: Erwischt ihr die Gegner, während der Zeiger noch im grünen Bereich ist, gehört euch im eigentlichen Kampf der erste Angriff. Im gelben Bereich müssen beide Seiten warten, bis ihr Aktionsbalken aufgeladen ist, bevor sie handeln können. Ist der Zeiger komplett durchgelaufen, wird euch die Möglichkeit genommen, einen Kampf noch mal neu zu beginnen. weiter...

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Kommentare zu Final Fantasy XIII-2

  • ein zweites mal gewogen und immer noch für zu leicht befunden

    Der zweite Aufguss von Final Fantasy XIII macht zwar einiges besser als sein Vorgänger, aber auch vieles immer noch genauso schlecht und manches sogar noch schlimmer.

    Mit den beiden Hauptcharakteren bin ich bis zum Schluß nicht warm geworden, dass liegt zum einen an der hahnebüchenen Story um Zeitreisen und den Verlust geliebter Menschen, zum anderen verstricken sich die beiden ständig in mit Fremdscham behafteten Konversationen.

    Die Story ist wie gesagt an den Haaren herbei gezogen, verworren und lässt mich ganz allgemein kalt.

    Das Gameplay wurde etwas verbessert. Paradigmenwechsel gehen flotter und lassen sich noch schnell vor einer gegnerischen Attacke wechseln. Zudem macht das Monster sammeln und trainieren á la Pokemon wirklich Spass. Leider bin ich trotzdem nur der Kampfcoach und muss aufgrund der geringen Schwierigkeit einfach nur immer wieder meine Standardaktionen ausführen und hin und wieder das Paradigma wechseln.

    Wenn sich beim nächsten Final Fantasy nicht grundlegend was am Gameplay tut, müssen wir eine weitere epische Spielesaga zu Grabe tragen.

  • "Ein Glück, dass die guten (englischen) Sprecher und die hervorragende Musikuntermalung viele Szenen aufwerten und Dramatik selbst dort zu vermitteln vermögen, wo es die Handlung versäumt. "

    Das ist sarkastisch gemeint oder?^^ Ich finde die Sprecher richtig schlecht. Es wird fast nur eintönig gesprochen, selbst in Actionszenen. Und der Soundtrack von Charice ist einfach schrecklich. Vielleicht ist es nur persönlicher Geschmack aber gerade der Klang dieses Spiels hätte wesentlich besser sein können. Schade auch, dass man nicht auf die japanische Sprachversion umschalten kann.

  • Zitat von »trick93«
    Der Turm von Augustia ist allerdings eines der uninspiriertesten und nervigsten Levels, die ich in Spielen der letzten Jahre so erleben durfte :(

    Dann wird es dich freuen zu hören, dass der Turm nicht nur ein Mal auftaucht. ;)

  • Dieses Review ist fast wie das von FF-XIII : alles irgendwo und irgendwie bemängelt... gefallen hat mir der Teil trotzdem, fand es sogar richtig gut, trotz etwas schlechtere Kritik. Denk mal des der Zweite auch nich perfekt sein wird, aber das ist doch alles eh ein wenig Geschmackssache. Hole ihn mir auf jeden Fall :)

  • Bisher (so nach ca. 10h) finde ich es eigentlich recht cool und besser als den Vorgänger. Der Turm von Augustia ist allerdings eines der uninspiriertesten und nervigsten Levels, die ich in Spielen der letzten Jahre so erleben durfte :(

  • Final Fantasy ist auch noch erfolgreich :)

  • Zitat von »Climbu«

    Der Punkt ist einfach der: Die Japaner haben es wieder einmal versäumt, rechtzeitig echte neue Ideen in ihre Games einzuarbeiten. Wenn man eben 15 Jahre lang immer das gleiche abliefert (oder sogar schlechter) muss das irgendwann scheitern.


    Zelda gibts seit 25 Jahren, und es ist nach wievor erfolgreich, obwohl es im großen und ganzen immer dasselbe ist, wobei in Skyward Sword RPG - Elemente eingeflossen sind, wie Items verbessern und Ausdauer.

  • Avatar von Climbu (Gast)

    @blade01:

    Entschuldige, aber dein Kommentar ist Haarspalterei (um nicht zu sagen Quatsch). Klar kann man RPGs miteinander vergleichen, völlig egal woher die kommen. Japanische Devs hatten letztes Jahr selber schon gesagt, das sie es bedauern den Anschluss an moderne westl. RPGs verpasst zu haben. Bin jetzt zu faul das rauszusuchen, im Zweifel halt googeln.

    Genauso wie man einen Ferrari mit nem Trabbi vergleichen kann, prinzipiell sind beides Autos mit vier Rädern, mit denen man fahren kann. Wobei die Analogie mit den RPGs auch hinkt, man müsste hier Ferrari mit Porsche vergleichen, beides Sportwagen - nur aus unterschiedlichen Ländern.
    ;)

  • @Climbu

    Allein dein Vergleich zwischen Japan-RPG und West-RPG ist schon etwas seltsam.Schonmal die 2 Richtungen verglichen?JAP-RPG richtet sich ja an ganz andere Gruppen und ist grundversch.Um etwas zu vergelichen muß beides erstmal die gleiche Basis haben.Ich kann auch sagen ein trabbi ist langsamer als ein Ferrari, der Vergelich entbehrt aber einfach jeglicher Grundlage weil einfach NICHTS zwischen den beiden dingen zu vergelichen ist.

    Klassisches Japan RPG hat seine Liebhaber(mich z.b.) und je mehr man "modernisiert" desto weniger interressiert man sich als Fan dafür.Nun muß der Entwickler halt abwägen was ihm lieber ist.

  • Avatar von Climbu (Gast)

    Niemand hat was gegen Japan-RPGs. Gerade die FF-Reihe wusste in der Vergangenheit immer zu überzeugen, von Teil13 mal abgesehen.

    Der Punkt ist einfach der: Die Japaner haben es wieder einmal versäumt, rechtzeitig echte neue Ideen in ihre Games einzuarbeiten. Wenn man eben 15 Jahre lang immer das gleiche abliefert (oder sogar schlechter) muss das irgendwann scheitern.

    Westliche RPGs haben hier schon länger klar die Nase vorn, sei es in Sachen Story, Charakterdesign oder Kampfsysteme. Die tolle Grafik in FF13 hilft leider auch nicht über schwache Story und nervige Charaktere hinweg, welche in einer linearen Welt dem Ende entgegen stolpern.

    Schade, das 13-2 gerade in diesem Punkt nicht sehr viel besser zu machen scheint, Nebenmissionen und offene Spielwelt allein reichen heute nunmal nicht mehr aus um in der Oberliga mitzumischen.

  • Kommt drauf an was du als "früher" bezeichnest:
    87 kam Teil 1 raus, 88 gleich Teil 2.
    90 dann Teil 3, 91 Teil 4, 92 Teil 5.
    Zwei Jahre Pause, 94, Teil 6.
    Drei Jahre Pause, Teil 7.
    Zwei Jahre Pause, Teil 8.
    Dann 2000, Teil 9.
    2001 Teil 10, Final Fantasy Online
    2002 Teil 11
    2003 Teil 10-2
    Drei Jahre Pause: Teil 12
    Und last but not least:
    2009 Teil 13, 2010 FF Online 2, und 2011 13-2

    Fazit: Die FFs kommen auch nicht häufiger als früher.
    Von daher schieb ich die schuld nicht auf Enix (die Square übrigens nicht geschluckt haben sondern nur fusioniert sind). Zudem geschah die Fusion erst 2003, d.h. der Wegfall der Weltkarte bei FF X lag auf Squares Schultern.
    Das Problem ist hier, dass man einfach zwanghaft versuchte die Serie innovativ zu halten - und sich dabei in die falsche Richtung entwickelte, bzw sich zu japanisch hält.

  • Das geht so seit Square von Enix geschluckt wurde. Das erste was die machten war das Klassische ATB-Kampfsystem abzuschaffen, das Open World zu streichen und Linerarität einzuführen. Und andere Schreiber müssen die wohl auch haben... die Storys können jedenfalls nur noch selten überzeugen. Ganz zu schweigen davon das Enix die Marke regelrecht ausschlachten lässt. Kann mich nicht daran erinnern das wir früher jedes Jahr ein neues Final Fantasy in den Händen gehalten haben. Ganz Traurig...

  • Was soll ich nun sagen? Auf jeden Fall sehr schade, dass die Story nicht stimmt, war doch eigentlich die Story immer ein wichtiger Bestandteil früherer FFs! Als Fan muss ich mich wohl oder übel durch FFXIII-2 kämpfen.
    Merci für das Review, ich werde auf jeden Fall einen tieferen Preis abwarten, bevor ich mir das Game zulege. Warum schafft es Square-Enix nicht mehr, wirklich gute RPGs zu machen? Früher konnten sie mit "Secret of Mana", "Secret of Evermore" (seufz), "Illusion of Time" undundund nicht gut genug sein. Wirklich gute RPGs fehlen im Moment sowieso.

Informationen zu Final Fantasy XIII-2

Titel:
Final Fantasy XIII-2
System:
PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
Square Enix
Publisher:
Square Enix
Genre:
Rollenspiel
USK/PEGI:
Ab 12 Jahren / 16+
Spieler:
Offline: 1 / Online: -
Release:
03.02.2012
Off. Seite:
Watchlist:
In Watchlist eintragen

Systeminfos:

Xbox 360 PlayStation 3

  • 1 Spieler
  • HDTV 720p/1080i/1080p
  • in-game Dolby Digital

Features:

Xbox 360 PlayStation 3

  • offenere Spielwelt
  • Nebenmissionen
  • Quicktime-Events
  • Zeitspalt-Rätsel
  • Monster züchten
  • Zeitreisen

Titel aus der Serie:

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