Preview - H1Z1: Battle Royale : Royal mit Käse

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Sowohl Schatten als auch kleinere Gegenstände wie Poster an der Wand, Knäufe oder bestimmte Details in den Gräsern verändern sich in deutlich erkennbarem Radius oder tauchen sogar erst kurz vor der Nase auf. Für den Spielablauf relevante Objekte wie etwa herumliegende Waffen und Munitionspacks sind nicht davon betroffen. Die meisten liegen sowieso innerhalb der mannigfaltigen Gebäude, die ihr nach Gutdünken durchstöbert. Grafische Einschnitte bemerkt ihr erst auf dem freien Feld.

Im gleichen Kontext ist erwähnenswert, dass das Fernglas, das in der PC-Version sehr prominent ist und durchaus seinen Nutzen hat, in der PS4-Fassung fehlt. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die sowieso schon arg überbelegte Steuerung. All diese Einschnitte haben kaum Auswirkung auf den Spielspaß, garantieren aber eine Bildwiederholrate weit jenseits der 30 Zähler. Auf der PS4 Pro kommen zwar nie 60 Bilder pro Sekunde zustande, doch das Geschehen wirkt die meiste Zeit angenehm flüssig und ist deutlich besser spielbar als mit einer aufgezwungenen 30-fps-Grenze.

Nervige Physik, fummelige Steuerung

Apropos Steuerung: Die kann ganz schön nerven. Da Tastaturen auf Konsolen nicht zum Standard gehören, musste das Joypad mit etlichen Doppelfunktionen belegt werden. Das kurze Drücken eines Knopfes löst eine andere Aktion aus als das Gedrückthalten desselben. Das macht den Unterschied aus zwischen dem Werfen einer Granate und dem Zielen beziehungsweise ob man ein Medipack benutzt oder wegwirft. In ruhigen Situationen kommt man damit gut zurecht. Im hektischen Kampf kann es jedoch ärgerlich sein, wenn man seine Heilungsressourcen wegwirft, statt sie zu verwenden, weil man den zugehörigen Knopf einen Moment zu lange gedrückt hielt.

Gewöhnungssache, wenn auch anfänglich ebenso fummelig wie die arg träge Ausrichtung des Fadenkreuzes per Analogstick. Nun ja, das gilt für die Standardeinstellung. Zum Glück dürft ihr die Empfindlichkeit der Steuerung anpassen. Sonst wäre das fast schon ein K.o.-Kriterium, denn viele der Schussgefechte finden aus der Distanz statt. Versucht mal mit der Standardeinstellung einen grashalmbreiten Pixelhaufen in 30 Metern Entfernung zu treffen. Da bekommt ihr einen mächtig dicken Hals!

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Physik, die in manchen Situationen extrem empfindlich reagiert und in anderen gar nicht. Jeder kleine Stolperstein schleudert euer Quad auf die Seite oder wirft eure Cop-Kutsche aufs Dach. Aber wenn fünf Zentimeter neben einem Quadpiloten eine Granate hochgeht, passiert überhaupt nichts. Ernsthaft jetzt? So ein Käse!

H1Z1 - Auto Royale Overview Trailer
Der zweite Trailer zu "Auto Royale" gibt euch einen guten Überblick über den neuen Modus in H1Z1.

Überhaupt erscheint die Welt an vielen Stellen viel zu statisch und fällt durch wiederholt eingesetzte Szenarien negativ auf. Auf der Weltkarte findet man beispielsweise mindestens viermal exakt denselben Campingkreis mit ausgebrannten Wohnwagen. Das fällt nicht nur unter suboptimale Gestaltung, sondern verwirrt auch bei der Orientierung. Ein unnötiges Detail, wenn man mal bedenkt, wie viel Mühe und Zeit die Entwickler in zahllose Personalisierungsgegenstände gesteckt haben.

Dröflzig Helme, Schuhe und Waffen-Skins dürft ihr gegen Geld erwerben oder aus Loot-Kisten holen, was grundsätzlich nicht verwerflich ist. Von irgendwas müssen die Entwickler ja leben, wenn der Rest des Spiels kostenlos ist, und ein Kaufzwang zwecks spielerischen Vorteil besteht nicht. Ein wenig mehr Mühe bei der Landschaftsgestaltung hätten wir trotzdem gerne gesehen. Die PC-Version zeigt, dass sich an der aktuellen Gestaltung leider nichts ändern wird. Was aber nachrücken dürfte, sind weitere Maps.

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