Preview - Halo: ODST : Nicht viel Neues, aber trotzdem geil

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Allzu viel dürfte sich seit der E3 bei Bungie nicht getan haben, denn Brian Garad und CJ Cowen von Bungie zeigten uns auf der gamescom anscheinend denselben Spielausschnitt. Aber dazu gibt es bereits mehr Details.

Das Spiel startet in der Mitte von Halo 2. Wir schreiben das Jahr 2552, der Masterchief hat in New Mombasa in Kenia bereits ordentlich umgerührt. Als er die Stadt verlässt, ist aber noch immer eine große Covenant-Invasion im Gange. Doch zum Glück kann die UNSC noch eine andere Sondereinsatztruppe vom Himmel schütteln: Die Orbital Drop Shock Trooper (ODST). Gleich am Anfang sehen wir noch, wie alle unsere Squad-Mitglieder, um einen grünen Tisch vereint, den Einsatz planen.

Dann kommt der Einsatzbefehl. Auf dem Weg zum HEV, dem Human Entry Vehicle, einer Ein-Mann-Landekapsel, hält uns noch eine schicke Kameradin auf und verlangt vom Rookie, wie die Spielfigur benannt ist, dass er auf sich aufpassen soll. Der weibliche Aufputz war auch nötig, denn irgendwie erinnert hier einiges nicht nur an Halo, sondern auch an Killzone 2. Und natürlich geht auch in Halo ODST die Landung schief, das HEV wird getroffen, wir schlagen hart am Boden auf und Rookie ist sechs Stunden lang bewusstlos. Da das Ganze aber zum Glück nicht in World of Warcraft passiert und wir nicht beinhart in Echtzeit sechs Stunden warten müssen, geht's auch gleich weiter. Nur wo sind jetzt bloß die Kameraden? Und was wurde aus der Mission?

Da kommen wir auch gleich zum Hauptziel des Spiels: Unsere Aufgabe ist es Dutch, Romes, Mickey und Buck wiederzufinden. Und das bedeutet, dass wir das ganze Spiel über allein unterwegs sein werden. Finden wir irgendwo einen Hinweis, wie ein gelb markiertes Teil einer ODST-Rüstung, erleben wir einen damit verbundenen Flashback aus der Perspektive eines der Gesuchten und erfahren dadurch neue Anhaltspunkte für die weitere Suche. Solche und andere Hinweise, die uns etwa den Weg weisen, sind dabei immer mit einer auffälligen Farbe markiert. Unsere größte Hilfe ist allerdings der Superintendent, mit dem wir nach der Aktivierung eines Telefons ständig verbunden sind.

Halo 3: ODST - GC 2009 Stand-Video
Felix hat sich zum Microsoft-Stand vorgekämpft, um ein paar Runden Halo 3: ODST zu zocken.

Da uns als ODST aber nicht so überlebenswichtige Extras wie regenerierende Schilde zur Verfügung stehen und wir auch Riesenstürze nicht wie der Masterchief überleben, heißt es, von der gewohnten Halo-Kampftaktik Abschied nehmen. Und so müssen wir dem Science-Fiction-Rambo ein bisschen Stealth-Taktik beibringen. Allerdings nicht in dem Ausmaß eines Splinter Cell etwa. Es überlebt sich aber einfach besser, wenn man nicht direkt auf die rot umrandeten Figuren zuläuft, sondern sie aus der Ferne oder von hinten unter Beschuss nimmt.

So versteckte sich der Rookie in der Präsentation erst hinter einem Fahrzeugwrack, bevor er eine Patrouille unter Beschuss nahm. Und ein paar Straßen weiter schlich er gar um ein Auto herum, auf dessen anderer Seite ein paar Kreaturen vorbeigingen, und überraschte sie dann von hinten. Wie gesagt: Den Übersoldaten gibt es nicht mehr. Auch übrigens die bunte Halo-Welt. ODST ist ziemlich dunkel und deutlich düsterer. Und die musikalische Untermalung von Bungie-Hauskomponist Martin O´Donnell trägt das Ihre dazu bei. Dem Spiel, das ab dem 22. September 2009 erhältlich ist, liegen zwei Disks bei. Eine Spieldisk mit der neuen Kampagne und die zweite für den Mehrspielerteil, für den es 24 Karten geben soll. Anspielen konnten wir den leider noch nicht.

Fazit

Hans Schneeweiss - Portraitvon Hans Schneeweiss
Halo ODST ist nicht nur ein weiterer Halo-Shooter. Durch das Fehlen der Superkräfte des neuen Helden sind wir gezwungen, mehr Taktik in die Ballerei einzubringen. Das erfordert zwar vielleicht die eine oder andere Überlegung, tut dem Spiel aber recht gut. Und Masterchief hin oder her: Spielen werden wir es trotzdem. Denn bis zum angekündigten richtigen vierten Halo dauert es noch ein Jahr.

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