Test - Ikaruga : Ikaruga

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Auf der Dreamcast seit längerem in der japanischen Version erhältlich, gelingt ’Ikaruga’ nun über Atari (ehemals Infogrames) der Durchbruch auf Nintendos Gamecube in PAL-Gefilden. Von den meisten Arcade-Profis als Shooter der Spitzenklasse angesehen, haben wir uns dem Titel gestellt und in Erfahrung gebracht, ob er auch auf Nintendos Plattform eine gute Figur macht.

Ikaruga
Das Vergnügen beginnt: die erste Stage.

Ein Shooter der Spitzenklasse
Bei dem neuesten Spiel von Treasure steuert ihr wie in vergleichbaren Vertikal-Shootern ein Raumschiff aus der Vogelperspektive, das stets in Richtung oberer Bildschirmrand fliegt. Die Faszination an ’Ikaruga’ macht dabei sicherlich die besondere Vorgehensweise aus: Anstatt euch einfach durch intelligentes Manövrieren und Ballern durch die Stages zu kämpfen, müsst ihr stets noch ein Auge auf eure Fighterfarbe werfen. Euer Raumschiff besteht nämlich aus zwei Decks, von denen das eine Weiß und das andere Schwarz gefärbt ist. Der Sinn dahinter besteht darin, dass die Geschosse eurer Feinde und diese selbst genauso in einem der beiden Farbtöne gehalten sind und euch bei gleicher Farbwahl nichts anhaben können. Je nachdem, welches Deck ihr gerade nutzt, seid ihr infolgedessen immun gegen die gleichfarbenen Geschosse und Fighter der Gegner. Durch das ständige Umherschalten zwischen den Decks entsteht ein ganz neues Spielerlebnis, das jede Menge Action und Hektik bringt, doch auch vor allem große Aufmerksamkeit seitens des Spielers erfordert. Anders als bei gängigen Shootern, gibt es bei Ikaruga keine Upgrades für den Fighter. So wird stets mit der primären Kanone geschossen, wobei auch noch bei genügend abgeschossenen Feinden auf die automatisch justierten Raketen zurückgegriffen werden kann.

Ikaruga
Jetzt ist Vorsicht geboten.

Alles, was das Shooter-Herz begehrt
Als Spielmodi gibt es nebst der normalen Spielart, in der ihr euch genretypisch durch etliche Stages kämpft, auch noch den ’Arcade’-Modus sowie das Tutorial und die Möglichkeit, mittels ’Practice’ in den Stages zu üben. Wie bei jedem guten Shooter üblich, muss auch bei ’Ikaruga’ nicht auf einen Mehrspielermodus verzichtet werden. Zwei Spieler können so Seite an Seite gemeinsam durch die Stages schreiten und der Gegnerbrut mächtig einheizen. Was das Spielangebot betrifft, ist also für genügend Spielstoff gesorgt. Um die Motivation auch noch etwas aufrecht zu halten, gibt es dann sogar weitere Spielmöglichkeiten, die sich durch Erfüllen bestimmter Ziele freischalten lassen.

Ikaruga
Euer erster Endboss.

Für Anfänger ungeeignet
Obwohl viele GameCube-Besitzer wohl alles andere als geübt in diesem klassischen Genre sind, ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch ausgefallen. Selbst auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe zeigt sich bereits ab Mitte des zweiten Stages ein deutlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrades. Unzählige Gegner, die einen konstant mit Geschossen eindecken, fordern des Spielers Fähigkeiten aufs Äußerste und setzen Erfahrung im Bereich Shooter voraus. Wer hier nicht rechtzeitig zwischen den Deckfarben umschaltet und gekonnt ausweicht, kann sich eines fehlenden Lebens bereits jetzt sicher sein. Selbst absolute Fans des Genres dürfen sich auf eine besondere Herausforderung freuen, spätestens beim Durchspielen ohne Credits an ihre Grenzen stoßen und um etwas Training nicht herum kommen.

 

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