06.07.2012 - Michael Zeis
Die Ausgangssituation ist vielversprechend: Unser Held Davis Russel muss mit ansehen, wie die Erde von scheinbar außerirdischen Invasoren in Trümmern gehauen wird. Dabei geht seine Frau drauf und seine Tochter wird entführt. Fortan macht sich der Ex-Cop mit seinem Partner auf die Suche nach dem Mädchen und sieht sich schon früh mit den Fähigkeiten der sogenannten Lutadoren konfrontiert: Nach Lust und Laune ändern diese die Schwerkraft – unter anderem mit einem Gerät namens Gravlink. Genau dieses spannende Maschinchen schnallen sich unsere beiden Helden alsbald selbst um und toben sich auf einem riesigen Gravitationsspielplatz aus, der früher mal die Erde war.
Dieses Grundkonzept klingt simpel, bietet aber jede Menge Möglichkeiten für einen mitreißenden Handlungsverlauf und coole Dialoge zwischen den beiden Partnern. Doch offenbar fehlte den Entwicklern ein fähiger Schreiber, denn die Dialoge bleiben das gesamte Spiel über nichtssagend und die Figuren entwickeln nicht mal genug Profil, um ihre Klischees zu erfüllen. Die Geschichte versteht es zu Beginn noch, mit jeder Menge offener Fragen Interesse zu erzeugen. Leider entwickelt sich die Handlung danach so gut wie gar nicht und die Antworten zu den aufgeworfenen Fragen verpuffen wirkungslos.
Genauso wie zwei Wendungen in der Handlung, die erst viel zu spät wieder Bewegung in die Erzählung bringen und hauptsächlich deshalb ohne Effekt bleiben, weil einem die beiden Hauptcharaktere bis dahin schon völlig egal geworden sind. Da ist es fast schon schade, dass die englischsprachigen Sprecher eigentlich gute Arbeit leisten und die Musikuntermalung um Atmosphäre bemüht ist. Beides kann die Eisen nicht mehr aus dem Feuer holen. Wenn dann zum Ende auch noch plötzlich ein Oberbösewicht aus dem Hut gezaubert wird, der dank null Charaktereinführung weder Kontur noch Gefährlichkeit ausstrahlt, sorgt das nur noch für ein unbefriedigendes Gefühl nach dem finalen Sieg.
Spielerisch weiß Inversion etwas länger zu überzeugen als erzählerisch. Der grundsätzliche Spielablauf funktioniert frei nach dem Gears-of-War-Vorbild: Ihr huscht von Deckung zu Deckung und ballert von dort aus die Lutadoren ab. Die Waffenauswahl orientiert sich fast ausschließlich am bekannten Standard mit Sturmgewehren, Schrotflinten, Raketenwerfern und Ähnlichem und nimmt sich nur Freiheiten beim Aussehen der Knarren heraus. Nicht dem zu erwartenden Standard entspricht die Steuerung, die hakelig wirkt und kein flüssiges Spielgefühl aufkommen lassen mag. Nahkämpfe verwirren zudem mit ihrer chaotischen Ziellosigkeit und sind nur schwer nachzuvollziehen. weiter...
Termin im Juli fixiert, auch für den PC
Ebenfalls nochmal verschoben
Verschiebung auf Juni nun Gewissheit
Die Spiele im Juli 2012 kommentiert
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Kommentare zu Inversion
Naja, sieht man sich den Entwickler an erkennt man das die bis jetzt nur 08/15 Software programmiert haben. Daher waren meine Erwartungen auch schon mehr als nur gedämpft was sich mit diesem Test bestätigt hat. Vielleicht klappt es ja beim nächsten mal, sofern der Publisher ein solches zulässt.
Schade schade, da war deutlich mehr drin! Ich hatte aber auch das Gefühl von der Ankündigung bis zur Veröffentlichung war die Zeit recht kurz. Da hat der Publisher sicher wieder ordentlich gedrängt, was nie zur Qualität eines Spiels beiträgt...
Schade habe mir so viel erhofft von dem Titel. Vorallem die Idee mit der schwerkraft. Und der Test sagt eigentlich alles aus. Einen kaufgrund wäre noch gewesen wenn zumindest nen Splitscreenmodus für den Koop. drin gewesen wäre. Also wenn es mal als Bugdetitel gibt.
Als das Game angekündigt wurde klangs nicht schlecht, mit dem Preview hat sich meine Meinung etwas geändert :/