Preview - James Bond 007: Alles oder Nichts : James Bond 007: Alles oder Nichts

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Electronic Arts versteht es, seine Lizenzen auszureizen. Und so hätte es Ende 2003 fast geheißen: Ein neues Jahr, ein neues 'Bond'-Spiel. Doch in beinahe letzter Sekunde - wie wir es von 007 gewohnt sind - ließ der britische Geheimagent verlauten, dass es mit der Rettung der Welt vor Weihnachten nichts mehr würde. Ob die Entwickler sich zu lange mit Wodka Martini und schönen Frauen in der Sonne geräkelt haben oder ob die versprochenen Neuerungen wirklich so umfangreich sind, nehmen wir in unserem Preview unter die Lupe.
 

Nimm mich noch einmal mit um die Welt, James!
London, Moskau, New Orleans, Ägypten, Peru - Mr. Bond ist nicht zimperlich, wenn es um seine Reise-Kasse geht. In unserer Preview-Version konnten wir bereits einen Blick auf nahezu alle Levels des Spiels werfen, lediglich die Story blieb noch ein wenig im Dunkeln, da mehrere Zwischensequenzen fehlten: Einigen wir uns einfach darauf, dass 007 erneut die Welt retten muss, welche von einem durchgedrehten Bösewicht bedroht wird. Dieser wird von dem Schauspieler Willem Dafoe ('Spiderman', 'Platoon') verkörpert, der seinem virtuellen Abbild Aussehen sowie Stimme geliehen hat. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, denn auch Pierce Brosnan als James Bond, Judi Dench als M, John Cleese als Q, Richard Kiel als Beißer und Shannon Elizabeth als Serena St. Germaine, das Bond-Girl, haben ihre Auftritte. Sogar das deutsche Top-Model Heidi Klum durfte eine kleine Rolle im Spiel übernehmen.

Zumindest starmäßig, optisch und akustisch lässt 'Alles oder Nichts' daher echtes Film-Flair aufkommen. Fans der Reihe werden sich allerdings vielleicht die Frage stellen, warum zum Beispiel Beißer inzwischen wieder zu den Bösen zählt und sich unserem Geheimagenten in den Weg stellt: Eigentlich hatte er doch in 'Moonraker' die Seiten gewechselt - und nun will er sogar einen ganzen Laster in Mitten einer Großstadt zur Explosion bringen sowie unseren smarten Filmliebling unsanft in die ewige Rente schicken.

Ein ständiges Auf und Ab
Die vielleicht bedeutendste Neuerung im Vergleich zu den Vorgängern dürfte der Wechsel von der Ego-Sicht in die Third-Person-Perspektive sein. Anstatt das Geschehen aus den Augen von 007 zu verfolgen, blickt ihr ihm nun also über die Schulter, was den Entwicklern zahlreiche neue Möglichkeiten eingebracht hat, das Spiel noch effektlastiger zu inszenieren. Direkt zu Beginn springt ihr beispielsweise in einen Abgrund, werdet zum Glück aber von Haken und Seil festgehalten - somit lauft ihr kopfüber an der Wand entlang nach unten, weicht Explosionen aus und nehmt gleichzeitig eure Widersacher ins Visier, die aus den Fenstern eines Hauses oder vom Boden auf euch schießen. In Situationen wie diesen erinnert das Spiel tatsächlich außerordentlich an die modernen Bond-Movies mit Pierce Brosnan, die auf ähnlich packende Stunts bauen.

Ein weiterer Vorteil der neuen Perspektive ist - wie könnte es anders sein - die Option, 007 schleichen zu lassen, ohne dabei die Übersicht zu verlieren. Mit Hilfe eines Tarn-Anzuges von Q ist das besonders einfach; allerdings nur, solange ihr euch nicht zu schnell bewegt. Dann verliert Bond seine schützende Hülle und befindet sich schnell im Kreuzfeuer seiner Gegner. In seinem derzeitigen Zustand ist das gesamte Schleich-Feature leider noch recht überflüssig, da ihr eure Gegenspieler ebenso gut in Rambo-Manier abballern könnt - Munition und Waffen besitzt oder findet ihr in der Regel zur Genüge. Auch Gadgets wie die aus Filmen bekannten Münz-Granten sind momentan noch relativ nutzlos. In diesem Punkt ist bis zur Vollversion daher auf jeden Fall eine Portion Fine-Tuning angebracht.

 

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