Test - King of the Road: Das Gesetz der Straße : King of the Road: Das Gesetz der Straße

  • PC
Von Kommentieren
King of the Road: Das Gesetz der Straße
Unterwegs auf einem Schleichweg.

Daneben könnt ihr aber eure sauer verdiente Kohle auch in die weitere Ausstattung eures Trucks stecken, denn schließlich lässt sich in jeder Werkstatt neben den üblichen Reparaturen auch einiges an nützlichen Teilen einbauen: Ein Zusatztank lässt euch zum Beispiel weiter fahren, so dass die zeitaufwendigen Stopps reduziert werden können. Eine einstellbare Dämpfung lässt zerbrechliche Ware weniger schnell zu Bruch gehen und kugelsicheres Glas war ja neben einem Radar-Warner schon immer eine lohnenswerte Anschaffung.

Als würde der ganze Schnickschnack und die Reparaturen rund um den Truck nicht schon genug kosten, klebt euch auch noch ständig die Polizei am Hintern und kassiert für jede noch so kleine Verkehrswidrigkeit ordentlich Bußgelder. Gleich nach Tempolimit-Schildern machen des öfteren Radarfallen nette Fotos von eurem Temporausch und wer der Aufforderung der Polizei, am Seitenrand anzuhalten, nicht Folge leistet, wird kurzerhand unter Beschuss genommen. - Es ist hart, das Leben eines Truckers.

Sowohl mit der Polizei, als auch mit der Mafia lässt sich übrigens über Funk verhandeln: Mit der Polizei feilscht ihr über die Höhe eurer Bußgelder, erbittet euch Hilfe vor der Mafia oder gebt Tipps, damit sie eure Konkurrenten aus dem Verkehr zieht. Der Mafia bietet ihr Geld an, damit sie euch eine Zeitlang in Ruhe lässt oder eure Konkurrenten überfällt.

Rennen und Wettkämpfe
Neben der ganzen Schufterei und dem Ärger mit Polizei und Mafia, will man sich aber auch mal erholen. Schliesslich lässt sich auch auf andere, angenehmere Weise Geld verdienen: In regelmäßigen Abständen finden auf einer besonderen Strecke Rennen und andere Wettkämpfe statt, bei denen Preisgelder und Lizenzen gewonnen werden können. Das Ganze dauert drei Runden, wobei etwas Tuning und vorheriges Tanken nicht schaden können. Wann diese Rennen stattfindet wird euch durch euren Pager mitgeteilt, der euch auch sonst immer wieder mit wertvollen Informationen versorgt.

King of the Road: Das Gesetz der Straße
Auf der Suche nach Angestellten.

Kaum ist der Spass vorbei, hat euch der Alltag wieder und ihr seid wieder einmal unterwegs, um Güter an ihren Bestimmungsort zu spedieren. Gefahren wird aufgrund des Zeitdrucks nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei Nacht und in strömendem Regen. Interessanterweise regnet es während des Spiels ziemlich oft, sofern die Einstellungen auf den vorgegebenen Werten belassen werden - Regen- und Nacht-Muffel können nämlich die Länge der Nacht zugunsten des Tages verkürzen und auf Wunsch auch nur bei schönem Wetter unterwegs sein.

Die eigene Firma
Wer genug Geld auf die Seite geschafft hat und die nötigen Lizenzen erworben hat, wird schließlich seine eigene Firma aufmachen können und Fahrer anstellen, die für ihn arbeiten. An den Truck-Stops, an denen übrigens auch Fahrzeuge gehandelt werden, sind nämlich immer wieder Leute zu finden, die einen Job suchen. Einen Fahrer in die Firma aufzunehmen ist allerdings alles andere als billig, denn ihr müsst ihm nicht nur einen Lohn zahlen, sondern auch sein Fahrzeug zum vollen Preis kaufen und für alle Ausgaben bei seinen Touren aufkommen. Dafür kümmert sich der Fahrer im Gegenzug selbständig um die Aufträge und ihre Erledigung - und natürlich geht der gesamte Gewinn direkt auf euer Konto. Ziel ist des Spiel ist es ja, dass 51 Prozent des ganzen Speditionsgeschäftes durch eure Firma erledigt wird und ihr dadurch der wahre König der Strasse werdet.

King of the Road: Das Gesetz der Straße
Der Konkurrenz um eine Nasenlänge voraus.

Interessante Spielidee, aber ...
... an der richtigen Umsetzung fehlt es: Die Grafik ist nur halbwegs gelungen, was aber eigentlich nicht unbedingt weiter stört. Richtig schlecht ist lediglich die KI der Konkurrenten und des restlichen Verkehrs. Ein querstehendes Auto reicht schon und eure Gegner sehen sich vor ein unlösbares Problem gestellt, obwohl daneben genug Platz wäre, um vorbeizufahren. Zickzackfahrende Pkws und drei im Schleichtempo nebeneinanderfahrende Polizeiwagen sehen ebenfalls etwas seltsam aus. Auch die Fahrphysik ist äußerst unrealistisch und die Kollisionsabfrage sehr inkonsequent: Während mich eine Leitplanke gnadenlos zum Stehen brachte, konnte ich stellenweise sogar durch Fahrbahnabtrennungen hindurchfahren und stürzte, als ich in einen Berg hinein- oder besser hindurchfuhr, plötzlich ins Nirgendwo - was auch das Ende meines Trucks bedeutete.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
Mit 'King of the Road: Das Gesetz der Straße' bringt Ascaron eine interessante Mischung aus Wirtschafts-Simulation und Rennspiel auf den Markt, wobei dieses Mal nicht die üblichen Rennschlitten durch die Kurven gescheucht werden wollen. Die Steuerung eignet sich besonders auch für Anfänger, so dass jeder schnell ins Spiel finden sollte. Was neben einer guten Gegner-KI auch noch fehlt, ist die Langzeitmotivation: Die Strecken sind bald abgefahren, so dass ihr schnell alle kritischen Stellen kennt und wisst, wo die Radarfallen stehen. Zwar sind die Trucks gut gemacht und auch neben der Strecke ändert sich die Umgebung ständig, die Städte sehen jedoch immer gleich aus und bestehen immer nur aus ein paar Häusern. Auch ändert sich im Verlauf des Spiels nicht mehr viel, daher ist dieser Titel meiner Meinung nach nur für eingefleischte Truck-Fans empfehlenswert.  

Wertung

  • PC
    69
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel