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Kingdoms of Amalur: Reckoning - Review

Elder-Scrolls-Macher wie Ken Rolston und Mark Nelson im Entwickler-Team. Spawn-Schöpfer Todd McFarlane beim Art-Design. R. A. Salvatore als Schöpfer der Spielwelt. Klingt alles gut, aber das interessiert die Hauptfigur des Spiels zunächst herzlich wenig. Die wacht nämlich in einem Haufen müffelnder Leichen auf, über dem lästige Fliegen surren, Etwas stimmt hier nicht: Eigentlich sollte unser Held sich passend in besagten Haufen integrieren.

Doch, oh Wunder, ein Seelenbrunnen sorgt für das Außergewöhnliche. Unser Held schlägt dem Tod ein Schnippchen und damit auch dem Schicksal. Das versetzt den Recken in eine ganz eigene Lage, denn er unterliegt nicht mehr den Regeln des Schicksals, sondern kann selbiges selbst in die Hand nehmen und gestalten. Ganz praktisch, denn die Welt von Amalur befindet sich mitten im Krieg und eine uralte böse Macht darf in diesem Zusammenhang natürlich ebenfalls nicht fehlen.

R.A. Salvatore hat für das Spiel eine von der Idee her sehr interessante Geschichte gestrickt und der Spielwelt eine Menge Historie eingehaucht. In dieses Universum soll der Spieler nach einer eher mageren Charaktererstellung mit vier Rassen und einer Handvoll Optionen zur Gestaltung des Aussehens eintauchen und in einer offenen Welt unzählige Abenteuer bestreiten. Rund 40 Stunden umfasst die Hauptgeschichte, garniert mit einer ganzen Masse an Nebenaufgaben.

Kingdoms of Amalur: Reckoning - Staaart! Die ersten 10 Minuten der 360-Version

Inszenierung fehl am Platz

Und genau da zeigt sich schon der erste Haken von Kingdoms of Amalur: Reckoning. Zwar hat die Spielwelt inhaltlich viel zu bieten, doch die Erzählstruktur zeigt sich holprig. Nach einem linearen Einstieg mit Tutorial-Funktion findet ihr euch in der oberflächlich offenen Spielwelt wieder und werdet recht schnell mit Aufgaben überhäuft. Viel zu schnell, muss man sagen, denn die zahlreichen Nebenaufgaben und -schauplätze sorgen nicht unbedingt dafür, dass man früh eine Bindung zur Geschichte aufbauen kann. Etwas weniger Masse zum Beginn, dafür etwas mehr Klasse, das hätte dem Einstieg ins Spiel gut getan.

Die Geschichte ist eigentlich gar nicht so uninteressant, aber da zeigt sich ein weiteres Problem. Die Geschehnisse werden euch nämlich zumeist in furchtbar drögen und emotionslosen Dialogsequenzen erzählt. So etwas wie Inszenierung ist fehlt völlig, immer wieder stehen sich blasse Charaktere in Dialogen gegenüber, die zwar Möglichkeiten zu Entscheidungen bieten, aber so wie ihre Protagonisten kaum in der Erinnerung haften bleiben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gesichter der Charaktere so gut wie nicht animiert sind, der eigene Held keine Stimme hat und die Dialoge zwar echt ordentlich synchronisiert, aber zu emotionslos runtergenudelt werden. weiter...

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Kommentare zu Kingdoms of Amalur: Reckoning

  • Ob die Kommentare heute immernoch so positiv sind?

  • Danke :)
    Kleine Aussage noch in eigener Sache: Klar, die Wertung ist hart, allerdings kommt bei uns Spiele-Redis gerade bei langen Spielen auch noch ein Faktor, den viele Spieler in der Form nicht haben: Wir zocken solche Teile im Grunde auch immer um die 30-50 Stunden, mal mehr, mal weniger. Allerdings komprimiert in 3-5 Tagen. Das gibt natürlich auch eine etwas andere Wahrnehmung, als wenn man jeden Tag mal so 2 oder 3 Stunden mit einem Spiel verbringt. So komprimiert fallen einem viele Faktoren viel stärker ins Auge, gerade was repetetives Gameplay angeht und Wiederholungen. Was auch durchaus in die Wertung einfließt, denn das Spielerlebnis ist nunmal subjektiv. Würde ich das Spiel verteilt über einen Monat getestet haben, mit 1-2 Stunden täglich, hätte es vielleicht ... GANZ vielleicht ... einen Tick besser abgeschnitten :D
    Allerdings ist ein Test runde 30 Tage nach VÖ für uns ungefähr so sinnvoll, wie Klopapier aus Aluminium. Ist manchmal allerdings blöd, hab hier und da schon mal Fälle gehabt, wo ich ein gut oder schlecht bewertetes Spiel nach Monaten wieder rausgekramt habe und meine Meinung vom Test eigentlich ein wenig revidieren müsste. Aber das bringt der Job mit dem Zeitdruck manchmal so mit sich ...
    So, Ende des Philosophierens ^^

  • 71% finde ich gerechtfertigt, habe die main story durch, Spielzeit so um die 54 Stunden.

    Ich habe auchschon einiges an Nebenquests sowie Fraktionsquests gemacht.

    Die Grafik gefällt mir recht gut es erinnert mich ein bisschen an Fable TLC.
    Bei dem direkten vergleich mit Fable fällt aber auf das die Geschichte von Fable viel besser erzählt ist, alles ist einfach besser gemacht.

    Ein Grossteil der Quests in Kingdoms kommt mir vor wie quest bei einem MMO, so wie, geh ma da hin und hau 3 Wölfe um. Es gibt zuviele sinnlose Quests die keiner braucht.

    Ein witeres Manko sind die Gelben Set Parts die man:

    1. Nicht alle findet bzw. wenn man sie gefunden hat braucht man sie nichtmehr weil man vom NPC shop schon besseres bekommt.

    2. Ab lvl 16 könnte man wenn man will Schmieden auf Max haben und die geschmiedeten Rüstungen sind um einiges besser als die gelben Sets.

    3. Wenn man nicht alle Setparts trägt sieht man meisten recht schäbig bunt aus und man sieht sich selber nunmal die ganze zeit.

    Langzeit Motivation

    Gibts für mich auch nicht, ich bin jetzt lvl 37 Might/Fitness Might für die stärksten Rüsstungen und Fitness für die schnellsten Waffen, mich würde es reizen meiner skillung noch den letzten schliff zu verleihen mit den letzten 9 punkten, aber wofür ?
    es gibt schon seid ca. 15 lvln keine Gegner mehr für mich und ich spiele auf hard.
    Wofür soll ich noch spielen ? Achievments aber sonst ...

    Das Game hat fun gemacht aber mehr als die 71% hat es nicht verdient es gibt auchnoch 100 Sachen die ich schreiben könnte die mir absolut nicht gefallen haben wie Menü handhabung usw. aber im ganzen hat es mich um die 54 Studnen bei der Stange gehalten also war es ja nicht sooo schlecht. =)

  • Danke für den sehr informativen Test.
    Bestätigt im Großen und Ganzen meine Vorahnung - ich werds mir wegen des interessanten Kampssystems mal anschaun und sehn ob der Sammeltrieb in mir geweckt wird ( was in Skyrim so bissl zur Nebensache geworden war ).

  • @Climbu: so du willst also Leute ihre MEinung diktieren?

    wenn sie es so sehen dann sehen sie es so. Du musst ja nicht konform gehen damit.

  • @ Gedankenschinder

    DANKE DANKE DANKE, ich habs nicht getraut zu sagen, aber du mein Held schon! Diese Review passt so unglaublich gut zu Skyrim, dass ich in schallendes Gelächter ausgebrochen bin, als ich es las!

  • Geht demonstriegen gegen ACTA! Wenn das DIng durchgeht könnt ihr bald nix mehr disktuieren.Totale Zensur! Samstag ist Deutschlandweit Demotag. 15 Uhr in Berlin....wehrt euch.

    btw: saug grad die Demo und werds ma angucken.

  • Zitat von »Gedankenschinder«



    - Held spricht nicht.... in Skyrim auch nicht.
    - Quests Masse statt Klasse, ... dito Skyrim.
    - Mieses Inventar, fummelig zu bedienen = Skyrim
    - Hauptplot wirkt wie eine tiefgekühlte Socke = Skyrim
    - Hauptsächlich nur Quests in Höhlen = Skyrim
    - Dialoge die Abfragelistenähnlich daherkommen = Skyrim


    Persönlich halte ich Skyrim auch für leicht überbewertet, aber soweit ich mich erinnern kann, wird das meiste, was du erwähnst auch im Skyrim Review genannt. Zumindest die fade Hauptstory und das schreckliche Inventar wurden ganz sicher erwähnt.

    Der Unterschied zu KoA liegt doch auf der Hand: die Spielwelt. Die ist in Skyrim nämlich einfach Klasse designt, was hier nicht unbedingt der Fall zu sein scheint. In Skyrim kann man einfach versinken und eintauchen => man lebt einfach in Himmelsrand, dass hat mich persönlich schon sehr überzeugt.

    Bei dem Spiel hier wird das bei vorgegebenen Pfaden, langen Ladezeiten, viel Backtracking dann eher schwierig...Ausserdem sind die Dungeons in Skyrim sehr individuell und schön gestaltet, wenn die Dungeons in KoA wirklich ähnlich denen in DA 2 sind, na dann gute Nacht :sleeping: . Der Vorwurf "Masse statt Klasse" bei den Sidequests stimmt bei Skyrim auch nur bedingt, denn dieses hat neben den 0815 Aufträgen auch sehr viele sehr schöne Sidequests, ja, es lebt geradezu von diesen.

    Aus diesen Gründen kann ich deinem (versteckten) Vorwurf (Vorwurf ist vielleicht etwas stark gewählt, eher dass es sich dir nicht erschliesst, du es nicht nachvollziehen kannst....), dass hier mit zweierlei Mass gemessen wird und KoA, obgleich ähnlicher Kritikpunkte, zu unrecht abgestraft wird, bzw. Skyrim zu unrecht überbewertet wird, nicht zustimmen. Der Teufel steckt wieder einmal im Detail.

    Aber im Grunde ist dies ja auch nicht so wichtig, denn die Aussagen im Test zu Skyrim waren richtig und die Aussagen im Test zu KoA scheinen, von dem was ich bisher gesehen und gehört habe, auch richtig. Das ist für mich entscheidend, bezüglich Wertungspunkten hab ich mich im Post zuvor schon ausgiebig geäussert...

  • Avatar von Gedankenschinder (Gast)

    Vergleichswerte und Normen

    Guten Abend

    Man kann ein Spiel ja bewerten wie man will, aber einige Sachen sind meiner Meinung nach doch angebracht zu erwähnen:

    Ich finde es nicht in Ordnung wenn in einigen Titel Sachen negativ aufgeführt werden, welche in anderen Titeln nicht der Rede wert zu sein scheinen.

    - Held spricht nicht.... in Skyrim auch nicht.
    - Quests Masse statt Klasse, ... dito Skyrim.
    - Mieses Inventar, fummelig zu bedienen = Skyrim
    - Hauptplot wirkt wie eine tiefgekühlte Socke = Skyrim
    - Hauptsächlich nur Quests in Höhlen = Skyrim
    - Dialoge die Abfragelistenähnlich daherkommen = Skyrim

    Und auch sonst finde ich die Aufmachung des Spiels sehr sehr ähnlich wie Skyrim.

    Da ich nur die Demo gespielt habe, kann ich nur diesen Eindruch bewerten. Mir hat der Part im Intro viel mehr Charme gezeigt, als das von viele zu Übergrösse gelobte Vorbild.

    Nicht das das Spiel aus meiner Sicht eine extrem Hohe Wertung haben muss, aber warum Skyrim da in den Olymp gehören soll mit nahezu all den selben Mängeln erschliesst sich mir in überhaupt keiner Weise.

    Besten Dank

  • Also ich versteh das Ganze Punkte Gelabber sowieso nicht:

    - Wertungen sind [u]immer[/u] subjektiv.

    - Eine 71 ist nicht schlecht, wie Andi schon erwähnt hat steht das in Worten
    für: "Solider Titel, mehr Stärken als Schwächen, empfehlenswert" .

    - Ein Punkte/Prozent System sollte immer nur als Orientierung genutzt werden.
    Das wichtige kann man im Test herauslesen oder wenn man dazu zu faul ist halt
    zumindest die Zusammenfassungen und das Fazit auf der letzten Seite lesen.


    Der Test ist im Übrigen gut geschrieben und enthält alle benötigten Infos. Wer
    auf einige der erwähnten positiven Aspekte mehr Wert legt und sich an den
    Schwächen nicht so stört, der rechnet sich eben so viele Punkte auf die Wertung
    drauf (oder zieht sie ab z.B. bei Skyrim, wenn mans für überhypt hält), wie
    derjenige es als richtig empfindet, so einfach ist das ;).


    Bezüglich Metacritics: Das ist nichts weiter als eine nette Spielerei. Bedenkt,
    dass jeder dort eine Wertung abgeben kann, unabhängig davon ob er ein Spiel
    durchgespielt oder es überhaupt kennt...

    Ich werde mir das Spiel sicher nicht holen, da mir der Stil einfach nicht
    zusagt. Um nochmals auf das oben erwähnte zurückzukommen, da könnte auch ne 85
    in der Wertung stehen, ich würde wegen dem Stil und den generischen Sidequests
    trotzdem etwa 17 Punkte abziehen...


    Zum Schluss möchte ich die Community bitten in Zukunft wieder sachlich und
    vernünftig zu argumentieren, so kenn ich das auf GW nämlich gar nicht, bzw. hab
    es nur selten erlebt (trifft natürlich nicht auf alle zu...). Ich möchte nicht das sich dies in Zukunft ändert X(!

    So das war mein Senf dazu ^^, einen schönen Abend noch
    allerseits.

  • Avatar von Climbu (Gast)

    Ich bedanke mich für den (endlich mal wieder) sehr informativen Test. Ich habe keine weiteren Tests gelesen, weil ich nur wenig Interesse an dem Game habe.

    Die angesprochenen Kritikpunkte klingen für mich wie Budgetprobleme, nichts weiter. Heutige Rollenspiele müssen eben praktisch "filmreif" inszeniert sein, um die Eintrittskarte zum RPG-Olymp zu lösen. Scheinbar schafft das Reckoning wohl nicht ganz, macht aber nichts.

    Ich vermute es wird trotzdem seine Fans finden. Wenn der Support stimmt, denke ich vllt. im Sommer nochmal über das Game nach.

  • Zitat
    wo aber fernost einflüsse sein sollen seh ich nicht.

    Eher stilistischer Natur. Übergroße Waffen, unnatürlich übertriebene Kampf-Moves, überzogene Effekte, teilweise Gegnerdesign. Findet man eigentlich häufiger in Japan-Actionspielen und weniger in "westlichen" (Action-)Rollenspielen.

  • Zitat von »willi11«
    ist ein klares 80% spiel siehe metacritcs über 40 tests !!


    War auch mein Gedanke... so mach einer bespricht das Spiel als wäre es ein 60%max Kandidat. Sollen doch bitte als RPGs mindestens genau so gut wie Skyrim oder ME aber ja nicht schlechter sein... nicht das wir verwöhnt wären. ;)

  • >>Irgendwie eine Mischung aus Fable, Oblivion, Dragon Age<<

    Meine Worte und mir gefällts - wo aber fernost einflüsse sein sollen seh ich nicht.

    Trotzdem, so kurz vor ME3 hol ichs mir nicht^^

  • Muß nicht sein

    War jetzt etwas neugierig nachdem ich soviel Werbung für das Game gesehen habe.Muß sagen der Grafikstil ist nicht so mein Ding, aber ok Grafik ist nicht alles....

    Evtl. teste ich das Game wenn ich günstig zu haben ist.Meine Platte ist jetzt zu voll mit Games die wirklich was bieten(Risen,skyrim,Batman,Dragon Age 2)und wo nicht unbedingt ein ganz bestimmter etwas aus der Art geschlagener Stil verwendet wird.Zum Vollpreis ist mir hier etwas zuviel Risiko auf eine Niete dabei....

    Aber eins stört mich doch etwas:Vieles was hier gemeängelt wird könntei ch auch über Skyrim sagen, da wurde es aber nichtmal angesprochen.Schon etwas seltsam teils....

Informationen zu Kingdoms of Amalur: Reckoning

Titel:
Kingdoms of Amalur: Reckoning
System:
PC PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
Big Huge Games Inc
Publisher:
Electronic Arts GmbH
Genre:
Rollenspiel
USK/PEGI:
Ab 18 Jahren / 18+
Spieler:
Offline: 1 / Online: -
Release:
09.02.2012
Off. Seite:
Watchlist:
In Watchlist eintragen

Systeminfos:

PC

  • 2.2 GHz Core 2 Duo / 2.6 GHz Athlon 64 X2
  • RAM: 1 GB (XP) / 2 GB (Vista/7)
  • 10,5 GB HDD
  • GeForce 8800 / Radeon HD 3850 oder besser
  • Windows XP/Vista/7
  • Internetanbindung für Origin

Xbox 360

  • 1 Spieler
  • Spielstand je 15 MB
  • HD 720p/1080i/1080p

PlayStation 3

  • 1 Spieler
  • mind. 3720 MB HDD
  • HD 720p

Features:

PC Xbox 360 PlayStation 3

  • umfangreiches Handwerkssystem
  • verschiedene Spielweisen
  • Schicksale statt Klassen
  • weitgehend offene Spielwelt
  • Story von R.A. Salvatore
  • Englisch mit deutschen Untertiteln

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