Preview - Kohan: Immortal Sovereigns : Kohan: Immortal Sovereigns

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Kohan: Immortal Sovereigns
Kaldun in der Übersicht.

Wie auch schon einige Vertreter vor 'Kohan', genannt sei hier zum Beispiel das ausgezeichnete 'Shogun: Total Wars', könnt ihr eure Einheiten zu so genannten Kompanien zusammenfassen und diese dann mit einem Captain zu versehen, ähnlich wie in Sid Meiers preisgekrönten 'Gettysburgh' werden fortan nicht mehr einzelne Einheiten sondern eben jene Kompanien gesteuert, was die Klickhäufigkeit und die Pace des Spiels bereits angenehm verringert. Dass zum Erfolg eines solchen Konzepts dann auch die entsprechenden Features, wie echte Höhenunterschiede, Moralaspekte oder auch das Nachschubsystem eurer Einheiten gehört, sollte klar sein. Irgendwo muss der Spieler ja seine nun frei gewordenen Ressourcen investieren und meiner Meinung nach ist dies der richtige Weg ein Echtzeitstrategiespiel zu designen - gewinnen soll schließlich der Spieler mit dem meisten Grips und der besten Strategie und nicht derjenige mit der besten Maus.

Kohan: Immortal Sovereigns
Die Missionsziele, leider ohne Sprachausgabe.

Vor allem das Zusammensetzen der Kompanien aus den über 40 Einheitentypen ist eine Wissenschaft für sich und manch einer wird sicher in der Nacht hochschrecken, wenn ihm im Traum eine neue 'Wunderkombination' eingefallen ist und er darauf brennt, diese im Kampf auszuprobieren. Die Steuerung erweist sich in der Tat als recht plausibel und gelungen, hinzu kommen mannigfaltige taktische Überlegungen, denn das Gelände will klug ausgenutzt sein, sonst ist Essig mit Gewinnen - auch bei zahlenmäßiger Überlegenheit.

Das größte Manko von 'Kohan - Immortal Souvereigns' ist leider die altbackene Grafik, welche mich beim ersten Spielen fatal an den Klassiker aus den Endneunzigern 'Warcraft 2' erinnerte. Die gesamten Proportionen stimmen hinten und vorne nicht und die Einheiten sind größer als jeder Baum. Zwar mag nun der Strategenfetischist anmerken, daß an der Grafik kein richtig gutes Spiel zugrunde geht, allerdings sollte diese neben der guten Spielbarkeit, denn übersichtlich ist die Grafik in der Tat, auch etwas fürs Auge bieten, zumal in 'Kohan' ja auch Wert auf die Story und die Identifizierung des Spielers mit seinem Helden im Vordergrund steht. Der Vorteil auf der anderen Seite besteht natürlich in den gemäßigten Systemanforderungen, denn auch etwas betagtere Maschinen sollten keine Probleme mit 'Kohan' haben.

Kohan: Immortal Sovereigns
Aller Anfang ist schwer.

Am Sound hingegen gibt es kaum etwas zu meckern, im Kampfgetümmel kommt echte Freude auf und alles hört sich so an wie es soll.

Den Multiplayer-Teil werden wir dann zum Review ausführlich testen, denn hier verspricht das Spiel auf jeden Fall eine Menge Spielspass für die bis zu acht Teilnehmer über Lan oder Internet.

 

Fazit

von Vitus Hoffmann
Ubi Soft hat sich da einen grundsoliden Titel geangelt, denn Time Gate Studios haucht seinem Erstlingswerk vor allem durch die frischen Ideen und die nette Hintergrundstory Leben ein. 'Comand & Conquer'-Hektiker werden am Spiel allerdings wenig Freude haben, sondern 'Kohan' eher verwirrt in die Ecke legen. Für Tüftler, Bastler und echte Strategen scheint dieser Herbst aber gerettet - wenn, ja wenn da nicht die wirklich unterdurchschnittliche Grafik wäre, die mir viel vom Spielspass raubte, weswegen es von mir auch nur ein 'Gut' als Ersteindruck gibt.

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