Test - Logitech G560 Lightsync PC Gaming Lautsprecher : Klangstarke 2.1-Lichtorgel

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Wohl fast jeder der etwas älteren PC-Besitzer hatte irgendwann mal einen Satz Logitech-Lautsprecher auf dem Zockertisch. Doch lange Zeit war es still in der Akustikabteilung des Herstellers. Nun endlich kommt mit Logitech G560 Lightsync ein neues 2.1-System mit Subwoofer, das nicht nur eure Ohren, sondern auch eure Augen verwöhnen will. Preiswert ist das Ganze nicht, mit 249 Euro kommt das G560 schon in den Bereich von ordentlichen Soundbars. Wie schlägt sich die optisch aufwendige Krawallriege von Logitech im Test?

Logitechs neues Soundsystem G560 ist eine 2.1-Kombination, bestehend aus zwei runden Satelliten mit tropfenförmigen Gehäuse und einem fetten Subwoofer. Die Satelliten geben sich mit 148 x 166 x 118 mm recht kompakt und sollten problemlos auf jeden Zockertisch passen. Der Subwoofer mit seinen 5,5 kg und 404 x 255 x 207 mm ist hingegen ein ziemliches Brett und verspricht dank Downfire-Speaker und nach vorn gerichteter Bassreflexöffnung eine Menge Wumms.

Der Sinn der Auswölbung an den ansonsten runden Satelliten wird schnell klar. Zum einen sorgt die Form für einen recht sicheren Stand, zum anderen beinhaltet die Auswölbung einen Teil der RGB-Beleuchtung, zu der außerdem nach hinten strahlende Funzeln gehören. Was man damit alles anfangen kann, dazu gleich mehr.

Die Aufstellung, Verkabelung und der Anschluss der Speaker geht schnell und problemlos vonstatten. Viel falsch machen kann man nicht. Die beiden Satelliten werden mit hinreichend langen Kabeln mit dem Subwoofer verbunden, selbiger dann via USB-Kabel an den PC und per Steckdose ans Stromnetz geklemmt. Die Bedienelemente sind sparsam und gut erreichbar am rechten Satelliten angebracht: Powerschalter, Bluetooth-Pairing-Taste und Lautstärkeregler.

Zusätzlich zu USB und Bluetooth kann das G560 auch via Klinke mit Sound gefüttert werden, ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden. Dank Switch-Funktion lässt sich der Klang aus mehreren Quellen problemlos umschalten und auch mischen, sodass ihr beim Zocken neben dem Spielesound auch eigener Musik vom Tablet lauschen könnt.

Eins sollte man beim Anschluss gleich beherzigen, nämlich die Lautstärke ordentlich zu drosseln. Das G560 ist wahrlich kein Flüstersystem, sondern fährt satte 120 Watt RMS beziehungsweise 240 Watt Peak auf. Voll aufgedreht tönen da schon mal um die 100 dB durch eure Bude. Erstaunlich, wenn man die geringe Größe der Satelliten bedenkt, in denen 63,5 mm große Treiber arbeiten. Der Subwoofer ist mit einem 165 mm großen Downfire-Speaker bestückt. Der Frequenzbereich des gesamten Systems deckt 40 Hz bis 18 kHz ab, was zumindest theoretisch Schwächen in den Höhen befürchten lässt.

Doch der Klang überrascht mit einem hohen Detailgrad in allen Bereichen. Die Höhen klingen knackig und klar, sodass auch reine Instrumentalklänge gut herauskommen. Dank kräftiger Mitten kommt auch Sprache oder Gesang nicht zu kurz. Der Bass ist allerdings – wie so oft bei Gaming-Systemen – etwas überpräsent, vor allem der Frequenzbereich zwischen 100 und 120 Hz bekommt enorm viel Durchsatz, was in neutralen Einstellungen doch etwas zu Lasten des gesamten Klangbilds geht.

Bei hohen Lautstärken ist das nicht mehr so deutlich zu spüren, dort allerdings geraten die oberen Mitten unangenehm ins Scheppern. Bei maximalen Lautstärken macht sich das fehlende Volumen der Satelliten dann doch bemerkbar. Aber wer zockt schon bei 100 Dezibel. Die Abstimmung des Systems könnte also einen Tick besser sein, aber das ist im Grunde eher ein kleineres Manko. Denn erfreulicherweise könnt ihr über die Logitech Gaming Software eine Menge Einstellungen vornehmen.

Ein Zehn-Band-Equalizer ist ebenso vorhanden wie eine Reihe eher mittelprächtiger Presets sowie die Möglichkeit, eigene Profile zu erstellen und DTS:X Surround zu aktivieren, was allerdings nur für Spiele empfehlenswert ist. Dort wird die klangliche Immersion ordentlich aufgewertet. Mit etwas Optimierung gelingt es dann doch, den etwas überpräsenten Bass einigermaßen zu bändigen. Blöd nur, dass die EQ-Einstellungen nicht bei reiner Nutzung ohne PC via Bluetooth oder Analoganschluss ziehen.

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