Test - Medion Erazer X7857 MD 60824 : Gaming-Notebook mit GTX 1070

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Medion ist eigentlich eher für preiswertere Produkte bekannt. Doch mit der hauseigenen Erazer-Gaming-Reihe will man nicht nur Sparfüchse anlocken, sondern sich auch im höherpreisigen Segment etablieren. Beim Medion Erazer X7857 MD 60824 für 2.649 Euro handelt es sich um ein waschechtes Gaming-Notebook mit kräftiger CPU und GTX-1070-Grafikkarte, das sich mit der starken Konkurrenz von MSI, ASUS oder Gigabyte messen will. Wir haben uns die Zockerflunder genauer angeschaut.

Das Medion Erazer X7857 MD 60824 gibt sich optisch recht schlicht mit seinem durchgängig mattschwarzen Alugehäuse. Lediglich blaue Verkleidungen der Luftschächte an der Rückseite verleihen dem Gehäuse ein wenig Farbe. Das Erazer X7857 ist mit Maßen von 418,5 x 24,9 x 287 mm und 3,4 kg Gewicht nicht so kompakt und leicht wie aktuelle MaxQ-Notebooks, bricht einem aber auch nicht gleich das Rückgrat, wenn man es mal in den Rucksack stopft. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck, nicht zuletzt dank des verwindungsfreien Displaydeckels und weil sich auch das Tastaturfeld nicht unschön durchbiegt.

Hinsichtlich der Anschlüsse zeigt sich das Medion-Notebook spendabel und modern. 1x HDMI, 2x Mini-DisplayPort, 1x Thunderbolt 3, 2x USB 3.1 an der linken Seite sowie Anschlüsse für Kopfhörer, Line, S/PDIF, 2x USB 3.1, RJ-45 und ein Multikartenleser für SD-, SDHC- sowie SDXC-Speicherkarten an der rechten Seite lassen wenig Wünsche offen. Schade nur, dass an der Unterseite keine Wartungsklappe vorhanden ist, sondern man den Boden komplett abschrauben muss. Aber wer macht das schon im Normalfall.

Die Tastatur, die in drei Zonen beleuchtet werden kann, hinterlässt ebenfalls einen ordentlichen Eindruck. Die Druckpunkte sind angenehm, wenn auch ein wenig weich und aufgrund des recht kurzen Tastenhubs anfangs gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für die Touchpad-Tasten, denen etwas knackigere Druckpunkte gutgetan hätten. Alles in allem geht das aber in Ordnung. Weniger schön ist das angeraute Touchpad, das nicht so recht flutschen mag und an den Rändern zuweilen ein wenig unpräzise agiert.

Das Innenleben lässt auf knackige Spieleleistung hoffen. Der übertaktbare i7-7820HK @2,9 GHz (3,9 GHz Boost) gehört ohnehin zu den kräftigsten Notebook-CPUs. Ihm zur Seite steht eine leicht übertaktete GeForce GTX 1070 mit 8 GB Speicher. Statt der üblichen 1.445/1.645 MHz werkelt die GPU mit 1.480/1.695 MHz. 32 GB DDR4-2400 Arbeitsspeicher von Samsung bieten satte Ressourcen für jede Anwendung. Als Datenspeicher sind eine schnelle, 512 GB große M.2-PCIe-SSD von Samsung und eine 2-TB-HDD von Seagate vorhanden. Ansonsten gehören Intel AC-8265 WiFi mit Bluetooth 4.1 und zwei Lautsprecher nebst Subwooofer für Dolby Atmos zur Ausstattung.

Wer in Anbetracht der GTX 1070 nun auf ein QHD-Display oder Full HD mit 120 Hz gehofft hat, wird allerdings enttäuscht. Medion hat stattdessen ein 17,3" großes Full-HD-IPS-Panel mit 75 Hz von LG verbaut, das man wohl eher bei einer GTX-1060-Konfiguration erwarten würde. Immerhin liefert das Display eine sehr ordentliche Vorstellung und verfügt zudem über G-Sync-Unterstützung. Über die Sinnhaftigkeit der Konfiguration kann man allerdings streiten.

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