Test - MegaMan X5 : MegaMan X5

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MegaMan dürfte vor allem den etwas älteren Spielern ein Begriff sein, denn der blaue Roboter-Held sprang bereits zu NES-Zeiten über den heimischen Bildschirm und erlegte die bösen Armeen des Dr. Wily. Mit 'MegaMan X5' steht das neueste Abenteuer des sympathischen Helden vor der Tür, und wie bei den anderen 'MegaMan X'-Spielen kann sich MegaMan wieder zahlreichen Extras und Ausrüstungsgegenständen bedienen. Ob diese den Feinschliff eines überzeugenden Jump'n'Run-Spiels darstellen, oder nur ein Tropfen auf den heissen Stein sind, ist natürlich die Frage. Die Antwort gibt es in diesem Review.

MegaMan X5
Das Intro ist handgezeichnet.

Nach dem handgezeichneten Intro zu 'MegaMan X5', das zum grössten Teil aus Standbildern besteht und in dem hautpsächlich die beiden Hauptcharaktere namens 'MegaMan' und 'Zero' vorgestellt werden, findet ihr euch auch schon im Hauptmenü wieder. Von hier aus kommt ihr sowohl in die Optionen, in denen es Dinge wie den Schwierigkeitsgrad, Tastenbelegung und sogar Spielgeschwindigkeit zu justieren gilt, als auch in das eigentliche Spiel. Neben dem Beginnen eines neuen Spiels und dem Laden eines angelegten Spielstands, gibt es auch die Möglichkeit, ein Training zu absolvieren, in dem alle wichtigen Spezialmanöver der beiden Helden erklärt und deren Einsatz gleich danach gefordert werden.

Hat man denn nun das Spiel gestartet, wird man in die nicht allzu komplexe Story eingeführt. Ziel ist es, die auf die Erde zu rasende Weltraumkolonie Eurasia zu vernichten, bevor es zur Kollision mit der Erde kommt. Grund für das nicht vorgesehene Verhalten der Kolonie ist ein Virus, der befallene Systeme Dinge gegen ihren 'Willen' tun lässt, und so für grosse Unruhe sorgt. Um Eurasia tatsächlich zu zerstören, gilt es zunächst vier Teile für eine grosse Laser-Kanone einzusammeln. Nachdem dies geschehen ist, werden vier weitere Teil, diesmal aber für ein Shuttle, benötigt. Alle diese Teile müsst ihr euch in acht verschiedenen Leveln erkämpfen. Oft ist euch der Boss eines Levels eigentlich gar nicht feindlich gesinnt, wird aber vom 'Sigma'-Virus beeinflusst und fordert euch deshalb zum Kampf heraus. Alles in allem eine durchschnittliche Story, die aber nicht wirklich der Grund ist, wieso ein Fan von Jump'n'Run-Spielen mit 'MegaMan X5' seine Freude haben wird.

MegaMan X5
Sowohl MegaMan als auch Zero sind spielbar.

Der Weg durch die Levels gestaltet sich so, wie man es von einem 'MegaMan'-Spiel erwarten darf. Sowohl Gegner als auch Abgründe und Plattformen sind zahlreich in den abwechslungsreichen Landschaften vorhanden. Die Stages bieten dabei unterschiedliche Themen wie beispielsweise den Dschungel, ein Laboratorium, eine Höhle, in der Lava fliesst, und ein Luftschloss, bei dem ihr aufpassen müsst, den langen Weg nach unten nicht unfreiwillig anzutreten. Funktionieren tun alle Levels allerdings in etwa gleich. Zwar sehen die tödlichen Stacheln, die oft anzutreffen sind, nicht immer gleich aus, ob man aber nun in die Stacheln eines Dorngewächses oder in die einer Metallwand springt, macht spielerisch wenig Unterschied.

MegaMan X5
Im Training wird die Spielmechanik erklärt.

Auch bei der Charakterwahl ist für abwechslung gesorgt. Zwar sind eigentlich nur zwei Charaktere vorhanden, MegaMan kann aber in insgesamt fünf Varianten gespielt werden, wobei jede eine andere Rüstung darstellt, die andere Spezialfähigkeiten und Eigenschaften bietet. So bietet die schwere 'Gaea'-Rüstung beispielsweise Schutz vor den zahlreich im Spiel auftauchenden Stacheln, und ermöglichen es sogar auf diesen zu gehen. Die leichte 'Falcon'-Rüstung stellt hier wohl genau das Gegenteil dar - MegaMan ist empfindlicher und etwas schwächer als sonst, kann dafür aber länger in der Luft schweben ist dabei unverwundbar. Zero, der mangels brauchbarer Projektil-Waffe ohnehin eher für die begabteren Spieler gedacht ist kann nur mit einer zusätzlichen Rüstung aufwarten, die allerdings erst am Ende des Spieles gefunden werden kann und lediglich eine bessere Verteidung bietet.

 

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