Test - Neverend : Neverend

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Das Spiel 'Neverend' ist die neueste Entwicklung der Mayhem Studios aus der Slowakei. Ein rundenbasiertes Rollenspiel, in dem die Hauptfigur in einer Mischung aus gerenderten und gemalten Szenarios agiert. Endlich wieder brauchbare Kost für sehnsüchtige Rollenspieler?

Neverend

Das Spiel 'Neverend' ist die neueste Entwicklung der Mayhem Studios aus der Slowakei. Ein rundenbasiertes Rollenspiel, in dem die Hauptfigur in einer Mischung aus gerenderten und gemalten Szenarios agiert. An dieser Stelle könnte man direkt mit dem ersten Kritikpunkt beginnen, da man nur einen einzigen, weiblichen Charakter zur Auswahl halt. Jawohl Jungs, auch ihr müsst in ’Neverend’ ein Röckchen anziehen, so will es der Entwickler. Natürlich hat das einen Hintergrund, der mit der Geschichte von 'Neverend' zu tun hat. Ihr spielt nämlich eine Fee. Es hängt von euren Handlungen im Spiel ab, ob ihr zu einer guten oder bösen Fee werdet. Warum ihr überhaupt eine Fee seid und was die ganze Geschichte soll, wird laut Entwickler erst ganz am Schluss verraten. Wer viel Ausdauer und stoische Ruhe mitbringt, wird den Ausgang der Geschichte vielleicht sogar in Erfahrung bringen.

Endlose Spielmechaniken

In 'Neverend' bewegt ihr euren Charakter zumeist aus der Vogelperspektive in einer dreidimensionalen Landschaft. Hauptsächlich kämpft ihr euch durch Waldgebiete, die sich, von ein paar Wegen und Wiesen durchbrochen, ziemlich ähneln. Alle 20 bis 30 Schritte werdet ihr von Gegnern herausgefordert. Die Ansicht wechselt dann von der Übersicht in eine der schöneren und aufwendiger gestalteten Szenarien, die den Hintergrund für eure Auseinandersetzungen bieten. Der Kampf selbst ist rundenbasiert. Die Charakter-Gestaltung ist an klassischer Fantasy orientiert, dazu gehören bessere Rüstungen, Waffen und Zauber in einem üblichen Stufen-System mit Attributen wie Stärke, Gewandtheit und Intelligenz. Die meiste Zeit rennt ihr durch die euch zugänglichen Gebiete und klappert dort alle NPCs ab. Diese geben euch Informationen zur Geschichte und Aufträge, etwa den verschollenen Hund eines Dorfbewohners zu finden oder einem Riesen unzählige Schmuckstücke zu besorgen, um gefahrlos passieren zu dürfen.

Im Osten nichts Neues

Das Spielprinzip ist von Spielen wie 'Etherlords' bekannt und in Neverend nicht revolutioniert worden. Wer es träge, langweilig und repetitiv, mag liegt mit 'Neverend' auf jeden Fall richtig. Grafisch kann das Spiel leider auch nicht überzeugen. Zwar haben die Entwickler gemalte und gerenderte Szenen an manchen Stellen gut gemischt und damit noch mehr Statik im Spiel vermieden. Wirkliche Atmosphäre kommt jedoch nicht auf, da man einen großen Teil auf der Übersicht in der Vogelperspektive verbringt. Und hier wird die Grafik auch einem 30-Euro-Spiel nicht mehr gerecht. Verwaschene, flache Texturen und Bäume, die der PC schon wesentlich besser gesehen hat, geben sich die Klinke in die Hand. Dazu kommt, dass der automatisch festgelegte Blickwinkel die Orientierung erschwert. So werdet ihr euch von Baumkronen verdeckt mit dem Charakter an den Level-Begrenzungen entlanghangeln, um einen möglichen Durchgang nicht zu verpassen. Es gibt keine Karte, keinen Kompass und das Suchen artet in Frust aus, da man im Wald ohne jegliche Orientierungspunkte ziemlich verloren ist. Die Bugs der bisher ungepatchten deutschen Version, wie zum Beispiel die plötzlich nicht mehr funktionierenden Speicherstände, geben der Motivation schnell den Rest. Und auch der knarzige Sound reißt einen nicht vom Hocker.

Fazit

von Stefan Spill
Ich hab mich zu Tode gelangweilt. 'Neverend' spielt sich durchgängig sehr zäh und lässt einen schnell das Interesse verlieren. Meiner Meinung nach ist es eine lieblos und innovationslos gemachte Auftragsarbeit. Und höchstens absoluten Fans rundenbasierter Rollenspiele zu empfehlen.

Überblick

Pro

  • Entwicklung zur guten oder bösen Fee
  • eigene Zauber kreieren
  • große Spielwelt

Contra

  • langatmige Spielmechanik
  • viele Laufwege
  • kaum Orientierungshilfen
  • Programm ist fehlerhaft
  • innovationslos und repetitiv

Wertung

  • PC
    56
    %

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