Test - Nvidia GeForce GTX285 : GTX-Kannibalismus angesagt?

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Mit der GeForce GTX295 galoppiert Nvidia auf die Pole-Position. Das bissige Doppelherz weist ATIs Radeon HD4870 X2 in die Schranken, womit der Kalifornier wieder die schnellste Dual-Chip-Grafikkarte im Trophäenschrank aufbewahrt. Nun hetzen die Sonnenverwöhnten ein weiteres Raubtier los, diesmal steht allerdings die eigene Brut auf dem Spiel. Denn die GTX285 soll eine GTX280 abschlachten, somit im eigenen Revier wildern und primär den ersten Platz im Single-GPU-Gewerbe festigen. Kann sich das 55-nm-Geschoss weit genug vom Vorgänger absetzen?

Sie kocht auch nur mit Wasser

Wie bei der GeForce GTX295 müsst ihr schnell den euphorischen Wind aus den Segeln nehmen. Weiterentwicklungen gegenüber der GTX280 belaufen sich nur auf Kleinigkeiten, die keine Revolution, sondern eine reine Optimierung darstellen. Hauptaugenmerk ist und bleibt dabei das überarbeitete Gusseisen der Highend-GPU GT200. Sie nennt sich ab sofort GT200b und hüpft im 55- statt 65-nm-Verfahren aus der Torte. Das wiederum bedeutet weniger Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung, wodurch theoretisch höhere Taktfrequenzen aus dem Grafikklopfer gekitzelt werden können.

Ansonsten heißt Raider jetzt Twix (in unserem Fall GTX280 jetzt GTX285) – sonst ändert sich nix. Weiterhin schleppen 1,4 Milliarden Transistoren die Pixel-Kohlen aus dem Keller, immer noch müsst ihr euch mit DirectX 10.0 statt 10.1 begnügen. Nur bei der PhysX- und CUDA-Unterstützung eilt man ATI davon, zumal ersteres Feature, das für eine effektivere Physikberechnung auf der Platine haust, tatsächlich auf soliden Anklang trifft. EAs Mirror's Edge (unser Test) ist beispielsweise einer der PC-Titel, bei denen moderne Nvidia-Geschosse einen Vorteil erwirtschaften.

Übrigens: Schlecht müssen die nur kleineren Verbesserungen nicht sein. Schon die GTX295 ließ in unserem Test jeden Widersacher hinter sich.

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