Special - PlayerUnknown's Battlegrounds : Hilfe! Ich kann nicht aufhören, das zu spielen!

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Aktuell schlägt PlayerUnknown's Battleground so ziemlich alle Rekorde und setzt auch den einen oder anderen Dollar um. Kuro ist seit einigen Wochen mit dabei und steckt knietief in der royalen Schlacht um den ersten Platz. Hunderte von Runden hat er absolviert, 147 Stunden seines Lebens verbrachte er bis jetzt mit dem Early-Access-Hit. Ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Aber warum hat ihn PlayerUnknown eigentlich so sehr an der Angel?

Zack, schon wieder ist es mitten in der Nacht. Eigentlich wollte ich schon längst im Bett liegen, vielleicht noch eine Serie schauen und den Tag ausklingen lassen. Stattdessen sitze ich erneut im Flieger, studiere die Karte und wähle meinen Absprungpunkt. Nur noch diese eine Runde. Wieder belüge ich mich selbst, denn diese eine Runde war eigentlich vor drei Runden. Mindestens.

Der Early-Access-Titel PlayerUnknown's Battleground bietet im jetzigen Stadium nicht viel. Entweder ihr stürzt euch allein, im Duo oder als Viererteam in die Schlacht und versucht auf einer Insel so lange zu überleben, bis jeder Konkurrent ins Gras gebissen hat. Aktuell steht auch nur eine einzige Insel als Spielplatz des Todes zur Verfügung. Von einem Elo-System, verschiedenen Rängen und Ligen fehlt noch jede Spur.

Für einen Sieg gibt es ein virtuelles Hühnchen in Form des Satzes „Winner winner chicken dinner!“ und ein paar läppische Battle-Points. Battle-Points sind auch nutzlos. Zwar lassen sich damit Kisten kaufen, in der neue Kleidungsstücke stecken, diese spielen aber absolut keine Rolle. Am Ende trägt man sowieso die dicke Winterjacke mit dem Camouflage-Muster oder rennt so nackt wie möglich durch die Landschaft. Wie ihr seht, gibt es in der gegenwärtigen Early-Access-Phase eigentlich kaum Gründe, warum man PlayerUnknown's Battleground längerfristig spielen sollte.

Was, zum Teufel, mache ich hier eigentlich?!

Trotzdem: Ich kann mich der Magie einfach nicht entziehen und sprinte in jeder freien Minute wie ein Irrer über die Insel, sammle Ausrüstung auf und verstecke mich in Büschen, damit andere Spieler mich nicht entdecken. Ich checke meine Hotspots, jage den herunterfallenden Kisten mit dem besonders guten Loot hinterher und ärgere mich stets aufs Neue, wenn ich mich unter den letzten zehn befinde und hinterhältig von einem Scharfschützen aus dem Spiel genommen werde.

Bevor ich PlayerUnknown's Battleground für mich entdeckte, verbrachte ich einige Abende in H1Z1: King of the Kill, jedoch ohne Spaß zu haben. Die Battle-Royale-Mod für Arma III war da schon aufgrund des hohen Realismus interessanter, aber so kompliziert, dass sich das Interesse schnell in Frust verwandelte. Bei PlayerUnknown's Battleground verhält es sich, wie ihr mittlerweile erfahren habt, etwas anders.

Es geht ja nicht nur mir so: Vor einigen Tagen zockten 209.236 Spieler (ich war garantiert mit dabei) gleichzeitig den Survival-Shooter. Ob andere Spieler sich auch schon mal die Frage gestellt haben, warum sie PUBG Tag für Tag ihre Freizeit widmen?

PlayerUnknown's Battleground macht eine Menge richtig. Es fühlt sich gut an, das Gunplay hinterlässt ein befriedigendes Gefühl und man hat schnell den Bogen raus. Trotzdem ist der taktische Aspekt groß und jede Runde so unvorhersehbar, dass immer etwas Verrücktes passiert.

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Vielleicht weiß ich doch, warum ich süchtig bin

Normalerweise bin ich ein großer Freund von Fortschritt. Wenn ich Videospiele zocke, arbeite ich auf etwas hin: die Entwicklung des Charakters, die gesammelten Erfahrungspunkte, die neuen Fähigkeiten – es ist wie eine Reise. So war mein Charakter am Anfang, 40 Level später ist er eine komplett andere Figur.

PUBG hat das nicht. Vielleicht ist das aber auch deshalb eine Art Urlaub. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, wie ich meine Erfahrungspunkte verteile oder welche Fähigkeit ich als Nächstes wähle. Es geht einfach nur ums Spielen. Eine Dreiviertelstunde den Kopf ausschalten und so lange wie möglich nicht von den Kugeln anderer durchlöchert werden. Manchmal wird man in den ersten Minuten umgelegt, manchmal reicht es für die besten 30, die besten 10, die besten 5. Manchmal ist es der zweite Platz, manchmal gibt es Chicken-Dinner. Die Platzierung ist fast egal, denn die nächste Runde steht schon in den Startlöchern.

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