Test - Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor : Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor

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Die etwas älteren Rollenspiel-Fans werden sich nach einigem Strapazieren des Gedächtnisses vielleicht an den Titel des Spieles erinnern, denn bereits 1987 erschien ein Rollenspiel namens 'Pool of Radiance'. Bereits damals musstet ihr gegen einen mächtigen Drachen antreten und den 'Pool of Radiance' vernichten, welcher seinen üblen Einfluss über die Lebewesen rund um die Stadt Neu Phlan ausübte. Logisch, dass ihr in diesem Sequel es mit einem ähnlichen Problem zu tun bekommt. Nach 10 langen Jahren der Ruhe erwacht der Pool nämlich zu neuen Leben, erweckt von einer bösen Macht, deren Ursprung augenscheinlich ausgerechnet am gefährlichsten Platz der Forgotten Realms zu finden ist, nämlich in den Ruinen der alten Elfenstadt Myth Drannor. Eigentlich wäre das gar nicht euer Job gewesen, denn Elminster, der Chef-Magier, hat bereits eine Truppe zusammen mit dem Helden Athan auf den Weg geschickt, doch dieser Trupp ist nicht besonders weit gekommen, so dass ihr nun einspringen müsst, um alle Geheimnisse aufzuklären.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor
Bis zu acht Charaktere für die vier Slots.

Zu Beginn der Reise steht natürlich der Aufbau einer schlagkräftigen Truppe aus maximal vier Charakteren, welche im Laufe des Spieles durch einige der acht übernehmbaren NPCs auf insgesamt sechs aufgestockt werden kann. Dabei könnt ihr wahlweise auf vorgegebene Charaktere zurückgreifen oder aber eure eigenen Recken nach Lust und Laune zusammenschustern. Dabei habt ihr die Wahl aus sechs Rassen - Menschen, Zwergen, Elfen, Halblingen, Halb-Orks und Halb-Elfen. Hernach folgt die Berufswahl in Form einer der acht Charakterklassen, wozu wie gehabt Krieger und Paladine, Zauberer, Mönche und Diebe gehören. Dann noch schnell die Ausrichtung des Charakters und die Grundwerte angepasst und schon kann sich der Charakter ins Geschehen stürzen. Bis zu acht Charakter-Rohlinge könnt ihr auf diese Weise herstellen, die auch in weiteren Spielen genutzt werden können.

Nach einem kurzen Intro-Video landet euer Trupp dann in Myth Drannor, wo auch gleich Orks, Horden von Untoten und ein erster Blick auf Umwelt und Interface auf euch warten. Gespielt wird in der bei Rollenspielen immer wieder beliebten isometrischen Perspektive. Sogleich fallen die schön gestalteten Umgebungen auf, die mit vielen Details glänzen. Leider ist das nicht durchgängig der Fall, denn speziell eines der ersten Gebiete, ein ausgedehnter unterirdischer Dungeon wirkt auf die Dauer etwas trist und eintönig. Gut gelungen ist die Darstellung der Charaktere in detailreichen 3D-Models, die zudem mit gelungen Schattenwürfen überzeugen können. Zudem wird dafür gesorgt, dass die Charaktere nicht von Wänden oder ähnlichem verdeckt werden, indem die Umrisse zu sehen bleiben.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor
Auch bei Treppe runter sind Zombies nicht schneller.

Was ebenfalls sogleich ins Auge fällt, ist das minimal gehaltene Interface. In der linken unteren Ecke befindet sich eine Leiste mit Buttons für Menu, Questlog und Map, in der rechten Ecke vier (später sechs) farbige Balken, welche die Trefferpunkte der einzelnen Charaktere darstellen, die auch zur Charakterauswahl und Festlegung des Truppanführers dienen. Hinzu kommen Buttons für Formationsfestlegung, Gruppen-/Einzel-Modus und Rast. Augenscheinlich will man sich hier von den wuchtigen Leisten eines 'Baldur's Gate II' abheben. Beide Teile des Interfaces können übrigens per Knopfdruck ein- oder ausgeblendet werden.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor
Ein Blick auf den Charakter-Screen.

Alle weiteren nötigen Informationen erhaltet ihr über Menus, die durch Rechtsklick mit der Maus und durch Hotkeys - welche in der Preview-Version noch nicht funktionierten - aktivierbar sind. Dahinter verbergen sich Charakterblatt, Inventar, Skills, Kampfoptionen und Zaubersprüche. Prinzipiell eine praktikable Lösung, leider wirken die Menus recht schmucklos und sind zudem etwas fummelig, speziell wenn die Zeit im Kampf drängt. Immerhin bietet ein Tutorial reichlich Gelegenheit, Steuerung und Bedienung ausführlich zu üben.

 

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