Test - Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor : Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor

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Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor
Die Magieeffekte überzeugen sogar bei einfachen Zaubern.

Bereits kurz nach Beginn des Spieles könnt ihr euch dann mit den Kämpfen vertraut machen. Diese verlaufen komplett rundenbasiert, wobei die Dauer einer Runde von sechs Sekunden bis unendlich einstellbar ist. Die Sechs-Sekunden-Marke kommt dem Echtzeit-Kampf am nächsten, wie gesagt wird die Sache dabei allerdings etwas fummelig. Geruhsame Spieler werden daher die unendliche Rundenzeit, welche dem klassischen rundenbasiertem Kampf entspricht, bevorzugen. Im Normalfall habt ihr während einer Runde die Möglichkeit, einige Schritte zu gehen und eine Aktion (Angriff, Waffenwechsel, Inventarnutzung, wie zum Beispiel Heiltrank einnehmen, oder Zauberspruch) auszuführen.

Die Gegner erweisen sich zum Teil als recht knackige Brocken, so dass zu Beginn des Kampfes nie ganz sicher ist, ob die Truppe vollzählig überlebt. Immerhin ist das Ganze so geregelt, dass das Game Over erst auftaucht, wenn die gesamte Truppe am Boden liegt. Sind nur einige der Party-Members außer Gefecht, werden sie kurzerhand ins Gepäck gepackt und bei nächster Gelegenheit wieder geheilt oder durch Rasten zum Leben erweckt, wobei im Interface angezeigt wird, wie sicher die Gegend ist. Bei grün besteht keine Gefahr, bei gelb besteht eine gewisse Chance, dass die Charaktere unsanft geweckt werden, wobei es durchaus passieren kann, dass nur einer oder zwei aufwachen und der Rest im Schlaf niedergemeuchelt wird. Die Monster bestehen ebenso wie die Charaktere aus 3D-Modellen, die sehenswert animiert sind. Was vor allem auffällt, sind die Größenverhältnisse. Einige Monster sind in der Tat riesig, so soll ein Drache später im Spiel an die 75 Prozent des Bildschirms einnehmen.

Bei den Kämpfen hat das Spiel durchaus auch einen taktischen Anspruch. Zum einen bietet sich der Unterschied aus Nah- und Fernkampf, zum anderen ist es günstig, zahlenmäßig kräftigen Gegnerscharen auf engerem Raum, zum Beispiel in Durchgängen, gegenüber zu treten, damit die Gruppe weniger Angriffsfläche bietet. Verschiedene Kampf-Optionen sowie reichlich Zaubersprüche bieten viel Raum zum Experimentieren. Kämpfe gegen bestimmte Untote können allerdings etwas langwierig werden. Nicht, weil die Gegner so stark sind, sondern weil schlurfende Zombies halt nicht besonders gut zu Fuß sind und eine Weile brauchen, bis sie euch erreicht haben.

Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor
Gegner sind zum Teil wesentlich größer als Charaktere.

Für jeden gewonnenen Kampf erhalten die Charaktere, die zum Schluss noch auf den Beinen sind, Erfahrungspunkte, die standardgemäß in Level-Ups ausarten. Damit werden nicht einzelne Skills hochgesetzt, sondern die Charakterklasse(n) der Figur hochgesetzt, wodurch sich über alles veränderte Werte und zusätzliche Skills ergeben. Neben den Erfahrungspunkten winken nach einem Sieg gelegentlich Gold oder Ausrüstungsgegenstände, welche die Gegner fallen lassen. Praktisch sind auch Ringe und Amulette, die der Charakter tragen kann. Das Inventar ist vom Raum her unbegrenzt, lediglich die Stärke des Charakters setzt allzu eifrigem Sammeln ein Ende.

Allgemein wird schnell deutlich, dass die Regeln der dritten Edition der D&D-Rollenspiele starken Einzug erhalten haben. Sowohl Skills und Gegenstände, als auch zahlreiche Monster wurden direkt aus dem Regelwerk übernommen und erstmalig im Spiel umgesetzt. Auch die über 100 Zaubersprüche sind zum Großteil diesem Regelwerk entnommen.

Natürlich ist der Kampf nicht alles im Spiel, und so habt ihr auch das eine oder andere Rätsel zu absolvieren. So warten auch euch auch Fallen, Schlüssel die gefunden werden müssen, Gespräche mit NPCs und andere zu erledigende Angelegenheiten. Großräumigere Aufgaben werden im Questlog verzeichnet.

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Das Inventar bietet reichlich Platz.

Neben der bereits erwähnten sehr ansehnlichen Grafik, die übrigens auch sehenswerte Magie-Effekte zu bieten hat, kann das Spiel auch akustisch überzeugen. Die Sprecher sind gut gewählt und die Umgebungsgeräusche passend. Die dezente Hintergrundmusik wird lediglich bei den Kämpfen treibender, um den Adrenalin-Pegel anzuheben. Gelegentlich sorgen kurze beschreibende Texteinblendungen dafür, dass euch die Umgebungen näher beschrieben werden, um etwas von der nicht sichtbaren Atmosphäre, wie zum Beispiel Klamme Kälte, herüberzubringen. Das erinnert in der Tat etwas an klassische Pen&Paper-Rollenspiele.

Neben den rund 100 Stunden Singleplayer-Erlebnis bietet 'Pool of Radiance' noch einen Multiplayer-Modus für bis zu sechs Spieler. Hier geht es etwas mehr Hack&Slash-mässig zur Sache, wobei die Dungeons zufällig generiert werden.

 

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