Preview - Roccat @ GC : Die Sendung mit der Maus

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Vom Tragekomfort her wirkt der Bolide gar nicht so grob, wie er aussieht. Die Ohrpolster würden selbst Dumbo und seinen gigantischen Gehörkanälen passen, zudem schirmt der lederartige Beschlag Umgebungsgeräusche zuverlässig ab. Besonders betonte man bei der Präsentation, dass der Raumklang nicht mit nur einem Lautsprecher simuliert, sondern tatsächlich vollwertig ausgespuckt wird. Zumindest während des kurzen Eindrucks machte sich der echte 5.1-Klang bezahlt, kann der Bass doch fast schon Tote zum Leben erwecken. In Mitteltonlagen, also jener Bereich, der vor allem für Spieler wichtig ist, überzeugt das Kave, im Tieftonbereich könnte der Klang hingegen stärker sein. Etwas bedenklich finden wir die unglaubliche Lautstärke, schließlich konnte sie im Test nur schwer geregelt werden. Da es sich allerdings um eine Vorabversion handelt, bastelt Roccat sicherlich noch an der einen oder anderen Baustelle.

Fast mittig an der Strippe hängt die Bedienkonsole des Kave. Auf ihr könnt ihr die Lautstärke regeln (wie gesagt, bei weitem noch nicht perfekt), das Mikrofon ausschalten, jeden Kanal einzeln regulieren sowie die Bassintensivität einstellen. Das Aufsplitten einzelner Kanäle erweist sich dabei als äußerst praktisch. Eine externe Soundkarte bleibt dem Element leider fern, womit euer PC von Haus aus 5.1-Sound unterstützen muss.

Der Schreibsklave: Roccat Valo

Was fehlt noch für den krönenden Peripherie-Abschluss? Richtig, die Tastatur. Hierüber können wir allerdings nicht allzu viel sagen, da das gezeigte Exemplar noch in den Kinderschuhen steckt. Eins ist aber sicher: Neben dem normalen Tastenlayout inklusive Nummernblock nisten sich unter den herkömmlichen Funktionstasten zwei Reihen individuell programmierbarer Tasten ein, sodass euch letztendlich über 30 konfigurierbare Buttons den Hof machen. Abgesehen davon hausen ganz rechts über dem Nummernblock ein Multifunktionsdisplay sowie weitere spielespezifische Tasten nicht näher bekannter Funktion.

Der Tastenanschlag wirkt aktuell butterweich, außerdem erstrahlt jede einzelne Tastenbeschriftung in einem satten dunkelblau, damit ihr auch zu dunklen Tageszeiten alles im Überblick behalten könnt – die Leuchtintensität der Dioden kann per Knopfdruck geregelt werden. An der linken und rechten Seite winkt darüber hinaus je ein USB-Port sowie rechts ein Audio- und Mikrofon-in aus dem Kunststoffgehäuse. Genauere Spezifikationen und einen Einblick in die Software müssen wir euch leider schuldig bleiben. Bis zum Release im nächsten Jahr könnte sich ja noch eine ganze Menge ändern.

Fazit

Andreas Ludwig - Portraitvon Andreas Ludwig
Nach monatelanger Abstinenz meldet sich Roccat aus dem Kloster zurück. Vor allem die innovative Maus Kone zeigt, dass der bisher als Papiertiger verschriene Hamburger Gaming-Spezialist ein durchaus großes Gemächt mit sich trägt. Der im September 2008 andonnernde elektronische Nager liefert jedenfalls so viele technische Raffinessen, um jeder bisherigen Spielemaus gefährlich werden zu können – sogar die 69,99 Euro scheinen hier fair bemessen zu sein. Logitech, Razer und Co. sollten sich warm anziehen. Ebenfalls interessant wird das vollwertige 5.1-Headset Kave. Ein satter Bass und fast vollständig erhabener Klang bilden eine gute Grundlage für Spieler, allerdings müssen die Techniker in diesem Fall noch den einen oder anderen Feinschliff vornehmen. Genauso verhält es sich mit dem Schreibbrett Valo. Sollten jedoch alle auf der Games Convention gezeigten Features in den fertigen Geräten schlummern, dann könnte Roccat in wenigen Monaten zu den großen Playern im Gewerbe gehören. Unser Ersteindruck: sehr gut.

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