Preview - Sacred : Sacred

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Bisher kennt man Ascaron eigentlich nur von Spielen, in denen ihr todesmutig ein Fußball-Team managt oder euch dem mittelalterlichen Seehandel widmet. Ende Februar schicken die Entwickler aus Gütersloh mit 'Sacred' ein waschechtes Action-RPG ins Rennen. Derzeit in einer ausgiebigen Betaphase, soll das Spiel in wenigen Wochen der harten Konkurrenz 'Diablo 2' und anderen ähnlich gelagerten Spielen das Fürchten lehren. Anhand der aktuellen Beta-Version dürfen wir euch nun endlich ein ausgiebiges Preview spendieren.
 

'Sacred' beginnt mit einem hübschen Render-Intro, in welchem ihr Bekanntschaft mit einem Magier der Dunkelelfen macht. Selbiger hat - machtgierig, wie sich das gehört - nichts Besseres zu tun, als einen fiesen Dämonen auf die Menschheit loszulassen. Klar, dass das so einige Auswirkungen auf die Welt hat. So tummeln sich Orks und Goblins nahe den menschlichen Städten und allerlei dubiose Ungeheuer stolpern einem vor die Füße. Doch nicht nur das, auch in den Reihen der Menschen selbst gibt es einiges an Problemen, denn einer der Herzöge hat offenbar ganz eigene Vorstellungen davon, wen er gern als Regenten an der Macht sehen möchte.

Umfangreiche Welt mit vielen Feinheiten
Das ist im Wesentlichen die Ausgangssituation, der ihr euch als frisch gebackener Held gegenüber seht. Die umfangreiche Spielwelt besteht nicht aus verschiedenen Levels, die ihr nach und nach betreten müsst, sondern ist weitgehend frei begehbar, bis auf einige wenige Bereiche, die erst durch bestimmte Quests geöffnet werden. Ihr könnt euch also munter damit beschäftigen, jederzeit die Welt zu erkunden und die zahlreichen Nebenquests zu erledigen, oder aber der Hauptquest folgen. Zu entdecken gibt es so einiges, denn abseits der Hauptquest findet ihr immer mal wieder einen Dungeon oder eine Höhle, in der etwas Wertvolles abzugreifen ist. Auch einige Insider-Gags sind hier und da versteckt, wie beispielsweise ein Grabstein mit der Aufschrift "Innonics" (ein Spiel-Pubisher, der vor einiger Zeit Pleite machte) oder eine Referenz an den sprechenden Schädel Murray aus 'Monkey Island'.

In der Spielwelt entdeckt ihr sehr unterschiedliche Landschaften, von grünen Wiesen über dunkle Wälder bis hin zu Wüsten, eisigen Gebirgen oder verbrannten Lava-Flächen. Hinzu kommen etliche Städte und Gebäude. Dort wimmelt es nur so vor Leben, Bewohner gehen ihrem Tagewerk nach, Karnickel hoppeln über die Wiese, Krähen ziehen ihre Kreise und die Schweine grunzen zufrieden im Stall. Auch sind die Bewohner immer munter miteinander am Brabbeln, Zuhören lohnt sich, denn nicht selten sind witzige Dialoge dabei. Selbst das Kampfgebrüll der Gegner sorgt nicht selten für einen Lacher: Wenn Klein-Goblin mit einem herausgequetschten 'Ich mach dich kaputt, da guckst du' auf euch losstürmt, fällt es schwer, nicht breit zu grinsen.

Das Helden-Sextett
Um dem Bösen entgegenzutreten, stehen euch insgesamt sechs Charakterklassen zur Verfügung. Einige davon entsprechen in etwa dem, was man aus anderen Spielen kennt. Der Gladiator ist der muskelbepackte Nahkampf-Hüne, der Magier heizt seinen Gegnern mit sechs Magieklassen und zumindest brauchbaren Nahkampf-Fähigkeiten ein, die Waldelfin setzt auf Schusswaffen und Naturmagie und der Dunkel-Elf bietet eine Hybridklasse, die gut im Nahkampf ist und diese Fähigkeiten mit Magie und Special-Moves unterstützt.

Die beiden übrigen Charakterklassen hingegen sind recht ungewöhnlich, gehören aber auch zum Hybrid-Bereich. Die Seraphim entpuppt sich als Multitalent im Umgang mit Waffen - sie teilt zwar bei weitem weniger Schaden aus als ein Gladiator, kann dafür aber ihre Gegner mit göttlicher Magie schwächen und beeinflussen. Den Abschluss des Reigens bildet die Vampir-Lady, die quasi ein Charakter-Doppelpack darstellt, denn tagsüber geht sie als klassische Nahkämpferin zur Sache und verwandelt sich nachts in einen Vampir, der seine Opfer mit Zähnen und Klauen malträtiert und sogar Lebewesen in seine Dienste zwingen kann.

Einblicke ins Charaktersystem
Die Fähigkeiten und Skills der Charaktere sind völlig individuell - jeder Charakter verfügt über spezifische Fähigkeiten, Moves und Sprüche, über welche die anderen nicht verfügen, so dass von daher durchaus schon mal ein Reiz zum wiederholten Spielen besteht. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen bekommt ihr diese Spezialfähigkeiten jedoch nicht automatisch beim Level-Up, sondern müsst erst entsprechende Schriften finden, um sie zu lernen. Je besser ihr also eure Spielwelt erkundet, desto besser für euren Charakter. Natürlich stolpert ihr dabei auch mal über Skills, welche nur anderen Charakterklassen etwas nutzen, aber auch das ist kein Problem, denn in den Städten könnt ihr unnütze Skills nicht nur verscherbeln sondern in einer Art Glücksspiel beim Magier der Stadt eintauschen, jeweils zwei bis vier Stück für einen neuen.

Der Rest des Charaktersystems ist relativ simpel gehalten, fordert euch aber einiges an Entscheidungen ab aufgrund eines gewissen Minimalismus. Wie gewöhnlich erhaltet ihr für erledigte Quests und getötete Gegner Erfahrungspunkte und Level-Ups. Beim Level-Up erhaltet ihr dann zwei bis drei Skillpunkte und ab und an die Möglichkeit, einen neuen Skill zu erlernen. Im Gegensatz zu anderen Spielen könnt ihr hier keine Attribute steigern und werdet auch nicht mit Skills überhäuft. Zu den besagten Skills gehören zum Beispiel Reiten (für stärkere und schnellere Pferde), Feuermagie (wirkt sich auf alle Feuerzauber aus), Konstitution, Waffenkunde, Klingenwaffen und vieles mehr. Da ihr jedoch nur wenige Punkte bekommt, verlangt das schon von euch etwas Charakter-Spezialisierung. Hier heißt es: Weniger ist manchmal mehr.

 

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