Test - Star Wars: Super Bombad Racing : Star Wars: Super Bombad Racing

  • PS2
Von Kommentieren
Star Wars: Super Bombad Racing
Auch unter Wasser wird gekämpft.

Am interessantesten sind aber natürlich die Angriffsitems. Hier steht euch ein reichhaltiges Arsenal zur Verfügung: Trainingsdroiden verfolgen den anvisierten Gegner, bis es zur Explosion kommt, Droidensonden konzentrieren sich gleich auf den Fahrer auf dem ersten Platz, mit den Photonensalven lassen sich bis zu zwölf Laserschüsse abgeben, mit dem Kraftfeld-Koppler zapft ihr die Energie eines gegnerischen Fahrers an, der Traktorstrahl zieht einen anderen Raumgleiter zu sich, der Inversionsstrahl schleudert den anvisierten Kontrahent herum und durch den Einsatz des Störsenders sieht der Gegner kurze Zeit praktisch nichts mehr. Ausserdem lassen sich Fallen wie futuristischen Klebstoff, Ionennetze oder Energiebälle auf der Strecke auslegen, die da solange bleiben, bis einer hineinfährt. Des weiteren besitzt jede der 'Star Wars'-Charaktere seine eigene Spezial-Attacke. Beispielsweise wirft der niedliche Darth Maul seinen Laserstab und Jar Jar hängt sich mit seiner Zunge an einen Gegner und saugt ihm das Extra weg, während Yoda seine Kontrahenten einfach auf den Kopf stellt.

Doch nicht nur in punkto Special-Move unterscheiden sich die acht anwählbaren Fahrer sondern auch in ihren Fahreigenschaften - einige sind beispielsweise etwas robuster gegen gegnerische Attacken, andere dafür wendiger oder haben eine bessere Beschleunigung. Die Strecken sind sehr unterschiedlich gestaltet, so dass man gut überlegen muss, welchen Fahrer man wählt. Die Szenarios der Strecken sind dabei komplett an diejenigen des 'Episode 1'-Films angelehnt. So braust ihr durch den Sumpf von Naboo, über die karge Gegend von Tatooine und durch das verwinkelte Theed City.

Star Wars: Super Bombad Racing
Zu zweit wird's unübersichtlich.

Ausserdem nehmt ihr mit eurem Gleiter an einem Podrennen teil, durchquert die nasse Heimatstadt von Jar Jar Binks, macht den Markt auf Mos Espa unsicher und rast durch die Großstadt Coruscant. Natürlich fehlt auch die gefährliche Power Station nicht, in dem der Showdown des Films stattfand. Als letzte Strecke ist der Weltraum beziehungsweise eine gigantische Raumstation an der Reihe. Schon bald fällt auf, dass das Design der Strecken qualitativ stark schwankt - einige sind furchtbar öde und langweilig gestaltet, andere bersten geradezu an Details, Verzweigungen, Umwege, Abkürzungen und Schanzen.

Bei einem Grossteil der Strecken gibt es allerhand zu sehen, beispielsweise Randfiguren, Wasserfälle, ein Sandsturm, Felsen, 'Star Wars'-Maschinen und hübsche Gebäude. Ausserdem fällt angenehm auf, dass im Gegensatz du den meisten anderen Kart-Games das 3D-Szenario gut umgesetzt wurde. Dank Schanzen und der gleichen bleibt ihr nicht fest am Boden sondern wirbelt quer über den Screen. In einigen Strecken wird die Schwerkraft sogar aufgehoben und man düst wie mit einem Flieger frei durch das Gebiet. Diesen Eindruck wird durch die Sprung-Funktion der Gleiter noch verstärkt. Steuerungstechnisch hat man sich bei 'Super Bombad Racing' schnell eingelebt: Gas Geben, Bremsen, Steuern (digital oder analog), Springen, Boost aktivieren und Extras Einsetzten - mehr braucht man nicht, um am Rennen erfolgreich teilnehmen zu können.

Star Wars: Super Bombad Racing
Nur nicht runterfallen.

Der Schwierigkeitsgrad ist recht moderat ausgefallen, so dass man relativ schnell die versteckten Fahrer und Strecken freigespielt hat. Meist kämpft man mehr gegen die unübersichtliche Framerate und die gegnerischen Attacken, als sich um exaktes Fahren zu kümmern.

Im Bereich Grafik und Sound kommt das Spiel leider kaum übers Mittelmass heraus. Die Grafik schwankt je nach Strecke zwischen recht ansehnlich detailliert und umfangreich bis hin zu kurz und langweilig. Immerhin sind die Charaktere mit ihren Fahrzeugen und die Special-Items hübsch umgesetzt. Hauptproblem ist aber die tiefe Framerate, die im Mehrspielermodus sogar noch deutlich schlechter wird, und die ungenaue Kollisionsabfrage. Immerhin sorgen die Abkürzungen und Umwege kurzzeitig für Abwechslung. Auch beim Sound hat man keine Meisterwerke vollbracht, so dudelt die Musikuntermalung unauffällig vor sich hin und die Geräuschkulisse ist eher dürftig ausgefallen. Wenigstens sind die Comic-Stimmen der Charaktere recht witzig. Unbegreiflich hingegen die nervig langen Ladezeiten, die man zwischen den Rennen ständig ertragen muss.

 

Fazit

von David Stöckli
Obwohl 'Star Wars Super Bombad Racing' für PlayStation 2 technisch nicht gerade zu Freudensprüngen verführt und das altbackene Gameplay aufgrund der Hektik und Unübersichtlichkeit leidet, macht der Titel durchaus zumindest für kurze Zeit Spass. Allerdings sind die Strecken und versteckten Fahrer schnell freigespielt und die zusätzlichen Spielmodi bieten kaum neues. Der Multiplayer-Modus birgt einigen Spielspass, wenn man sich an den deutlichen Grafikeinbussen nicht stört. Leider kann der 'Arena'-Modus überhaupt nicht überzeugen. Junge 'Star Wars'-Fans und Fun-Kart-Puristen können sich den Kauf überlegen, alle anderen greifen lieber zu den deutlich besseren PS2-Racing-Games.  

Wertung

  • PS2
    69
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel