Test - Startopia : Startopia

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Öfter mal was anderes. In 'Startopia' habt ihr die Aufgabe, schrottreife Raumstationen, die äußerlich vor allem mit einem angefressenen Donut Gemeinsamkeiten aufweisen, zu blühenden Raumstationen zu verwandeln. Nach und nach trudeln, wenn ihr alles richtig macht, neun verschiedene Alien-Rassen auf der Station ein, deren Bedürfnisse durch den Bau von Gebäuden und Einrichtungen befriedigt werden wollen. Aber auch Konkurrenz wartet ab und an auf euch.

Nach der problemlosen Installation, etwas längerer Ladezeit beim Starten und einem putzigen Intro-Video, welches auf den ersten Blick so gar nicht zum Spiel passen mag, geht es ins Eingemachte. Zahlreiche Einstell-Optionen im originellen Menu geben euch die Möglichkeit, Grafik und Steuerung nach eigenen Wünschen zu gestalten. Danach habt ihr die Qual der Wahl im Hinblick auf die verschiedenen Spiel-Modi.

Startopia
Der Energiekollektor ist das Herz der Station.

Kein Mangel bei den Spiel-ModiEinsteigern stehen einige Tutorial-Missionen zur Verfügung, welche zum einen die grundsätzliche Steuerung und Bedienung des Spieles, zum anderen aber auch die zahlreichen Spiel-Elemente wie Gebäude und Einrichtungen erklären. Die Tutorials sind gut gemacht und in jeder Hinsicht empfehlenswert. Das ist auch ganz gut so, denn das etwas magere Handbuch gibt in der Beziehung nicht allzu viel her.

Derart fit gemacht, könnt ihr euch nun in den Sandkasten-Modus, die Einzelspieler-Kampagne oder den Multiplayer-Modus stürzen. Letzterer bietet Platz für bis zu vier Spieler via LAN/IPX, TCP/IP oder Gamespy. Geboten werden zahlreiche Einstell-Optionen für die Spiel- und Sieg-Bedingungen, inklusive Computergegner, so dass dort keine Langeweile aufkommt. Mangels Gegner waren wir allerdings nicht in der Lage, den Multiplayer-Modus hinreichend auszutesten. Das Gerangel um die Vorherrschaft in einer Station verspricht aber durchaus einen gewissen Unterhaltungswert, zumal die Herausforderung gegenüber dem moderaten Schwierigkeitsgrad im Einzelspieler-Modus sicherlich um einiges größer ist mit menschlichen Gegnern.

Startopia
Greys kümmern sich als Ärzte um alle Beschwerden.

Der Sandkasten-Modus bietet euch dagegen das bei vielen Aufbau-Fans beliebte Endlos-Spiel. Auch hier stehen massig Optionen für die Start- und Spiel-Bedingungen zur Verfügung. Damit habt ihr allerlei Möglichkeiten, mit dem Aufbau eurer Stationen herum zu experimentieren. Allerdings dürfte die Langzeit-Motivation da doch etwas ins Rutschen kommen, denn prinzipiell ähnelt sich der Aufbau der Station von Spiel zu Spiel, natürlich abhängig von eurer eigenen Experimentierfreudigkeit.

Letzter im Bunde der Spiel-Modi ist die Kampagne. Selbige besteht aus verschiedenen Missionen, die allerdings inhaltlich nicht zusammenhängen oder aufeinander aufbauen. Die Missionen bieten unterschiedliche Ziele, vom der Heilung einer bestimmten Zahl Aliens in der Krankenstation über das Ansammeln von Energie bis hin zur Eroberung gegnerischer Sektionen. Sehr erfreulich dabei ist, dass der Spieler von Mission zu Mission weitere Spielelemente kennen lernt und somit spielerisch immer mehr Kenntnisse über die Möglichkeiten im Spiel erlangt, was gerade bei späteren Missionen auch erforderlich ist. Die Missionen sind durch die Bank relativ kurz und können im Schnitt in jeweils ein bis zwei Stunden gut bewältigt werden. Folgemissionen werden jeweils erst nach dem Sieg in der vorhergehenden Mission freigeschaltet. Habt ihr das Spiel einmal komplett durch, könnt ihr auf jede Mission direkt zugreifen.

Startopia
Das Liebesnest dient zur Entspannung der Bewohner.

Den Weltraum besiedeln, aber wie?
Soviel zu den Spiel-Modi, doch worum geht es eigentlich nun im Spiel selber? In jedem Szenario werdet ihr zusammen mit eurem virtuellen Berater VAL (Virtuelle artifizielle Lebensform) auf einer leeren Station abgesetzt. Die Stationen bestehen aus 16 Sektionen mit jeweils drei Ebenen. Die unterste Ebene beinhaltet das Versorgungsdeck, wo später Energiegewinnung, Labore, Krankenstationen, Gefängnisse und Fabriken gebaut werden können, ebenso wie provisorische Unterkünfte. Die zweite Ebene ist das Unterhaltungsdeck, dort werden Liebesnester, Hotels, Diskotheken und Kneipen aufgebaut. Die dritte Ebene ist das Biodeck, dazu später mehr. Die Sektionen sind zunächst durch große Schotts getrennt. Um ein Deck zu erweitern, können die Schotts zu Nachbarsektionen durch Zahlung einer Energiemenge geöffnet werden, vorausgesetzt, der Sektor ist nicht bereits von einem Konkurrenten besetzt. Ist das der Fall, müssen die Schließmechanismen geknackt und der Sektor notfalls mit Gewalt übernommen werden.

Zu Beginn des Spieles bekommt ihr (zumindest in der Kampagne) von VAL eine Aufgabenstellung, sowie einige Grundelemente in Form von Konstruktionsplänen und 'Skuzzern', kleine Arbeitsroboter, die für den Bau von Einrichtungen und den Transport zuständig sind. Meist besteht euer Startkapital aus Lavatron (Nasszelle), Snack-O-Mat (Imbissautomat), Unterkunft, Schleuse und einem Energie-Kollektor. Letzterer ist das Herzstück eurer Station, denn zum einen müssen alle Einrichtungen mit Energie versorgt werden, zum anderen ist Energie auch die Währung im Spiel, welche für Handel, Bau und die Bezahlung von Arbeitern notwendig ist.

 

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