Test - Sudden Strike : Sudden Strike

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Des öfteren wurde 'Sudden Strike' angekündigt und wieder verschoben. Manche Leute glaubten schon, das Spiel niemals zu Gesicht bekommen zu dürfen. CDV belehrte jetzt aber alle Zweifler eines Besseren. Das Spiel ist endlich auf dem Markt und muss nun zeigen, ob es die hohen Erwartungen auch erfüllen kann. Lange Zeit gab es ein Rätselraten, welches Entwickler-Team denn eigentlich hinter 'Sudden Strike' steht. Die Truppe nennt sich Fireglow und die Namen im Handbuch lassen vermuten, dass die Jungs vielleicht aus Russland, jedenfalls aber aus dem Osten kommen.

Als Thema wurde für 'Sudden Strike' eine für ein Echtzeit-Strategiespiel ungewöhnlich realistische Handlung gewählt. Das Spiel ist in einer der dunkelsten Epochen Deutschlands angesiedelt - dem 2ten Weltkrieg. Unabhängig davon, für welche Seite ihr in die Schlacht ziehen wollt, sind die Kampfhandlungen schon in vollem Gange und ihr seid von Anfang an mitten im Geschehen.

Zunächst könnt ihr wählen, inwieweit ihr in Einzelmissionen oder ganzen Kampagnen euer Glück versuchen wollt. Bei der Kampagne, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr auf der Seite der Alliierten, der Russen oder der Deutschen in den Kampf zieht. Naturgemäß unterscheiden sich die drei Seiten bei Ausstattung, Fahrzeugen und Ausrüstung.

Sudden Strike
Eine typische Missionsbesprechung.

Vor jeder Mission werdet ihr in einem recht ausführlichen Briefing über die Ziele der Mission aufgeklärt. Hier gilt es gut aufzupassen, denn es gibt immer wieder wertvolle Tipps herauszuhören, wie am Besten vorgegangen wird. Die Darstellung der Missionsziele auf der beim Briefing verwendeten Karte ist aber leider nicht immer ganz optimal ausgefallen was hin und wieder für Unklarheiten sorgt.
Auf dem Schlachtfeld angekommen, fällt als erstes die wirklich gut gelungenen 2D-Iso Grafik auf. Für die Darstellung habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Auflösungen von 640x480 bis 1024x768, wobei aus Gründen der Übersicht gilt: Je höher, desto besser. Der Hauptbildschirm kann nicht rotiert oder gezoomt werden. Trotzdem dürftet ihr keine Probleme haben, eigene Einheiten die beispielsweise hinter Bäume verborgen sind zu erkennen, denn das Objekt im Vordergrund wird automatisch halbtransparent. Um gleich bei der Landschaft und den darauf verteilten Objekten zu bleiben: So gut wie alles was sich auf der Karte befindet, kann auch in Schutt und Asche gelegt werden. In manchen Fällen ist es sogar recht nützlich, auf diese Weise eine Schneise, zum Beispiel in den Wald, zu schlagen.

Sudden Strike
Pioniere errichten eine Pontonbrücke.

Am Beginn jeder Mission erhaltet ihr eine vorgegebene Zahl an Einheiten, mit denen ihr, abgesehen von gelegentlichen Verstärkungen, auch auskommen müsst. Basisbau oder gar Produktion neuer Einheiten gibt es in 'Sudden Strike' nicht. Im Gegenteil - man merkt stets, dass der Realismus für die Entwickler eines der Hauptziele gewesen ist. So gilt die alte Regel 'Kein Krieg ohne entsprechende Versorgung der kämpfenden Einheiten' in diesem Spiel mehr denn je. Transport-, Versorgungs-, und Sanitätsfahrzeuge sind stets fixer Bestandteil eurer Truppe. Während die Transporter dem Mannschafts- und Geschütztransport dienen, sind die Versorgungseinheiten für den Munitionsnachschub, die Reparatur beschädigter Fahrzeuge, den Bau von Panzersperren, Stacheldrahtverhauen und Pontonbrücken zuständig. Löblich ist, dass Einheiten im Lauf der Zeit an Erfahrung gewinnen und folglich ihre Ziele besser treffen und effektiver vorgehen.

Sudden Strike
Auch in der Stadt wird erbittert gekämpft.

Riesig mutet die Palette der zur Verfügung stehenden Einheiten an. Sie umfasst alles, was das Spielerherz begehrt, angefangen bei einfachen Infanteristen mit verschiedensten Bewaffnungen, wie Pistolen, Gewehren, Maschinengewehren oder Flammenwerfern, mittleres Gerät wie Jeeps, Kübelwagen, Geschütze und Jagdpanzer bis hin zu schweren Waffen wie Haubitzen, mobile Raketenwerfer, FLAK oder Kampfpanzern in den unterschiedlichsten Variationen. Viele dieser Gerätschaften, zum Beispiel Geschütze oder Granatwerfer lassen sich, wenn man ihre Bedienmannschaft zuvor ausgeschaltet hat, von den eigenen Einheiten übernehmen. Empfehlenswert ist es außerdem, wenn ihr euch die Schwachpunkte der Einheiten merkt. So ist es ungleich aussichtsreicher einen Panzer an der schwächeren Rückseite anzugreifen, als von vorne.

Es kann durchaus vorkommen, dass einer Einheit mitten in der Hitze des Gefechtes die Munition ausgeht, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Vertretern des Genres haben fast alle eure Einheiten in 'Sudden Strike' keinen unbegrenzten Vorrat an Geschossen. Ihr solltet also immer drauf achten, dass eure Versorgungseinheiten nicht allzu weit weg sind, und Kampfpausen zum Aufmunitionieren und reparieren nutzen.

Viel Aufmerksamkeit haben die Entwickler der Gestaltung der Einheiten, die sich recht genau an ihren historischen Vorlagen orientieren, zukommen lassen. So sieht man beim Anfahren Dieselqualm aus den Auspuffrohren kommen oder auch die Mündungsfeuer und den Rückstoß beim Abfeuern von Geschossen. Diese vielen kleinen Details tragen ungemein zur stimmigen Atmosphäre des Spiels bei.

 

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