Test - The Great Escape : The Great Escape

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'Enter the Matrix', 'Dracula', 'Terminator' und jetzt auch noch 'The Great Escape’ - mittlerweile wird sich wohl jeder Spielefan fragen, warum um alles in der Welt nahezu jede Filmlizenz aufgekauft und versoftet wird. Vor allem dann stellt sich die Frage, wenn man bedenkt, dass mehr als zwei Drittel aller Filmkonvertierungen mehr als schlecht sind. Da die großen Spieleschmieden anscheinend mit den virtuellen Abbildern der Hollywoodgrößen genug verdienen, muss nun auch Steve McQueen dran glauben.
 

Lass mich hier raus!
Im Gegensatz zu den meisten Filmumsetzungen steht 'The Great Escape’, der 1963 unter dem Titel 'Gesprengte Ketten' hier zu Lande in die Kinosäle kam, in einem wesentlichen Punkt in einem anderen Licht. Während die meisten Titel unterhalten wollen, möchte 'The Great Escape' vor allem erinnern und mahnen. Erinnern an Abertausende Strafgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs versucht haben, aus den Lagern, in denen sie gefangen waren, zu entkommen. Dass dies jedoch nur in den seltensten Fällen gelang, wird dabei oft vergessen. Leider wird das erst im Abspann erwähnt, wenn ihr das ganze Spiel bereits durchgespielt habt. Vielleicht hätten die Entwickler die Widmungen auf die erste Seite des Handbuches schreiben sollen - dadurch wäre die Verbindung zwischen Film und Realität noch intensiver hervorgehoben worden.

Doch kommen wir zum Film und damit auch zum Spiel. Nachdem ihr durch das fünfminütige Intro informiert worden seid, dass es um vier Ausbrecherkönige geht, die in verschiedenen Lagern während der NS-Herrschaft gefangen gehalten werden und denen, trotz strengster Bewachung, immer wieder die Flucht gelingt, startet ihr aus dem Hauptmenü die erste der insgesamt 18 Missionen. In einer Rückschau erlebt ihr zunächst, wie MacDonald, der erste Charakter, in einem Bomber fliegend unter schweren Beschuss gerät. Nach einigen Sekunden wechselt das Geschehen aus der Rendersequenz nahtlos ins eigentliche Spiel und ihr nehmt die feindlichen Flieger aufs Korn. Trotz aller Bemühungen werdet ihr hinter den feindlichen Linien abgeschossen und in Gewahrsam genommen.

Hier beginnt nun die eigentliche Story. Ziel und Sinn der ganzen Handlung ist es, aus den Lagern auszubrechen. Dazu stehen euch, wie bereits erwähnt, vier Charaktere zur Verfügung, die jedoch vorgegeben werden. MacDonald, der Nachrichtenoffizier, ist ein äußerst intelligenter Staffelkommandant, seine Vorteile liegen in seiner stoischen Ruhe und der Tatsache, dass er als Einziger fließend Deutsch spricht. So kann er in eine gestohlene Uniform schlüpfen und unbemerkt an einigen Wachen vorbeikommen oder Wachen ablenken, während seine Begleiter den Fluchtweg auskundschaften. Der Zweite im Bunde ist Hendley. Er ist ein Trickbetrüger und Meisterdieb. Uniformen und Waffen kann er nahezu unbemerkt aus den Händen der Lageraufseher stehlen.

Solltet ihr auf euren Fluchtversuchen einmal von einem Wagen oder Flugzeug verfolgt werden und dieser urplötzlich anfangen in Flammen aufzugehen, könnte es das Werk von Sedgewick gewesen sein. Der begnadete Bastler schraubt an allem herum, was ihm zwischen seine goldenen Finger gerät und sabotiert somit das eine oder andere Gefährt, knackt Schlösser oder zerschneidet Drahtzäune. Last but not least tritt Hilts eurer Truppe hinzu. Er ist ein Ass auf dem Motorrad, kann Schlösser öffnen und gibt auch sonst gerne mal den Ton an. Im Film übernahm diesen Part niemand anderes als der bereits genannte Steve McQueen.

 

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