Test - The Swords of Ditto : The Legend of Zelda trifft auf Adventure Time

  • PC
Von Kommentieren

Schon bei seiner Ankündigung im vergangenen Jahr hatte mich The Swords of Ditto sofort um den Finger gewickelt. Der visuelle Stil erinnert an fantastische Serien wie Adventure Time oder Gravity Falls, das Spielprinzip kuschelt mit The Legend of Zelda: A Link to the Past. Ein Actionrollenspiel, das mehr als nur ein Gimmick seiner Optik ist.

Die Bewohner der Ditto-Insel haben es nicht leicht: Alle einhundert Jahre kommt es zum epischen Kampf zwischen der Hexe Mormo und dem legendären Schwert. Wer aus dieser Schlacht lebend herauskommt, bestimmt das Schicksal der kommenden Hektode. Die Handlung ist also relativ simpel, die Umsetzung dafür deutlich interessanter. Anstatt es bei einem einzigen Abenteuer zu belassen, werfen euch die Entwickler immer wieder aufs Neue in den Kampf zwischen Gut und Böse.

Seid ihr erfolgreich, lösen sich die Klammern der bösen Hexe Mormo ein Stückchen. Geht ihr jedoch hops, dann werden die kommenden 100 Jahre finster, was Auswirkungen auf die Insel und ihre Bewohner hat. Die Stimmung ist düsterer, die Einwohner müssen mehr Leid ertragen und sind grundsätzlich pessimistischer.

Mit dem Countdown im Nacken

Wer jedoch stets umfangreiche und epische Ausflüge erwartet, der liegt falsch: Je nach Schwierigkeitsgrad habt ihr immer nur ein paar Tage Zeit (auf dem leichtesten sind es sieben Tage, auf dem regulären vier und auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad nur noch drei Tage), um euch auf den Kampf gegen die Hexe Mormo vorzubereiten. Albtraumhafte Erinnerungen an The Legend of Zelda: Majora's Mask werden wach. Keine Panik, so schlimm ist der Zeitdruck gar nicht. Die Uhr bleibt stehen, während ihr in den zahlreichen Dungeons nach Schätzen sucht, Bosse erledigt und Rätsel knackt. Die Zeit lässt sich auch zurückdrehen, wenn ihr eine gewisse Anzahl an Münzen findet und sie zum richtigen Ort bringt.

The Swords of Ditto - Launch Trailer
Ab dem morgigen Dienstag ist der Indie-Hit The Swords of Ditto offiziell erhältlich.

Außerdem setzt onebitbeyond den Maßstab etwas kleiner an. Wie für ein Rogue-like üblich, liegt der Reiz in der Wiederholung. Der Zeitdruck fällt dabei kaum ins Gewicht, da ihr ohnehin eure Erfahrung, die Erinnerungen des Helden sowie euer Level ins Schwert speichert und in die kommenden Abenteuer mitnehmt. Ihr startet also nicht immer wieder bei null. Allerdings müsst ihr euch auch nach mehreren Versuchen stellenweise mit unnötig vielen Textboxen herumschlagen.

Wenn ihr zum Beispiel eine Schnellreisestation freischaltet, bekommt ihr beim nächsten Mal wieder die gleiche Textmenge aufs Auge gedrückt, die euch erklärt, wie ihr die Funktion nutzt. Wie funktioniert die Schnellreise in The Swords of Ditto? Mit einem Kazoo. Es ist unfassbar ulkig, süß und klingt überdies herzallerliebst.

Sticker und Spielzeuge

Abgesehen vom sagenumwobenen Schwert gibt es diverse Möglichkeiten, um euren Charakter zu individualisieren. Ihr verteilt zwar keine Fertigkeitenpunkte, wenn ihr im Level aufsteigt, doch mit den vielen unterschiedlichen Stickern bekommt ihr Zugriff auf neue Angriffe oder spezielle Fähigkeiten. Mal steigert ihr so dauerhaft eure Lebensenergie, mal gewisse Resistenzen. Es gibt darüber hinaus Sticker, mit denen ihr bei Ausweichrollen eine Giftspur hinterlasst oder eine besonders starke Attacke ausführt. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Art und Weise, wie ihr an Sticker kommt.

Nicht nur gibt es im Dorf einen Laden, in dem ihr Sticker kaufen dürft, oftmals verstecken sich neue Sticker auch in Truhen in Dungeons. Oder ihr findet einen speziellen Charakter, der komplett neue und mächtige Kreationen zusammenwürfelt, wenn ihr bereit seid, mehrere Sticker dafür zu opfern.

Spielzeuge sind Waffen, die sich zusätzlich zum Schwert nutzen lassen. Ähnlich wie Sticker könnt ihr Spielzeuge kaufen oder in speziellen Verliesen finden. Damit sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Vinylplatten, die ihr wie ein Frisbee auf Gegner werft, Golfschläger, explodierende Drohnen, todbringende Stacheljojos, Laser verschießende Ringe, Superheldenanzüge oder Bowlingkugeln. Es ist spaßig, neue Waffen zu finden und auszuprobieren.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel