Test - Tiger Woods PGA Tour 2004 : Tiger Woods PGA Tour 2004

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Es gibt Dinge, die sind so selbstverständlich wie die alljährliche Fernsehausstrahlung des Comedy-Klassikers 'Dinner for One’. Zu diesen Dingen lassen sich die Sport-Titel von EA Sports zählen. 'Same Procedure as every year' lautet also auch bei 'Tiger Woods PGA Tour' die Devise. Mit dem aktuellen ‘Tiger Woods PGA Tour 2004’ wollen euch die Kanadier demnächst wieder einmal beweisen, wer der wahre König auf dem Fairway ist.
 

Selbst ist der Golfer
Nachdem euer Rechner die Daten von wieder einmal drei Silberlingen auf eure Festplatte geschaufelt hat, werdet ihr gleich zu Beginn eine interessante Neuerung feststellen. Endlich dürft ihr euch einen Golfer nach Belieben erstellen. Mit Schiebereglern legt ihr dabei unter anderem fest, ob euer Charakter muskulös sein soll oder eher schmächtig, ob er ein markantes Kinn à la Schumi erhält oder nicht. Auch das Outfit lässt sich beliebig variieren und sogar Kleinigkeiten wie ein Tattoo könnt ihr eurem Spieler verpassen. So individuell ausgestattet startet ihr ins Golfgeschehen.

Und schon trefft ihr auf eine weitere Neuerung. Zu den Grünanlagen der aktuellen PGA Tour 2004 gesellen sich zahlreiche anspruchsvolle Fantasiekurse, die ihr alternativ spielen könnt. Wem das nicht reicht, der darf mit dem beiliegenden Parcours-Editor neue Golfplätze nach Herzenslaune kreieren und sich in ihnen austoben. Außerdem haben die Entwickler von EA Sports das Kernstück des Vorgängers, den Karriere-Modus, ordentlich aufpoliert und erweitert. Der 'World Tour'-Modus innerhalb der Karriere wurde in seiner Location-Anzahl nahezu verdoppelt, das Sponsoring fällt deutlich umfangreicher aus und auch der Modus 'Herausforderungen' wurde hinzugefügt.

Wenn ihr die vom Computer gestellten Aufgaben mit Bravour absolviert, bekommt neue Gegenstände wie Schläger, Kappen oder versteckte Kurse zur Belohnung spendiert. Zu guter Letzt wurde der Spielerkader nochmals um fünf Golfer aufgestockt, so dass ihr nun neben den bekannten Koryphäen wie Tiger Woods, Ty Tryon, Charles Howell III., Notah Begay III., Vijay Singh, Jesper Parnevik und Jim Furyk auch mit den Amazonen des Golfsports antreten könnt. Golferherz, was willst du mehr?

Schwing dich fit
Wie schon im Vorgänger verfügt auch die 2004er-Ausgabe wieder über eine superbe Steuerung. Steht euer Golfer am Schlagmal, könnt ihr die Perspektive über die Tastatur oder wahlweise die Maus so einrichten, wie es für euch optimal erscheint. Dann folgt im 'True Swing' ein mehr oder weniger weites Ausholen mit eurer Maus - je nachdem, wie weit ihr euch vom Loch entfernt befindet. Auf dieselbe Weise funktioniert das Putten, nur dass ihr hier dem Nager beziehungsweise dem Schläger einen minimalen Schwung gebt, um den Ball ins Ziel zu befördern. Alternativ könnt ihr auch wieder den 'Querschwung' ausführen, wobei ihr nach rechts hin mit der Maus ausholt und nach links abschlagt. Wer bereits einige Golfstunden mit 'Tiger Woods 2003' verbracht hat, wird sich schnell auf den Plätzen zurecht finden. Die althergebrachte Drei-Klick-Schwungvariante wurde komplett gestrichen, da sie bei der Community keinen großen Anklang fand.

Genreneulinge und Gelegenheitsspieler sollten vorab einige Parcours in der umfangreichen Golfschule absolvieren, um hinterher nicht ans Ende des Feldes durchgereicht zu werden, denn auch an der KI hat EA Sports weiter gefeilt. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad einstellbar ist, spielen eure computergesteuerten Mitstreiter auf einem ansprechenden Niveau. Profis werden wohl ab und an das Gefühl haben, gegen die realen Vorbilder anzutreten.

 

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