Test - Total Overdose : Total Overdose

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Es gibt Actionspiele im Zweiten Weltkrieg, Actionspiele im Weltraum, Actionspiele im Mittelalter – und es gibt 'Total Overdose', das es zur Abwechslung mal mit einem ganz anderen Setting versucht: Einem von Drogenbossen regierten Mexiko. Was unter der ungewöhnlichen Oberfläche steckt, klären wir in diesem Review.

Eine gesunde Mischung

Ihr erinnert euch an den Tom-Clancy-Film 'Das Kartell' mit Harrison Ford? Ihr kennt die Werke von Quentin Tarantino oder die ’El Mariachi’-Filme von Robert Rodriguez? Gut! Jetzt stellt euch das Ganze im Comic-Look als ein Videospiel vor, das sich am besten als eine Mischung aus 'Grand Theft Auto' und 'Max Payne' beschreiben lässt. Genau das ist 'Total Overdose': Ein actiongewaltiges Erlebnis, das spielerische Freiheiten mit spannenden Missionen kombiniert.

'Total Overdose' erzählt die Geschichte der Cruz-Brüder, deren Vater als Agent im Kampf gegen die Drogenmafia sein Leben gelassen hat. Das können die beiden natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so verfolgt Tommy Jahre später eine heiße Spur, die ihn zu den Hintermännern des damaligen Mords führen soll – bis er durch einen kleinen Unfall außer Gefecht gesetzt wird. Also muss Zwillingsbruder Ramirez ran, der gerade aus dem Gefängnis kommt und genau das Gegenteil von Tommy ist: Ein cooler, knallharter Typ, der vor nichts und niemandem Angst hat. Gemeinsam mit der US-amerikanischen DEA (Drug Enforcement Administration), die schon lange gegen die Gangsterbosse im Süden vorgehen will, suchen die beiden Brüder nun nach dem Mörder ihres Vaters.

Kleine Stadt ganz groß

'Total Overdose' spielt in einer kleinen, aber feinen Welt, die in 18 Abschnitte unterteilt, aber weitgehend frei erkundbar ist: Das kleine Städchen Los Toros an der Grenze zwischen den USA und Mexiko sowie das Umland könnt ihr jederzeit ohne Einschränkungen zu Fuß oder am Steuer eines Fahrzeugs abklappern, nach versteckten Gegenständen suchen oder ganz schlicht ein paar Bösewichter jagen. Die Missionen des Spiels, welche ihr über Stadt und Land verstreut findet, unterteilen sich in zwei Kategorien: Zum einen gibt es Story-Missionen, die – wie der Name schon sagt – direkt Bezug zur Geschichte des Spiels haben, zum anderen so genannte Herausforderungen, welche euch Respekt einbringen. Wollt ihr etwa für die Story bei einem Ganoven anheuern, müsst ihr zunächst einige Herausforderungen absolvieren, um über ausreichend Ansehen zu verfügen. Ein äußerst nützliches Feature ist in dieser Hinsicht die jederzeit aufrufbare Karte, die sämtliche Aufgaben auflistet und euch diese direkt anwählen lässt. Die lästigen und teilweise minutenlangen Fahrten zum nächsten Einsatz, die ihr aus anderen Spielen gewohnt seid, entfallen somit gänzlich.

Coole Moves

Die Story-Missionen orientieren sich im Wesentlichen stark an der 'GTA'-Reihe: Auch wenn das Augenmerk eindeutig auf Kämpfen und Schießereien liegt, kommt es ebenso vor, dass ihr mit einem Auto vor Gegnern fliehen müsst oder ein KI-Begleiter das Steuer übernimmt und ihr euch die Verfolger mit einem MG vom Leib haltet. Herausforderungen hingegen erinnern eher an die Minispiele aus dem 'GTA'-Universum; beispielsweise müsst ihr ein Checkpointrennen innerhalb einer vorgegebenen Zeit bewältigen oder in einer Art Amoklauf möglichst viele Gangster abschlachten. Klingt politisch unkorrekt? Ist es auch: Reichlich Blut und mitunter sogar zerfetzende Körper haben dafür gesorgt, dass 'Total Overdose' von der USK in Deutschland nicht gekennzeichnet wurde und eine Indizierung somit möglich ist.

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