Test - Wacky Races : Wacky Races

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Der bisher zweite Fun-Racer für die PS2 kommt mit 'Wacky Races' auf den Markt. Sowohl ein kurzweiliger Arcade-Modus als auch ein umfangreicher Abenteuer-Modus sollen neben der Lizenz der gleichnamigen Zeichentrickserie Lust auf mehr machen. Ob sich der Kauf dieses Titels lohnt, oder ob er gar hinter dem weniger beeindruckenden Genrekonkurrenten 'Star Wars Super Bombad Racing' einzuordnen ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Wacky Races
Das verrückte Rennen geht los.

'Wacky Races starring Fred Fiesling und Teufelszahn' so der komplette, deutsche Titel von Infogrames' neuestem Rennspiel, das vorallem durch die Thematik rund um die Zeichentrickserie 'Wacky Races' auffallen dürfte. Die Story der Zeichentrick-Rennfahrer ist schnell erklärt, denn diese kämpfen in einem durchgeknallten Rennen, das sich praktisch über die ganze Welt erstreckt, um den Titel des verrücktesten Rennfahrers. Welcher der insgesamt elf Fahrer den Titel am Ende gewinnen wird, liegt dabei in eurer Hand.

Nach dem Einlegen und Starten des Spiels fällt sofort auf, dass das Spiel dem Comic-Look der Serie treu geblieten ist. Dies beginnt beim kultigen Kommentator, der auch im Spiel dabei ist, und geht bis zur grafischen Aufmachung. Denn dort wurde die relativ neue Methode des Shadings namens Cell-Shading verwendet, was dazu führt, dass alle Objekte nur zwei Stufen der Beleuchtung, also Licht und Schatten, und eine dicken, schwarze Linie an den Rändern haben. Obwohl der Effekt simpel ist, trägt er ungemein zur Atmosphäre und zur Glaubwürdigkeit des Spiels bei.

Wacky Races
Die Autos und deren Fahrer bestechen durch ihren Detailreichtum ...

Bei der Auswahl der Modi stehen sowohl Arcade- als auch der Abenteuer-Modus bereit. Beim Ersteren geht die Action nach der Wahl des Fahrers und der Strecke schon los. Wenn ihr auf allen Strecken den ersten Platz belegt habt, könnt ihr diese alle nochmal befahren, diesmal aber um einen Pokal zu gewinnen. Dazu müsst ihr nach fünf Rennen auf nach der Schwierigkeit gruppierten Strecken die meisten Punkte haben. Wenn ihr hier wiederum alle vier Pokale gewonnen habt, gilt es im Zeitrennen-Modus die vorgegebenen Bestzeiten auf jedem Kurs zu schlagen. Für langzeitmotivation sorgt der Abenteuer-Modus: in diesem gilt es, so viele Sterne wie möglich zu sammeln. Auch dies geschieht durch das Gewinnen von verschiedenen Rennen. Allerdings ist das ganze hier nach dem Gewinnen der Wacky-Pokale noch lange nicht vorbei, denn dann müsst ihr die Strecken erneut befahren - diesesmal aber mit einer zusätzlichen Herausforderung. So ist es nötig, zehn goldene Statuen, die auf der Strecke verteilt sind, einzusammeln und dazu noch das Rennen zu gewinnen.

Auch an erspielbare Extras hat man bei 'Wacky Races' gedacht. Eher einfach gestaltet sich hierbei das Freischalten der Strecken, was im Arcade-Modus geschieht. Für einige anfangs nicht verfügbare Fähigkeiten der Fahrzeuge und für die drei geheimen Fahrer hingegen müsst ihr euer Können im Abenteuer-Modus unter Beweis stellen. Obwohl das Spiel früher oder später jeden dazu bringen wird, mehrere Anläufe für die ein oder andere Aufgabe zu benötigen, ist das verzeihbar. Denn das Spiel bleibt immer fair und wird nur sehr selten wirklich frustrierend, ausserdem sorgt die vorhandene Lernkurve für Motivation und lässt 'Wacky Races' zu einem Spiel werden, dem man schon einige Zeit widmen muss, um es komplett durchzuspielen.

Wacky Races
... und die Strecken können gut mithalten.

Auch grafisch kann 'Wacky Races' durchaus überzeugen. Die Strecken und Fahrzeuge sind sehr detailliert ausgefallen und passen wunderbar zum Zeichentrick-Look. Wenn beispielsweise ein Fahrzeug in ein enge Kurve einfährt, könnt ihr nicht nur beobachten wie sich das Gewicht auf die gegenüberliegende Seite verlagert, sondern auch wie einige Objekte in oder auf dem Wagen herumpendeln. Solche Details mögen zwar recht banal erscheinen, tragen aber ungemein zur Atmoshäre bei und verhindern ein steifes Aussehen. Auch vorbildlich ist die im Spiel vorhandene Möglichkeit, die Bildwiederholrate auf 60 Hertz zu erhöhen. Wer Erfahrung mit schlechten PAL-Anpassungen hat, wird es Infogrames danken. Der 50 Hertz-Modus wirkt zwar logischerweise nicht ganz so flüssig wie sein 60 Hertz-Pendant, bietet aber immernoch sehr gute Spielbarkeit.

 

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