Test - Alienware Area-51m : Gnadenloses Kraftpaket

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Das Alienware Area-51m zählt zweifelsohne zu den High-End-Gaming-Notebooks. Der Preis von fast 4.000 Euro für die uns zum Test bereitgestellte Konfiguration lässt da keine Zweifel. Dafür steckt aber auch jede Menge Technik in der Maschine. Neben aktueller RTX-Grafikkarte werkelt sogar ein Achtkerner von Intel in der Desktopvariante im Gehäuse. Und aufrüstbar ist der Hobel auch noch. Da wurden wir natürlich neugierig.

Eins wird schnell klar: Das Alienware Area-51m ist nicht unbedingt ein Notebook für unterwegs, sondern eher als Desktopersatz gedacht. Bei knapp vier Kilogramm Gewicht plus nochmals gut zwei Kilo für die beiden (!) Netzteile sind die Bandscheiben eher weniger entzückt, wenn der Bolide in den Reiserucksack wandert, zumal er mit 42 x 402,6 x 410 mm auch nicht gerade sparsam hinsichtlich der Abmessungen ist.

Rein optisch macht das Notebook jedenfalls einiges her. Das dunkelgrau-schwarze Gehäuse mit Softtouch-Oberfläche und stylischem Logo strahlt Hochwertigkeit aus allen Poren aus. Die deftigen Lüftungsgitter an der Rückseite lassen auf jede Menge Power des Innenlebens schließen. Einen Lapsus hat sich Alienware allerdings geleistet: Während das matte Display auf Reflexionen verzichtet, stören selbige immer wieder im Displayrahmen, den wir uns ebenfalls matt gewünscht hätten.

Bei den Anschlüssen ist nahezu alles vorhanden, was das Herz begehrt, lediglich auf einen Kartenleser hat der Hersteller verzichtet. Die seitlichen Anschlüsse (links: Audio, USB 3.1, Type-C – rechts: 2x USB 3.1) sind ziemlich mittig angeordnet, um weiteren Raum für Luftaustritte im hinteren Bereich zu schaffen. Für Mausnutzer nicht ganz so schön, aber noch akzeptabel. Die Anschlüsse der beiden Netzteilblöcke befinden sich an der Rückseite, ebenso wie LAN, Mini DisplayPort 1.4, HDMI 2.0 und ein proprietärer Port für den Alienware-Grafikverstärker, mit dem bei Bedarf eine externe Grafikkarte angeschlossen werden kann.

Das Alienware-Keyboard TactX gefällt uns auf Anhieb. Die Tasten mit ihren 2,2 mm Hub haben angenehme Druckpunkte, die leichte Einwölbung der Tastenkappen sorgt für guten Grip beim Tippen. Sowohl Zocken als auch Arbeiten gehen damit wunderbar von der Hand. Schön auch die nach unten versetzten Pfeiltasten. Es handelt sich übrigens um eine Volltastatur mit Zahlenfeld, zudem sind links noch sechs konfigurierbare Zusatztasten verbaut. Das beleuchtete Trackpad leistet sich im Betrieb ebenfalls keine Schwächen, ist griffig und auch die Tasten funktionieren bestens.

Der Displaydeckel ist leicht nach vorn versetzt. Das gewährleistet nicht nur Stabilität, sondern verhindert auch übermäßige Hitzeentwicklung im Tastenbereich, da sich temperaturkritische Bereiche hinter dem Display befinden. Genutzt wird ein 17-Zoll-IPS-Panel von AU Optronics mit Full-HD-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 144 Hz. Das passt hervorragend zum Innenleben, wie wir gleich sehen werden. Wahlweise ist selbiges mit oder ohne Nvidia G-Sync zu haben. Schade ist nur, dass es derzeit keine Optionen für 4K-Displays gibt.

Der flinke Bildschirm kann im Betrieb ebenfalls überzeugen, vor allem durch seine kräftige Farbdarstellung und die sauberen Kontraste. Da gibt es nichts zu meckern, fürs Zocken ist es ebenfalls prima geeignet. Oberhalb des Displays ist eine 720p-Webcam integriert. Unterhalb entdecken wir die Leiste fürs Tobii Eye Tracking, das über eine vorinstallierte Software gesteuert werden kann. Diese zickte bei uns allerdings ein wenig herum, wenn es um die Voreinstellungen ging, aber dafür kann Alienware nichts.

Das Innenleben verspricht brachiale Spielepower. Das schlagende Herz des Notebooks ist der Intel Core i9-9900K @3.6 GHz in der Desktopvariante auf einem Z390-Mainboard. Der Achtkerner liefert jede Menge Rechenleistung nicht nur für Spiele, sondern auch für anspruchsvolle Anwendungen. Bei dessen Anblick weiß man schließlich, warum der Bolide gleich zwei Netzteile für seinen Energiehunger benötigt. Ihm zur Seite stehen 32 GB DDR4-2666 als Arbeitsspeicher.

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