News - Anthem : BioWare: Mitarbeiter sollen nicht mit Presse reden

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Ein Bericht von Kotaku hatte den chaotischen Entwicklungsprozess von Anthem und die Arbeitsbedingungen bei BioWare enthüllt. Jetzt gebietet das Studio seinen Mitarbeitern, nicht mit Journalisten zu sprechen.

In einem Bericht von Kotaku vor wenigen Tagen deckte Jason Schreier die Hintergründe über die Entwicklung von BioWares Anthem auf. Über ein Dutzend Mitarbeiter und Involvierte hatten ihm anonym Informationen zugespielt, die den äußerst holprigen Start des Spiels erklärten und sogar darlegten, dass für die E3 eine Fake-Demo konstruiert wurde.

Im Nachgang an den Bericht kontaktierten BioWare-Mitarbeiter abermals Schreier, um ihm mitzuteilen, dass nun eine neue Anordnung den Kontakt mit Journalisten untersagte. Ein Gespräch mit der Belegschaft gab es demnach noch nicht, allerdings eine umfangreiche E-Mail an alle Mitarbeiter. Deren Essenz soll folgende Aussage sein: "Sprecht nicht mit Journalisten." Die aus dem Bericht heraus enstandene öffentliche Diskussion wird aber wahrgenommen. BioWare scheint es daher lieber zu sein, die Probleme intern zu lösen. Man glaubt nicht, dass derartige Artikel die Branche oder das Handwerk verbessern würden.

Zuvor hatte BioWare in einem offiziellen Blogpost klargestellt, dass das Studio weiterhin hinter Anthem steht, auch wenn es Schwierigkeiten und Kritik gab und gibt. Man halte allerdings nichts von Artikeln, die die Arbeit anderer einfach nur runtermachen: "Als Studio und Team akzeptieren wir alle Kritik an unseren Spielen, ganz besonders von den Spielern. [...] Die Menschen in dieser Industrie investieren so viel Leidenschaft und Energie, um etwas Spaßiges zu entwickeln. Wir sehen keinen Sinn darin, sich gegenseitig oder die Arbeit eines anderen niederzumachen. Wir glauben nicht, dass Artikel, die so etwas tun, unsere Industrie oder unser Handwerk besser machen."

Laut Schreier, der nach diesem Post weiter Kontakt zu BioWare-Mitarbeitern hatte, sind letztere Enttäuscht von der Rührseligkeit der Stellungnahme.

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