Test - Dark Souls Remastered : Das beste Spiel der letzten Generation jetzt auch für die neue

  • PC
  • PS4
  • One
  • NSw
Von Kommentieren
Greift zu, wenn...

… ihr Dark Souls noch nie gespielt habt oder eines der besten Spiele der letzten Generation auch auf der neuen besitzen wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr Dark Souls schon x-mal durchgespielt habt und euch die marginalen Verbesserungen das Geld nicht wert sind.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Eines der besten Spiele aller Zeiten für die aktuellen Konsolen – leider nicht in der Version, die es und ihr verdient hättet

Dark Souls ist das womöglich beste Spiel der letzten Generation und wer noch nicht dieser Meinung ist, hat nun die Möglichkeit, sie zu ändern. Und sagt bitte nicht: „Ich mag keine schweren Spiele. Das ist mir zu frustrierend. Ich habe keine Lust, dauernd zu sterben und die gleichen Passagen immer und immer wieder zu spielen.“ Und werft bitte nicht nach sechs bis zehn Stunden das Handtuch mit dem Urteil: „Dark Souls ist einfach nichts für mich.“ Auch ich habe diese Sätze einst gesagt und sie am Ende zutiefst bereut.

Dark Souls mag anfangs frustrierend scheinen, wie ein Spiel für Masochisten und ewig Gestriger, denen die Spiele von heute zu verweichlicht sind, aber irgendwann verkehrt sich dieser Eindruck ins komplette Gegenteil. Glaubt einfach all denen, die es gespielt haben. Ich kenne niemanden, der es durchgespielt hat und anderer Meinung wäre. Auch ich habe Dark Souls in den ersten zehn Stunden gehasst, habe geschimpft und das Spiel verflucht, über alle gelacht und den Kopf geschüttelt, die so einen Rotz gut finden. Und auch euch wird es eine ganze Weile so gehen. Doch wenn ihr über euren Schatten springt, euch durchbeißt und dranbleibt, wird es irgendwann „Klick!“ machen und sich lohnen. Versprochen.

Für alle, die mit Dark Souls noch nicht in Kontakt kamen oder erst mit Teil 3 oder Bloodborne in diese Art von Spiel eingestiegen sind, ist das Remastered die ideale Gelegenheit, dieses epochale Videospiel nachzuholen. Leider hat die Neuauflage aber nicht die Kernsanierung erfahren, die Fans sich erhofft hatten. Schärfere Texturen, eine höhere Bildwiederholrate und ein erweiterter Onlinemodus – damit erschöpfen sich die Verbesserungen des Remastered leider schon. Unter der glattpolierten HD-Oberfläche ist tatsächlich sogar noch deutlicher zu erkennen, wie altbacken Dark Souls teilweise schon bei seiner Erstveröffentlichung war – beim Interface etwa, und vor allem der mittlerweile völlig veralteten Technik. Auch das trägere Kampfsystem wirkt auf Spieler des deutlich flotteren Dark Souls 3 zunächst sicherlich befremdlich.

So sehr Dark Souls nach wie vor spielerisch über jeden Zweifel erhaben ist, so unschlüssig bin ich, wem ich das Remastered guten Gewissens empfehlen kann: Spieler, die das Original schon in- und auswendig kennen, brauchen diese Version eigentlich nicht und sollten genau abwägen, ob ihnen die erneute Investition in die marginalen Änderungen das Geld wert ist. Spielern, die noch nie ein "Souls-like" gespielt haben, würde ich fast dazu raten, zunächst mit den deutlich zeitgemäßeren Dark Souls 3 und Bloodborne ins Genre zu schnuppern. Mit diesem Dark Souls 1 warm zu werden, dürfte Neulingen noch schwerer fallen, als es seinerzeit ohnehin schon der Fall war. Und Spielern schließlich, denen die jüngeren From-Spiele als Einstieg dienten und die nun die Ursprünge nachholen wollen, bietet Dark Souls Remastered zwar die ideale Gelegenheit dazu, gleichsam dürften sie jedoch zunächst bestürzt bis angewidert reagieren angesichts des altbackenen technischen Zustands und es am ehesten aus historischem Interesse wertzuschätzen lernen.

Nichtsdestotrotz: Ich beneide alle dafür, die dieses Meisterwerk nun erstmals erleben können. Ich werde mein erstes Mal niemals vergessen.

Lieber was anderes? Die 10 besten Alternativen zu Dark Souls

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski

Fazit zur Switch-Version:

Dark Souls und die Nintendo Switch. Eine Partnerschaft, die nicht unbedingt offensichtlich ist, aber trotzdem funktioniert. Grafisch macht das Spiel einen tollen Eindruck, auch wenn die Bildrate im Gegensatz zu den anderen Versionen halbiert wurde und selbst die nicht immer meisterhaft gehalten wird. Seltsamer ist da schon das Thema mit der Steuerung: seit jeher ist die A-Taste der Knopf bei Nintendo Controllern, um Dinge zu bestätigen, bei Dark Souls ist das nicht der Fall. Ich möchte auch eigentlich auf der B-Taste ausweichen, weil sich das auf der Switch irgendwie natürlicher anfühlt. Das lässt sich auch einstellen, aber trotzdem: im Inventar weicht Dark Souls: Remastered von der Nintendo-Norm ab. Vielleicht bin ich auch der Einzige, der sich daran aufhängt, aber ich musste mich in den ersten Stunden echt umgewöhnen.

Das tut dem Spielspaß auf der Switch keinen Abbruch. Dark Souls: Remastered büßt nichts an seiner Faszination ein, egal ob ihr am TV-Gerät oder im Handheld-Modus spielt. Wer in seinem Leben nur Nintendo-Konsole besaß und noch nie in den Dark-Souls-Genuss kam, hat jetzt keine Ausreden mehr. Unterwegs Lodran erkunden zu können hat auch seinen Reiz, aber trotzdem würde ich der PlayStation-4-, Xbox-One und der PC-Version den Vorzug geben.

Du bist Dark-Souls-Anfänger? 40 Tipps & Tricks, die Dark-Souls-Einsteiger wissen sollten

Überblick

Pro

  • eines der besten Spiele aller Zeiten jetzt für die aktuelle Konsolengeneration
  • geniales Level-Design
  • perfektes Kampfsystem
  • spektakuläre Bosse
  • Geheimnisse für ein ganzes Leben

Contra

  • Verbesserungen des Remastered halten sich stark in Grenzen
  • Grafik, Interface, Steuerung: Vieles wirkt mittlerweile altbacken
  • lange Eingewöhnungsphase

Awards

  • Games Tipp
    • PC
    • PS4
    • One
  • Sound
    • PC
    • PS4
    • One
  • Story
    • PC
    • PS4
    • One
  • Mehrspieler
    • One
    • PC
    • PS4

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel