Preview - Dying Light 2 : Das Zombie-Open-World-Spiel stellt euch vor schwere Entscheidungen

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15 Jahre sind vergangen, seitdem in der Welt von Dying Light die Zombieseuche ausgebrochen ist. Viel hat sich in der Zwischenzeit geändert: Die restlichen Überlebenden haben sich in Gemeinschaften zusammengerauft und kämpfen nicht nur gegen die Untotenplage. Im Zeitalter, das die Entwickler von Techland „Modern Dark Age“ getauft haben, gibt es weiterhin Zwist unter den Menschen. Was aber geblieben ist, ist die offene Welt, Parkour und gefährliche Zombies. Knallharte Entscheidungen kommen in der Fortsetzung oben drauf.

Eine Information gleich vorweg: Auch in diesem Jahr durfte ich Dying Light 2 nicht selber spielen. Stattdessen führten die Entwickler durch den E3-Abschnitt der Alpha-Version. Der präsentierte Ausschnitt fokussierte sich auf die zahlreichen Entscheidungen, die ihr in der Rolle des Aiden Caldwells im Laufe der Kampagne treffen müsst. Die darf in der fertigen Version übrigens kooperativ mit bis zu drei weiteren Spielern gespielt werden.

Der Ausschnitt beginnt damit, dass Frank ein Meeting abhalten möchte. Das Wasser der Siedlung ist ausgegangen. Zusammen mit Matt von den Peacekeepern und Juan von den Scavangern soll an einer Lösung des Problems gearbeitet werden. Allerdings spuckt eine weitere Bande dem ganzen Vorhaben gehörig in die Suppe. Frank wird angeschossen, die Renegades machen sich mit dem Van wieder aus dem Staub. Jetzt ist die erste Entscheidung fällig: Soll Aiden beim verletzten Matt bleiben oder versuchen, den Van einzuholen?

Die ständige Qual der Wahl

Dabei bleibt es nicht. Im Laufe der Präsentation steht Aiden noch einige Male vor einer Wahl. Einige erscheinen etwas lapidarer als andere: Als Aiden den Van einholt, kann er entweder den Fahrer aus dem Fahrzeug treten oder ihn dazu zwingen, ihn zum Colonel, dem Anführer der Renegades, zu bringen. Gravierender wiegt da schon etwas später die Entscheidung, ob die Pumpen aktiviert werden sollen, um das Wasser wieder fließen zu lassen, nachdem der Colonel angemerkt hat, dass mit Aiden ein falsches Spiel gespielt wird. Ach ja: Matt ist in der Zwischenzeit verstorben. Wäre Aiden bei ihm geblieben, hätte er möglicherweise nicht ins Gras beißen müssen.

Fällt die Wahl zugunsten des Frischwassernachschubs, wird dadurch ein zusätzlicher Stadtteil freigeschaltet, der zuvor noch komplett unter Wasser stand. Allerdings tauchen so aber auch neue Zombiegegner auf. Zumindest suggeriert das die Präsentation. Laut Techland soll man nur knapp 50% von Dying Light 2 gesehen haben, wenn die Credits rollen. Wer einen erneuten Durchlauf starten möchte, kann das im New Game + mit seinem gelevelten Charakter machen.

Je nachdem wie sich Aiden verhält, beeinflusst das die Spielwelt. Zumindest hat sich das Techland auf die Fahnen geschrieben. Inwieweit die Entscheidungen die Geschichte von Dying Light 2 verändern, wird erst die Vollversion zeigen. Auch, ob sich die Entscheidungen dauerhaft auswirken oder nur kurzfristige Kleinigkeiten betreffen. Es ist eine Sache, dem Spieler ständig Entscheidungen abzuverlangen, ob diese aber wirklich auch durch die Bank weg schwer wiegen oder mit der Zeit gleichgültig machen, steht auf einem anderen Blatt.

Leichtfüßig

Schon der erste Teil von Dying Light bestach durch das umfangreiche Bewegungsrepertoire des Spielcharakters. Die Parkour-Elemente wurden in der Fortsetzung ausgebaut und scheinen noch flüssiger in alle anderen Teile der Spielmechanik eingebunden zu sein. Um möglichst ohne Umwege von A nach B zu kommen, kann Aiden kurzzeitig an Wänden entlang laufen und an allerhand Objekten hochklettern. Aber auch im Kampf mit Zombies geht es dynamisch zur Sache. Egal ob Zombies per Dropkick aus den Latschen gehauen oder durch verbarrikadierte Fenster gerammt werden, um danach den toten Körper zu nutzen, um den Fall abzudämpfen: die Animationen wirken allesamt aus einem Guss.

Aufgrund der First-Person-Perspektive wirken die Actioneinlagen ziemlich intensiv, könnten aber bei dem ein oder anderen einen flauen Magen hervorrufen. Außerdem bleibt gegenwärtig die Frage ungeklärt, wie eingängig die Parkour-Action mit all den Möglichkeiten von der Hand gehen wird, schließlich lässt sich auch ein Greifhaken oder ein Fallschirm einsetzen, um größere Distanzen zu überwinden.

Kommt es zur Auseinandersetzung, egal ob gegen Feinde mit oder ohne Puls, sind Nahkampfwaffen oftmals das Zünglein an der Waage. Die können jedoch mit der Zeit kaputt gehen. Sollte es mal zu brenzlig werden, lässt sich die UV-Taschenlampe einsetzen, um zumindest die Zombies für eine kurze Zeit zu betäuben. Optisch macht Dying Light 2 gegenwärtig einen ansprechenden Eindruck, allerdings tauchten in der präsentierten Vorschauversion manchmal aus dem nichts noch Objekte in der Distanz auf.

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