Special - FIFA 19 : FUT: Warum die App regelrecht süchtig macht

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Gute Innenverteidiger sind rar gesät und noch dazu sehr teuer, wenn sie in der englischen Premier League kicken. Dennoch brauche ich einen, um meiner Truppe mehr Tiefe zu verleihen. Was liegt also näher, als ein paar erspielte Münzen auf dem Transfermarkt auszugeben? Keine Konsole, kein Problem, schließlich gibt’s eine App. Ich will nur mal schnell meine Optionen checken. Als ich auf die Uhr schaue, sind 10 Minuten vergangen: Einen Verteidiger habe ich noch immer nicht, dafür jedoch drei neue Aufgaben auf meiner FIFA-To-do-Liste. Verflucht seist du, FUT-App, aber trotzdem mag ich dich!

Ich ertappe mich ständig dabei, nur einen „kurzen“ Blick in die App zu riskieren. Inzwischen erledige ich das Managen meines Ultimate Teams beinahe komplett auf diese Weise, denn mit dem Programm kann ich einfach viele Sachen machen: Spieler und Objekte kaufen und verkaufen, die Aufstellung ändern, Packs öffnen sowie die täglichen Ziele einsehen und teilweise gleich erfüllen

Allein damit bin ich beschäftigt, denn meist kann ich schnell ein paar Münzen oder ein Päckchen verdienen, indem ich beispielsweise den Vertrag eines Spielers verlängere. Die haben zwar nur Bronze- oder Silberwert, allerdings lassen sich die darin enthaltenen Kicker für ein paar Coins verkaufen oder bei Squad-Building-Challenges nutzen. Das allein ist quasi ein Spiel für sich, weil ich hier nach festen Vorgaben eine Mannschaft aufstellen muss, um sie anschließend gegen eine Belohnung einzutauschen. Das war's endgültig mit „nur mal eben reinschauen".

Auch die kleinen Belohnungen, etwa für das bloße Einloggen, motivieren zum Wiederkommen. Ich habe nämlich das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht nachschaue. Außerdem befinden sich ständig irgendwelche Gegenstände im Verkauf und ich möchte natürlich wissen, ob ich mich über frische Einnahmen freuen darf. Dieses Geld wird nach Möglichkeit direkt reinvestiert, denn irgendwas gibt der Transfermarkt immer her.

Wie wäre es mit einem Positionsmodifikator, um aus dem rechten Flügel einen rechten Mittelfeldspieler zu machen? Oder stärke ich die Werte eines Stürmers mittels ersteigerten Chemistry-Objekts? Brauche ich besagten Stürmer noch oder gibt es eine bessere Alternative? Es mangelt wirklich nicht an Beschäftigungsmöglichkeiten.

Ich weiß schon, dass es ein wenig bekloppt ist, so viel Zeit mit der App zu verbringen. Aber genauso weiß EA, wie man genau dafür sorgt: Übersicht und Umfang stimmen, dazu gibt es täglich neue Aufgaben und kleine Geschenke. Für mich macht das auf jeden Fall einen Teil des Gesamterlebnisses FIFA Ultimate Team aus. Trotzdem geht es am Ende immer noch auf den virtuellen Rasen der PS4, denn das Wichtigste kann ich in der App nicht tun: fußballspielen. Zum Glück, würde ich sagen ...

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