Special - Grafikkarten-Kaufberatung 12/2018 : Rangliste für die besten Karten

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Das neue Spiel stottert nur noch vor sich hin? Dann lohnt sich vielleicht der Griff zu einer neuen Grafikkarte! Bei den Bilderbrummern erschlagen euch NVIDIA und AMD jedoch mit gefühlt unendlich vielen Versionen. In unserer Kaufberatung schnappen wir uns deswegen euren Einkaufswagen und geben euch einen Überblick über die Grafikkarten, die wirklich für euch in Frage kommen. Empfohlen werden in unserem Ratgeber in erster Linie die Modelle, die neben einer satten Leistung auch möglichst leise, kühl und sparsam in eurem Spiele-PC rotieren.

Soll es eine NVIDIA- oder AMD-Karte sein? Viele Spieler sollten sich mit dieser Frage gar nicht so sehr aufhalten, dennoch gibt es vereinzelt Unterschiede. Etwas wichtiger sind die ersten beiden Punkte, die wir in unserem Infokasten aufzählen. Für das High-End-Gaming könnte sich zudem der dritte Punkt als interessant herausstellen, sofern die Spielentwickler mitziehen.

AMD und NVIDIA – die wichtigsten Unterschiede
  • Während AMD auf FreeSync setzt, gibt es bei NVIDIA G-Sync. Mit beiden Verfahren wird die Entstehung von störenden Artefakten (Tearing) auf Bildschirmen verhindert, dafür benötigt ihr aber spezielle Monitore.

  • NVIDIA arbeitet grundsätzlich energieeffizienter, was sich je nach Grafikkarte auf der Stromrechnung bemerkbar machen kann.

  • NVIDIA hält in den neuen Turing-Grafikkarten RTX 2070, 2080 und 2080 Ti eine Technologie für KI- und Raytracing-Berechnungen bereit. Spiele müssen allerdings für die Technik angepasst werden.

  • AMD und NVIDIA arbeiten teilweise mit Entwicklern zusammen, um spezielle Grafikeffekte wie HABO+ (NVIDIA) oder TressFX (AMD) anzubieten. Die Anpassungen fallen aber kaum ins Gewicht.

Frische High-End-Karten lösen Vorgänger ab

Mächtige Preisänderungen gab es in den vergangenen Wochen durch die Bank weg, zudem wird die Oberklasse mit drei neuen NVIDIA-Modellen aus der Turing-Familie bestückt. Die RTX 2070, 2080 und 2080 Ti lösen die mittlerweile zu teuren 1000er-Vorgänger ab, weshalb die GTX 1080 und 1080 Ti unattraktiv wirken. Bei AMD findet zwar keine Wachablösung statt, dafür schickt der rote Riese die Radeon RX 590 ins Rennen. Sie soll vor allem die Leistungslücke zwischen der RX 580 und den Vega-Karten schließen. Im Vergleich zur RX 580 taktet sie höher, außerdem wurde die Fertigung von 14 auf 12 nm verkleinert – das lässt eine höhere TDP von 225 Watt zu. Die nächste AMD-Generation lässt dagegen weiter auf sich warten.

Kaufentscheidung: Eine Frage der Auflösung

Selbst modernste Spiele sollen flüssig über euren Bildschirm plätschern? Dafür braucht ihr nur in Einzelfällen eine richtige Oberklassekarte, oft reichen Brummer aus dem mittleren Preissegment. Entscheidend dafür sind die von euch gewünschte Auflösung sowie die Bilder pro Sekunde (fps). Für Full HD und 60 fps wären 500-Euro-Grafikkarten herausgeschmissenes Geld, sie werden meist erst unter Ultra HD zum geschmeidigen Zocken fällig.

Unsere nachfolgende Tabelle gibt euch einen Überblick darüber, welche Grafikkarten für die jeweiligen Auflösungen und Bildraten genug Saft im Kanister haben. Dabei handelt es sich um durchschnittliche Werte von verschiedenen Spielen, soll heißen: Besonders anspruchsvolle Titel könnten von der groben Einordnung abweichen. Auf jeden Fall empfehlen wir, euch eher an den 60 fps zu orientiern. 30 fps fallen oft zu knapp aus.

Wir teilen die Preisspannen bis etwa 160 Euro auf, bis 300 Euro für Anspruchsvollere und ab 300 Euro und 500 Euro für die Enthusiasten. Dabei empfehlen wir euch konkrete Modelle von Partnerherstellern. Achtet übrigens darauf, etwa 25 bis 35 Prozent eures Gesamtbudgets für einen Spiele-PC in die Grafikkarte zu stecken. Kein noch so flinker Beschleuniger würde euch nämlich etwas nützen, wenn euer Prozessor schon bei Minesweeper ins Schwitzen gerät.

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