News - Ion Storm schließt die Pforten : Eidos macht das Studio dicht ...

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    Was bereits seit über einem halben Jahr als offenes Geheimnis galt, hat sich nun bestätigt: Eidos hat in der heutigen Nacht bekannt gegeben, das renommierte Ion Storm-Studio in Austin geschlossen zu haben. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Abgang von des populären Designers Warren Spector verkraften müssen, der inzwischen primär für Midway arbeitet und Eidos offenbar nur noch vorübergehend zur Seite steht.

    Ion Storm wurde im Jahre 1996 von John Romero und Tom Hall gegründet, die nach ihrem Ausstieg bei id Software neue Wege gehen wollten und das erste Studio in Dallas eröffneten. Wenig später stieß auch Warren Spector, von Looking Glass kommend, hinzu und gründete sein eigenes Team in Austin. Eidos war als Publisher von Beginn an Ion Storm beteiligt und unterstützte die Entwickler finanziell.

    Doch die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen war schon anfangs belastet: Das schwache Echtzeit-Strategie-Spiel 'Dominion' wurde 1996 als erster Titel mutmaßlich nur auf den Markt gebracht, um sich einer der drei Eidos-Optionen auf Ion Storms Spiele zu entledigen. Die Entwicklung des groß angekündigten Ego-Shooters 'Daikatana' zog sich in die Länge; erst 2000 erschien der zu diesem Zeitpunkt schon leicht angestaubte Titel für den PC. Im gleichen Jahr kam außerdem 'Deus Ex' auf den Markt, das von der Presse hochgelobt wurde, weltweit aber nur mäßigen Absatz fand.

    2001 folgte mit dem Action-Rollenspiel 'Anachronox' dann schließlich Tom Halls erstes Projekt, das heute ebenfalls unter vielen Spielern eine Art Kult-Status genießt, aber erneut in den Läden floppte. Hall und Romero verließen daraufhin - nicht zuletzt aufgrund interner Schwierigkeiten - das Studio; die Abteilung in Dallas wurde gänzlich geschlossen. In Austin lenkte Spector derweil die Arbeiten an 'Deus Ex 2' und konnte sich sogar die Rechte an 'Thief' sichern, für das er seinerzeit noch bei Looking Glass die ersten Ideen geliefert hatte. Doch auch diese Spiele blieben hinter den Erwartungen zurück, womit das Ende von Ion Storm vorprogrammiert war.

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