Test - Leisure Suit Larry: Wet Dreams Don't Dry : Wie in versauten alten Zeiten

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Greift zu, wenn...

… für euch die Rätsel das wichtigste in einem Point-'n'-Click-Adventure sind und ihr auf platten Humor steht.

Spart es euch, wenn...

… ihr ein Problem mit Fäkalhumor und bewusst überzogenem Sexismus habt.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Derb und charmant zugleich

Ich bin wirklich gespannt, wie Leisure Suit Larry: Wet Dreams Don't Dry von der heutigen Spielergemeinde aufgenommen wird. Der derbe Humor, der auf platten Sexismus zielt, ist eigentlich Gift für die aktuelle Kultur. Aber vielleicht könnte er gerade deswegen funktionieren, weil er eher wie eine Parodie auf all die altgedienten Machosprüche und männlichen Dinosaurier wirkt.

Ich selbst rege mich jedenfalls über frauenverachtende Parolen schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf und musste trotzdem über einige Situationen im Spiel lachen, einfach weil sie so wunderbar dämlich rüberkommen. Mein persönliches Highlight: Ihr müsst einen Kerl mit der Holzhammermethode von seiner wahren sexuellen Ausrichtung „überzeugen“, bis er völlig genervt zugibt schwul zu sein.

Zudem bin ich extrem überrascht vom tollen Rätseldesign, das derzeit in puncto Logik und Anspruch nur von den besten Daedalic-Produkten wie Chaos auf Deponia übertroffen wird. Zwar muss ich für meinen Geschmack etwas zu häufig von A nach B und wieder zurück marschieren, aber davon abgesehen hat mir das Tüfteln außergewöhnlich viel Spaß bereitet.

Somit wünsche ich Entwickler CrazyBunch trotz aller Kritik viel Erfolg, weil ich unbedingt sein nächstes Projekt sehen möchte. Das darf dann ruhig auch ein ordentlich geschriebenes Finale beinhalten. Dann gibt es von mir auch einen Games-Award.

Auch Gameswelt kann unterste Schublade: Die haben wenig an: Die 10 heißesten Spiele-Babes des Jahres

Überblick

Pro

  • äußerst gelungenes Rätseldesign
  • platte Dialoge und Charaktere, die jedoch gerade deshalb amüsant wirken
  • hübsche Aufmachung

Contra

  • überschreitet stellenweise die Grenzen des guten Geschmacks
  • überhastet wirkendes Ende
  • wird eher leichter statt schwerer

Awards

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